Qualitätssache

Mit Bertone-Design und Wankelmotoren machte sich Mazda in den 70er-Jahren beim Einstieg in denösterreichischen Automarkt einen Namen.

Japanisches Familienauto, für Robustheit und Langlebigkeit konzipiert", urteilten Günther Effenberger und Gerhard Trost 1977/78 in "Autokauf ohne Reue" über den Mazda 616, der laut Mazda Austria den Beginn der Erfolgsserie darstellt: "Solid gefertigte, ausreichend geräumige Karosserie. Genügend großer Kofferraum." Sehrgut fanden sie Verarbeitungsqualität, Bremsen und Schaltung. Weniger begeistert waren die Tester von Fahrwerksabstimmung, Geradeauslauf, Verbrauch und Schnellfahrverhalten.

Zuverlässig im Alltag

"Günstige Service-und Wartungskosten. Insgesamt gute Qualität, zuverlässiger Alltagsbetrieb ist zu erwarten", lautete ihr Fazit und "Bei den Testwagen überaus geringe Störanfälligkeit". Die bestätigten Fahrzeuge im Taxibetrieb (siehe Inserat rechts) und zufriedene Privatkunden. Heute sind 616erauf dem Youngtimermarkt kaum zu finden, eher das hübsche Coupé oder die RX-3-Wankelmodelle. Dem 616 folgten die 626er-Baureihen, die schließlich die Designrevolution Mazda6 ablöste.

Comprex aus Wr. Neustadt

Die Begeisterung steigerte sich noch beim Nachfolger Mazda 626 (Autotests, die nichts verschweigen! 1980): "Im Konkurrenzvergleich sehr niedriger Preis,überkomplette Ausstattung, sehr gute Verarbeitung, großzügiges Platzangebot, zufriedenstellende Fahrleistungen." Die bekamen noch mehr Schub, als der in Wiener Neustadt gefertigte Comprex-Druckwellenlader den Dieselmotoren zu höherer Leistung verhalf.