BMW will von Internetfirmen lernen

BMW will von Internetfirmen lernen

Die Digitalisierung wird laut dem BMW-Chef auch vor der Autobranche nicht halt machen

In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ meinte BMW-Chef Harald Krüger, dass sich die Autoindustrie von Internetkonzernen wie Apple und Google „noch einiges abschauen könnte.”

Die Autobranche steht gerade vor einem signifikanten Wandel. Dabei strecken alle führenden Hersteller ihre Fühler in jede nur denkbare Richtung aus. So auch BMW, wie der Vorstandsvorsitzende Harald Krüger in einem Interview durchblicken ließ. Als Beispiel nannte Krüger, dass die Kunden erwarten, dass verfügbare Software sofort überspielt wird und sie sie nicht erst beim Kauf eines neuen Autos bekommen.

 

Außerdem fällt dem Vorstandsvorsitzenden „das unglaubliche Tempo im Silicon Valley positiv auf, mit dem neue Geschäftsideen und technologische Innovationen umgesetzt und realisiert werden.“ Nach den kürzlich aufgetretenen Gerüchten rund um die Verwendung der i3 Plattform für Apples Auto, meinte der darauf angesprochene Manager: „Wir sind regelmäßig mit Unternehmen aus der internationalen IT-Branche im Austausch - das gilt auch für Apple.“ Dabei gehe es jedoch eher um die Vernetzung der Fahrzeuge.

 

Im ersten Halbjahr fiel BMWs Betriebsergebnis im Autosektor um 16 Prozent, das bessere Ergebnis im Kredit- und Leasinggeschäft konnte dies nur teilweise ausgleichen. Dennoch hält der deutsche Automobilhersteller an der Jahresprognose fest.