Jetzt wird wirklich Gas gegeben

Jetzt wird wirklich Gas gegeben

Erdgas ist als Kraftstoff stark unterschätzt. Dabei hat CNG (Compressed Natural Gas) nicht nur eine gute Energie- und Umweltbilanz vorzuweisen, sondern weiß, auch kostenseitig zu überzeugen.

Erdgas hat ein Image-Problem. Viele Leute schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, wenn von Erdgasautos die Rede ist. Man könne damit ja in keine Garagen fahren, die Autos wären deutlich teurer als Benzin- oder Dieselfahrzeuge und überhaupt gäbe es da ja noch ein großes Sicherheitsproblem, schließlich wäre die Explosionsgefahr eine große ... Der Fachverband Gas&Wärme sowie die OMV haben gemeinsam mit Autoherstellern in den letzten 20 Jahren schon mehrfach gegen diese Vorurteile angekämpft, allein, geholfen hat's bis dato reichlich wenig. Wirft man einen Blick in die Zulassungsstatistik, so liegen die Erdgasautos noch deutlich hinter den nach wie vor nicht gerade boomenden E-Autos weit abgeschlagen. Die bisherigen CNG-Initiativen verliefen zumeist schnell im Sand, wozu aber nicht nur die genannten Vorurteile - die übrigens allesamt falsch sind -, sondern auch der Handel selbst beigetragen hat. Im Zweifel wurde dann doch der Diesel gepriesen und verkauft.

Große Erdgas-Modellpalette

Das soll sich nun alles ändern, geht es nach den Bossen der Porsche Holding und der OMV, Dr. Hans Peter Schützinger und Dr. Rainer Seele. "Die kurzfristige Verfügbarkeit macht CNG zu einem wichtigen Baustein zur Gesamtstrategie des Volkswagen Konzerns zur umweltfreundlichen Mobilität der Zukunft. CNG besticht auch durch hohe Wirtschaftlichkeit und wir bieten eine breite CNG-Angebotspalette. Wir freuen uns, mit der OMV einen starken Partner zu haben, der CNG nachhaltig bereitstellt", so Schützinger. Und tatsächlich ist das CNG-Fahrzeugangebot groß wie nie. Vom VW up! über den Polo, den Golf samt Variant sowie den Caddy und den Caddy Maxi reicht die Palette bei VW. Audi bietet A3 Sportback und A5 Sportback, Seat Ibiza, Arona und Leon sowie Leon ST und Skoda ist mit dem Octavia Combi im Rennen um die Gunst der Kunden. Als besonderes Zuckerl tankt man bis zu 15.000 Kilometer im ersten Jahr gratis. Aber auch ohne diese Aktion kann sich die Kostenbilanz der CNG-Fahrzeuge sehen lassen. Gegenüber Diesel, so Schützinger, betrage der Preisvorteil beim Tanken 33, gegenüber Benzinmotoren sogar 50 Prozent. Da auch die Restwerte auf das Niveau von Benzinern angeglichen wurden, spiegelt sich der Preisvorteil auch in den TCO wieder. Ziel sei es, relativ schnell über 4.000 CNG-Fahrzeuge in den Markt zu bekommen. Ausgehend von insgesamt nur 641 Zulassungen im Vorjahr, ein durchaus ambitioniertes Ziel, das von der OMV mit einem Infrastruktur-Investitionsvolumen von mindestens zehn Millionen Euro unterstützt wird. "Gas hat großes Potenzial, ist ein Vielkönner und als solcher Wegbereiter für eine sichere und umweltfreundliche Energiezukunft. Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit der Porsche Holding das Thema CNG vorantreiben. Im Mobilitätsbereichführt der Einsatz von Gas zu relevanten CO2-, Stickoxid-und Feinstaub-Einsparungen und bietet viele Vorteile für unsere Kundinnen und Kunden."