Das waren die Live-Webinare!

Das waren die Live-Webinare!

Not macht bekanntlich erfinderisch und so hat das Team der FLOTTE in der Corona-Krise kurzfristig eine Live-Webinar-Reihe ins Leben gerufen, die sich mit unterschiedlichen Themen beschäftigt hat. Ein Rückblick.

Nach dem Überwinden des Lockdown-Schocks haben wir uns überlegt, wie wir trotz des Ausfalls der Mai-FLOTTE unsere Leser bestmöglich informieren können. Ein Mittel war freilich der wöchentliche Newsletter, der sich gerade in den letzten Wochen großer Beliebtheit erfreut hat. Parallel dazu haben wir gemeinsam mit unserem langjährigen Partner, dem TÜV Austria Automotive, eine Live-Webinar-Reihe unter dem neuen Label "FLOTTE WISSEN" ins Leben gerufen. Ziel war es, Fuhrparkleiter über Einsparungsmöglichkeiten während der Krise, die Chance der E-Mobilität und rechtliche Belange zu informieren. Für jeden der drei Teile standen namhafte Experten Rede und Antwort, schließlich war es den Teilnehmern möglich, direkt ihre Fragen live zu stellen.

Wichtige Tipps rund um Leasing und Fuhrparkmanagement

Im ersten Live-Webinar war das Thema "Flexibles Leasing & Fuhrparkmanagement in der Corona-Krise". Als Vortragenden konnten wir mit Dipl.-Ing. Renato Eggner, Vorsitzender des Fuhrpark-Ausschusses beim VÖL (Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften), einen echten Profi auf diesem Gebiet gewinnen. Mag. Christian Rötzer, Geschäftsführer TÜV Austria Automotive, betonte in seiner Einleitung dabei die unterschiedlichen Situationen, in denen sich die Fuhrparks derzeit befinden, was sich auch in unserer Corona-Umfrage (Seite 14) bestätigt hat. Renato Eggner ging zunächst auf die Basics im Fuhrparkmanagement ein und zeigte auf, wie und wo man Kosten einsparen kann und wie sich die Kosten eines Fahrzeuges überhaupt zusammensetzen. Der Bogen reichte von der Fahrzeugauswahl auf Basis der TCO über die Entwicklung beim Wertverlust und eine damit einhergehende, optimale Nutzungsdauer bis zu den verschiedenen Kosten für Wartung, Reifen, Kraftstoff, Versicherung und Schäden. Ein besonders wichtiges Kapitel war dann das Thema "Einsparungsmöglichkeiten in der Corona-Krise", bei der Eggner praktische Tipps aufzeigte wie etwa die Prüfung, ob die Verlängerung bestehender Verträge Sinn macht oder auch die Kilometerleistung vertraglich anzupassen oder Kennzeichen für nicht genutzte Fahrzeuge zu hinterlegen.

E-Mobilität als Chance in der Krise

Im zweiten Live-Webinar von FLOTTE WISSEN stand die E-Mobilität im Mittelpunkt. Experten des TÜV Austria erklärten die Vorteile und zeigten konkrete Berechnungsbeispiele. Das Interesse war von Beginn an sehr groß, die E-Mobilität ist ein Thema, das bewegt und jedenfalls niemanden kalt lässt. Gerade in Firmenfuhrparks haben Elektrofahrzeuge viele Vorteile aufzuweisen, dank verschiedener Maßnahmen wie Förderungen, Vorsteuerabzug und der Befreiung vom Sachbezug sind sie auch aus wirtschaftlicher Sicht absolut interessant. Die von den Experten des TÜV Austria durchgeführten TCO-Vergleichsrechnungen gegenüber herkömmlich betriebenen Fahrzeugen stellten klar, dass der auf den ersten Blick mitunter deutlich höhere Anschaffungspreis eines E-Autos durch die oben genannten Maßnahmen schnell schmilzt und unterm Strich günstiger ist, als oft vermutet. Doch nicht nur die wirtschaftlichen Aspekte wurden von Dipl.-Ing. Klaus Alberer, beim TÜV Austria für den Bereich New-Mobility zuständig, und Bernhard Stadler, Fuhrparkspezialist und Fuhrparkleiter des TÜV Austria, erörtert, auch wichtige Punkte wie Ladeinfrastruktur oder ein genereller Blick auf die Kostentreiber des Fuhrparks wurden behandelt.

Die oftmals unterschätzte Haftung des Fuhrparkleiters

Das dritte Live-Webinar behandelte das spannende Thema "Die Haftung des Fuhrparkleiters", ein vielfach stark unterschätztes Thema. Frei nach dem Motto "Fuhrparkleiter werden ist nicht schwer, Fuhrparkleiter sein, dagegen sehr" widmete Rechtsanwalt Dr. Martin Brenner den Schwerpunkt seines Live-Webinars auf das Haftungsthema des Fuhrparkleiters. Ein Thema, über das sich viele noch gar keine Gedanken gemacht haben und sich dadurch auch des Risikos nicht bewusst sind. Dabei kann das schwerwiegende Folgen haben. Vor allem dann, wenn mittels einer Delegation dieses Risiko von der im Regelfall haftenden Geschäftsführung an den Fuhrparkleiter übertragen wird. Die Größe des Fuhrparks spielt dabei übrigens keine Rolle. Weiters betonte Brenner die Bedeutung der Car-Policy, in der für die Mitarbeiter auf verschiedene Dinge wie etwa Einhaltung der Pickerltermine, Räderwechsel und vieles mehr geregelt sind. Am Ende des Tages muss aber dennoch der Fuhrparkleiter dafür Sorge tragen, dass diese Dinge auch eingehalten werden.

Nach der erfolgreichen Premiere möchten wir in unregelmäßigen Abstände weitere FLOTTE-WISSEN-Live-Webinare anbieten und halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.