Es war uns ein Fest!

Es war uns ein Fest!

Die siebte Auflage der FLEET Convention ging am 21. Juni erfolgreich über die Bühne. Wir blicken zurück auf die Highlights und die spannendsten Themen.

Fakten, Praxis, Technik, Ausblick – es ist gar nicht so leicht, die Themengebiete der diesjährigen FLEET Convention unter einem Begriff zu bündeln. Zu vielfältig die Vorträge, zu breit die Ansätze, wie und mit welchen Mitteln die Fuhrpark-Branche zu agieren hat. Unübersehbar jedenfalls war die Tatsache, dass der Wandel auf vielen Ebenen auf uns alle zukommt. Und diese Vielfalt der Herausforderungen und wie man ihnen am Besten begegnet, konnte in kompakter Form auf die Bühne der Wiener Hofburg dargestellt werden.

Ein vielfältiger Ansatz, der gut ankam. Mehr als 600 Besucher fanden sich am 21. Juni im altehrwürdigen Gebäude am Wiener Heldenplatz ein, um sich umfassend über die Fragen der kommenden Jahre zu informieren – aber nicht nur bei den Experten auf der Bühne. 37 Aussteller präsentierten im Erdgeschoss Produkte und Dienstleistungen rund um das Flottengeschäft, wobei der Wandel und die derzeit besonders geforderte Innovation schon längst im Alltag angekommen ist. Neben klassischen Geschäftsmodellen ist ein Trend hin zu smarten Mobilitätslösungen deutlich zu erkennen. Software-basierende Administration, Share-Lösungen, Mietvereinbarungen – fast nichts, was es nicht gab, und was alles in allem zeigt, dass gerade die Autobranche, der gerne nachgesagt wird, ewig gestrig und innovationslos zu sein, schon längst in der Zukunft angekommen ist, die heute schon Realität ist. 

Vielfalt
Ein Mix, den wir versucht haben, auch bei der Vortragsreihe zu verwirklichen. Aktuelle Zahlen und Marktentwicklungen, Best practice, CO2-Neutralität – der Vormittag (die Vorträge dazu finden Sie HIER) war die Zeit der harten Fakten. Experten und Praktiker brachten Einblicke in europäische Märkte, Lösungen für Einsparpotenziale und die Steigerung der Effizienz im Alltag, der einen meist mit zahlreichen Kleinigkeiten den Blick auf die großen Fragen verstellt. Das zeigte sich auch bei der heurigen Podiumsdiskussion: E-Mobilität und die nächsten Schritte. Was soll wann gefördert werden? Was funktioniert? Was dauert schon ewig? Es waren durchaus konträre Ansichten, aber im Endeffekt benötigt es Reibungspunkte, damit ein geschliffenes Ergebnis heraus kommt.

Dass die Mittagspause im Endeffekt zwei Stunden in Anspruch nahm, mag auf dem Papier als etwas übertrieben wirken. Wenn man sich die Gesprächsrunden, die vollen Ausstellerstände oder die permanent Nachschub liefernden Catering-Mitarbeiter aber ansah, wurde schnell ersichtlich, dass hier keine Minute zu lang angesetzt war. Der Kommunikationsbedarf ist hoch wie nie. Und wie ersten Besucherstimmen zu entnehmen war, ist der direkte Kontakt, das Gespräch unter vier Augen einfach durch keine Online-Veranstaltung der Welt zu ersetzen.

Brennpunkt Fuhrpark
Stichwort Ersetzen: Trifft das vielleicht auf das Auto auch zu? Wir meinen: definitiv nicht, und dennoch gibt es Tendenzen vor allem in Ballungszentren, die die Benutzung des eigenen Firmenwagens zumindest teilweise einschränken wird. Eine heiß diskutierte Thematik, der wir uns aber aktiv stellen und ansprechen. Und entsprechend haben wir das Nachmittagsprogramm (die Vorträge finden Sie HIER) gestaltet. Was, wenn die Geschäftsleitung alternative Beförderungslösungen vorschreibt? Was, wenn die Mitarbeiter aber dagegen sind? Was, wenn es einfach nicht mehr genug Platz für alle Autos gibt? Oft wird es einem nicht leicht gemacht, doch gerade ein leichter Zwang kann oftmals besonders kreative Lösungen nach sich ziehen.

Zum Schluss ging es dann noch einmal tief in die Praxis der Fuhrparkbetreiber. Rechte und Pflichten – ein Reservoir an Missverständnissen und Schlaglöchern, das wir ausheben und bearbeiten wollten. Dass wir uns zum Schluss im Rahmen der Keynote bewusst einen Blick über den Tellerrand gönnten, mag zu Beginn ein wenig befremdend gewirkt haben. Schließlich ist Stephan Jansen unter anderem Fahrradhändler. Und dennoch – als Berater der Autoindustrie blickt er auf vielen Ebenen gleich ein paar Jahre weiter in die Zukunft als andere, um Probleme aufzuzeigen, die uns alle einholen könnten, wenn wir nicht rechtzeitig auf CO2-Bilanzen und Modernisierungen achten.