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Spritpreise: 2023 sorgte für Entspannung

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Spritpreise: 2023 sorgte für Entspannung
Foto von Nikola Johnny Mirkovic auf Unsplash

Generell wurde das Autofahren dennoch teurer. Und auch 2024 wird sich dieser Trend fortsetzen.

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Es war zugegeben etwas ungewohnt, dass Diesel teurer war als Benzin, doch ansonsten verlief das Jahr 2023 zumindest an den Zapfsäulen dieses Landes überraschend versöhnlich. Für den Liter Diesel zahlte man heuer im Durchschnitt 1,639 Euro je Liter und damit rund 18 Cent weniger als im Vorjahr, was umgelegt auf den durchschnittlichen Jahresbedarf eine Ersparnis von rund 150 Euro ergab. Für Super zahlte man im Schnitt 1,591 Euro, also um rund 13 Cent weniger als 2022. Ersparnis über den Jahresbedarf: immerhin noch 90 Euro. 
Die gesunkenen Preise können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Kraftstoffe gegenüber 2019 – also vor dem pandemiebedingten Einbruch – um 30 bis 40 Prozent teurer geworden sind. Rund zehn Prozentpunkte dieser enormen Steigerung entfallen auf die zusätzliche CO2-Bepreisung, für die es im Gegenzug allerdings den regionalen Klimabonus gibt.

Autofahren teurer
Trotz deutlich niedrigerer Spritpreise wurde Autofahren letztes Jahr nicht günstiger, was eine erste Schätzung des ÖAMTC auf Basis der Werte des Pkw-Index der Statistik Austria ergab: In Summe musste man mit zwei Prozent Mehrkosten rechnen, wobei deutliche Preissteigerungen beim Fahrzeugkauf – egal ob gebraucht oder neu – bei Reifen bzw. Ersatzteilen, aber auch höhere Kosten für Reparaturen und Wartung die Nachlässe beim Sprit mehr als nur aufgefressen haben.

Interessant auch, wie unterschiedlich sich die Preise der Kraftstoffsorten entwickelten: Diesel fiel von Jahresbeginn bis Mai (dem günstigsten Tankmonat) um rund 30 Cent, um anschließend wieder bis Oktober, dem teuersten Monat, um rund 30 Cent zu steigen. Super war hingegen zumindest bis Juli konstant. Anfang August kosteten die beiden Hauptsorten dann annähernd gleich viel, ehe es für beide bergauf ging, wobei die Preise für Diesel merklich stärker anzogen. Insbesondere ein Sprung in der ersten September-Hälfte führte zu Diesel-Preisen die – wie auch aktuell – rund 10 Cent über jenen für Super lagen.
Diesel war somit 2023, wie auch schon erstmalig 2022, im Jahresdurchschnitt teurer als Benzin – eine Situation, die zumindest vorerst erhalten bleiben wird, und nicht nur das.

Bei Diesel zeigt sich nämlich auch weiterhin eine deutliche Entkopplung von den Ölpreisen – wäre das nicht der Fall, müsste Diesel aktuell rund 15 Cent günstiger sein.

Aktuelle Preise
Derzeit liegt man ungefährt auf dem Niveau von vor dem Ukraine-Krieg. Damals kostete der Liter Super bzw. Diesel rund 1,50 Euro. Aktuell bezahlt man für Super sogar etwas weniger als im Februar 2022. Auch die Dieselpreise nähern sich wieder jenen Werten an, die knapp vor dem Krieg zu zahlen waren. Ohne die zusätzliche CO2-Bepreisung, die im Oktober 2022 eingeführt wurde, wären beide Kraftstoffsorten um rund 10 Cent (inkl. USt.) günstiger.

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