Fit für den Fahrzeugbau von Morgen

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Fit für den Fahrzeugbau von Morgen

Wilfried Mennel unterrichtet in der Werkstatt der Karosserie-Akademie die modernen Reparaturmethoden, unter anderem das Schweißen von hochfesten Stählen und Aluminium

MO' Drive rüstet sich mit einem innovativen Aus- und Fortbildungskonzept für den Fahrzeugbau von Morgen. Ing. Wolfgang Weinberger, Geschäftsleiter von MO' Drive, und Wilfried Mennel, Geschäftsführer der Karosserie-Akademie in Alberschwende, über die Hintergründe und Lerninhalte.

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Leichtbau für mehr Energieeffizienz, Stoßabsorption beim Crash und sensorgestützte Elektronik. "Im Ernstfall muss die Fahrgastzelle stabil bleiben. Damit das gelingt, verfügen moderne Autos über Knautschzonen, die sich bei einer Kollision in Bruchteilen von Sekunden nach einem ausgeklügelten Konstruktionsplan verformen und dabei die Aufprallenergie aufnehmen", erläutert Wolfgang Weinberger. Der Wermutstropfen: Auch weniger dramatische Kollisionen setzen eine komplexe Verformung in Gang und müssen nach Herstellervorgaben wieder hergestellt oder ausgetauscht werden. Eine Aufgabe, die durch den Einsatz von alternativen Werkstoffen wie Aluminium, Magnesium und kohlefaserverstärkten Kunststoffen immer höhere Anforderungen an das Know-how und die Werkstattausstattung stellen.

Modulare Ausbildung

"Wir haben uns daher entschlossen, ein eigenes Aus-und Fortbildungsprogramm auf die Beine zu stellen und werden heuer vierzig Karosserietechniker/innen unter anderem in den modernsten Fügeund Schweißtechniken ausbilden", so Weinberger. Zusätzlich zu hausinternen Trainings sind externe Seminare in Zusammenarbeit mit der Karosserie-Akademie Wilfried Mennel in Alberschwende geplant. Die Karosserie-Akademie ist MO' Drive-Netzwerk-Partner für Vorarlberg und zählt zu den führendenAusbildungsstätten für modernen Karosseriebau. "Mit Wilfried Mennel konnten wir nicht nur einen hervorragenden Experten, sondern auch den besten Vortragenden für die theoretische und praktische Wissensvermittlung von handwerklicher Perfektion und Werkstatt-Management gewinnen", freut sich Weinberger. Dabei ist die Ausbildung modular aufgebaut. Von "Neue Fügetechniken im Automobilbau" über die Instandsetzung der Karosserieaußenhaut und Aluminiumreparaturmethoden bis zum "Betriebsund Schadenmanagement im Kfz-Bereich" sowie dem berufsbegleitenden Lehrgang zum "Karosserie Reparatur Manager", der gleichzeitig als Vorbereitungskurs für die Meisterprüfung dient, reicht das Spektrum.

Lernen in Kleingruppen

Alle positiv abgeschlossenen Seminarbesuche werden in einen Fortbildungspass eingetragen. "Die im Pass vorgesehenen Ausbildungen können ab dem dritten Lehrjahr begonnen werden und sind ein zentraler Baustein für die Karriereplanung bei MO' Drive", erläutert Weinberger. "Sie sind aber auch ein Teil unseres Employer-Brandings, denn immer mehr junge Menschen schauen genau, welche Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten ihnen ein neuer Lehrherr oder Arbeitgeber bietet. Wir liefern ihnen eine starkes Argument, das engagierte Bewerber anzieht und zur langjährigen Firmentreue beiträgt." Im laufenden Jahr sollen vierzig Mitarbeiter in das neue Personalentwicklungskonzept einsteigen. Laut Wilfried Mennel steht dabei das "LearningBy Doing" im Fokus. Er verspricht, dass sich "die Kleingruppen mit sechs bis zwölf Teilnehmern die meiste Zeit in der Werkstatt aufhalten und dort die Anwendungsmethoden am praktischen Beispiel üben werden". (RED)
 

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