"Freude wird nur kurz sein"

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Auf den ersten Blick sind Kurzzulassungen und Rabatte für (Flotten-)Kunden positiv. Doch auf Dauer zahlen auch die Kunden die Rechnung für den beinharten Konkurrenzkampf der Autobauer, kritisiert ein einflussreicher Fuhrparkmanager.

Auch inÖsterreich zählt GE Auto Service Leasing zu den kompetentesten Flottendienstleistern. Das Wort von Ludger Reffgen, Mitglied der Geschäftsleitung der deutschen Mutterfirma, hat daher Gewicht. Der erfahrene Manager warnt vor dem "Heranrollen" einer neuen Autokrise. "Zunehmend werfen sich die Hersteller in Preiskämpfe, um ihre Absatzziele nicht elementar zu verfehlen. Strahlende Gewinner dieser Krise scheinen auf den ersten Blick natürlich Neuwagenkäufer oder Leasingnehmer zu sein. Aber bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass diese Freude nicht von langer Dauer sein wird."

Rabatte gefährden Restwerte "Große Preisnachlässe bei Neuwagen üben aber ebenfalls großen Druck auf den Gebrauchtwagenmarkt aus und bedeuten am Ende einen niedrigeren Restwert", weiß Reffgen. Sinkende Restwerte würden wiederum die monatlichen Kosten in die Höhe treiben. "So werden die steigenden Rabatte durch die sinkenden Restwerte kompensiert. Die Freude über die Rabattschlacht wird also nicht lange anhalten." Eine gewisse Zurückhaltung in Rabatt-Angelegenheiten ortet Reffgen noch bei den deutschen Herstellern: "So locken sie zwar nur in geringem Maß Käufer mit drastischen Rabatten, zeigensich aber einfallsreich und großzügig bei Ausstattungspaketen." Diese Strategie sei für alle Beteiligten zielführender. Auf Dauer, ist der Fuhrparkexperte überzeugt, führt aber kein Weg am ungehinderten Wirken der Marktgesetze auf dem bisher von Überproduktionen gekennzeichneten Automobilmarkt vorbei. (HAY)

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