Ende gut, nicht immer alles gut

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Ende gut, nicht immer alles gut
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Ist das Firmenfahrzeug am Ende der Laufzeit angekommen, wird es aus dem Fuhrpark ausgeschieden. Und dabei läuft nicht immer alles glatt, wie auch manch leidgeprüfter Fuhrparkleiter weiß.

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Eigentlich ein Prozess, der regelmäßig in allen Fuhrparks vorkommt. Und doch gibt es immer wieder Unbehagen. Die Rede ist von der Verwertung jener Fahrzeuge, die am Ende ihrer Laufzeit angekommen sind. Gerade im Falle einer Finanzierung stellt man sich die Frage, wie man das Maximum herausholt. Die Rückgabe an den Leasinggeber ist eine Möglichkeit, wer seine Fahrzeuge mittels Operating-Leasing finanziert, für den ist das sogar die einzige Möglichkeit. Ein Ankauf und eine anderweitige Verwertung ist in diesem Fall ja nicht vorgesehen. Dieses Szenario gibt es zum Beispiel im Fuhrpark von Steffen Peschel, der bei Siemens für die Firmenautos verantwortlich ist.

Vorsicht vor zu hohen Abwertungen bei Schäden

Peschel hat auch bereits schlechte Erfahrungen bei der Rückgabe an den Leasinggeber gemacht: "Es gibt teilweise sehr hohe Abwertungen bei Schäden und zum anderen extrem lange Wartezeiten, bis die Leasingfirmen die Fahrzeuge bewertet und abgerechnet haben." So oder so beschleicht einen dabeidas Gefühl, dass hier auf Kosten des Kunden ein Körberlgeld gemacht wird. Daher ist bereits bei der Anschaffung des Fahrzeuges eine gesunde Portion Skepsis angebracht. Sticht ein Angebot mit besonders niedrigen Raten heraus, besteht zumindest die Gefahr, dass man am Laufzeitende mit einem unter dem Marktwert liegenden Restwert oder mit überzogenen Nachforderungen etwa bei Kleinschäden konfrontiert wird. Wir im Verlag haben dabei selbst erlebt, dass einem Fahrzeug mit einem Marktwert von rund 7.000 Euro - großteils ungerechtfertigte, da normale Abnutzung betreffende - Schäden in Höhe von 6.000 Euro attestiert wurden, womit das Auto am Papier einen Restwert von 1.000 Euro gehabt hätte Im Falle von Siemens werden die auszuscheidenden Fahrzeuge übrigens vor der Rückgabe von externen Gutachtern unter die Lupe genommen.

Im Fuhrpark der Brau Union - hier werden die Fahrzeuge ebenfalls mittels Operating Leasing finanziert - gibt es bei der Rückgabe ein bestimmtes Prozedere, wie Franz Koprax, zuständig für den Einkauf, erzählt: "Bei der Rückgabe durchlaufen die Fahrzeuge einen festgelegten Prozess. Im Rahmen eines Service Level Agreements ist dieser, gemeinsam mit dem Leasingunternehmen, definiert und abgestimmt. Unliebsame Überraschungen gibt es manchmal schon, allerdings ist der Grund zumeist ein nicht gemeldeter Schaden, der erst bei der Rückgabe zutage tritt."

Alternative Vermarktungsmöglichkeiten als Chance

Was bei Großfuhrparks oftmals aus organisatorischen Gründen nicht gemacht wird, sei kleineren Unternehmen dringend empfohlen. Die Rede ist von einer Aufbereitung der Fahrzeuge. Es kann sich durchaus lohnen, 200 Euro zu investieren, wenn im Anschluss ein Vielfaches mehr übrig bleibt. Wer seine Fahrzeuge nicht im Operating-Leasing finanziert, der tut gut daran, alternative Wege der Vermarktung (Beispiele auf den kommenden Seiten) anzusehen, um am Ende der Laufzeit kein Geld zu verschenken.
 

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