Test: Mercedes Sprinter 317 Kofferaufbau
Haben Sie viel, also wirklich sehr viel zu transportieren? Dann ist der Mercedes Sprinter mit dem Kastenaufbau in der La...
Haben Sie viel, also wirklich sehr viel zu transportieren? Dann ist der Mercedes Sprinter mit dem Kastenaufbau in der Langversion die richtige Wahl – mit Einschränkungen.
Sieben Meter und 12 Zentimeter: Das sind, nur als Vergleich, um gut zweieinhalb Meter mehr als ein VW Golf oder fast doppelt so viel wie ein Renault Twingo. Dementsprechend vorausschauend sollte man mit dem Mercedes Sprinter 317 CDI Koffer Select lang (so die offizielle Bezeichnung) unterwegs sein: In engen Kurven, in Sackgassen oder beim Rangieren – und man braucht wegen der Ladebordwand zwei normale Parklücken, weil sonst geht da gar nichts.
835 Kilogramm Nutzlast
So weit die Einschränkungen – zu denen mit der Höhe (3,21 Meter) und dem Gewicht zwei weitere kommen: Denn der weiße Riese wiegt in dieser Konfiguration 2.665 Kilo. Das Gute daran: Mit einem herkömmlichen B-Führerschein ist ein derart großer Lieferwagen noch legal zu lenken, solange man sich ans Gewichtslimit von 3,5 Tonnen hält. Die Nutzlast liegt also bei 835 Kilogramm, das ist für dieses Volumen nicht allzu viel.
Und jetzt zum Laderaum: 2,19 Meter beträgt die Portalhöhe, 2,15 Meter ist der Koffer breit und 4,38 Meter lang. Auch wer noch nie eine Ladebordwand benutzt hat, kommt mit den Knopferln für das Kippen, Absenken und Heben bald zurecht – zuvor muss man nur den Schalter neben dem Lenkrad drücken: Nur wenn das rote Licht leuchtet, funktionieren die Schalter an der Bordwand (oder die Fernbedienung). Mittelgroße Dinge kann man auch durch die Tür auf der Seite einladen.
Der 170 PS starke Dieselmotor leistet brav seine Arbeit: Die perfekte Wahl, ein derart schweres Gefährt von A nach B zu bringen, und er ist dabei durchaus sparsam – je nach Beladung und Strecke sind es 10 Liter oder auch leicht darüber. Der Einstieg durch die beiden großen Türen ist perfekt, die 3 Sitzplätze sind gut benutzbar. Die Bedienung ist intuitiv, nur das berühmte Ausschalt-Knopferl für den Tempobegrenzer erschließt sich nicht sofort. Die 9G-Tronic ist fein, da sich der Lenker aufs Fahren konzentrieren kann und nicht schalten muss, man kann aber wohl auch darauf verzichten, was 2.752 Euro spart.
Ein großes Auto ist nicht günstig
In der Konfiguration, die uns der Importeur zur Verfügung gestellt hat, kostet der große Mercedes 84.912 Euro (netto): Die Vorderachse mit erhöhter Traglast, der Kofferaufbau, Sicherheits- und Winterpaket sowie diverse Lampen, Querträger und Vorrüstungen haben ihren Preis...
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