Die Geburt eines Winterreifens

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Als Autofahrer denkt man meistens nicht darüber nach oder weiß oft auch gar nicht, wie viel Entwicklungsarbeit und Knowhow in jenem Produkt steckt, das zu den wichtigsten Komponenten eines Fahrzeugs zählt. FLOTTE&Wirtschaft hat den Machern des GoodYear Ultra Grip 9über die Schulter geschaut.

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Dass Reifen zumeist schwarz und rund sind, ist keine wirkliche Neuigkeit. Und doch liegt genau dieser Tatsache das Problem zugrunde, dass die Unterschiede auf den ersten Blick schlichtweg nicht wahrnehmbar sind. Die Qualität eines Reifens -egal ob Sommer-,Winter-oder Ganzjahrespneu - zeigt sich erst beim Test unter realen Bedingungen. Bevor Organisationen wie der ÖAMTC oder der ARBÖ die Produkte testen können, prüfen die Reifenhersteller selbst jede Serie auf Herz und Nieren.

Zu Beginn ist die Design-Abteilung am Zug

FLOTTE&Wirtschaft hatte die exklusive Möglichkeit, den Entwicklungsprozess des nagelneuen GoodYear Ultra Grip 9 im Schnelldurchgang zu durchlaufen und dabei auch den einen oder anderen Blick hinter die Kulissen zu erhaschen. Bevor es an die eigentliche Entwicklung geht, tüftelt zunächst die Designabteilung am Look des Reifens. Zwischen drei und fünf Zeichner bringen zunächst Vorschläge aufs Papier, die dann in den Computer übertragen werden. Gemeinsam mit den Entwicklungsingenieuren wird dann nicht nur der Aufdruck auf der Flanke, sondern auch das Profil ausgewählt.

Ziel ist die bestmögliche Ausgewogenheit

Parallel dazu wird im Labor eifrig an der richtigen Gummimischung gearbeitet. Die Ansprüche an Winterreifen sind besonders groß, nicht umsonst gilt diese Reifenart als die Königsklasse. Denn im Gegensatz zu Sommerpneus muss der Reifen im Winter nicht nur mit trockener Fahrbahn und Nässe umgehen können, sondern klarerweise auch besten Grip auf Schnee und Eis liefern. Da es hier zuInteressenskonflikten kommt, ist die Aufgabe der Ingenieure, die beste Ausgewogenheit zu schaffen.

Auf die richtige Mischung kommt es an

Der GoodYear Ultra Grip 9 ist zum Beispiel etwas weicher als sein Vorgänger, was den Schneegrip verbessert. Gleichzeitig ist es den Entwicklern aber gelungen, auch die Haftung auf Nässe und bei Trockenheit weiter zu verbessern. Nicht weniger als 15 (!) unterschiedliche Gummimischungen kommen übrigens bei einem einzigen Reifen zum Einsatz. Wurde die Mischung im Labor für gut befunden, werden erste Prototypen angefertigt, beim UG9 waren es insgesamt 3.000 Stück. In weiterer Folge sind dann die Testfahrer gefragt, die nach genauen Kriterien nicht nur ihre Messgeräte auswerten, sondern auch ihre subjektiven Eindrücke mit einfließen lassen.

2.400 Lamellen pro Reifen

In aufwendigen Tests rund um den Globus wird der Reifen dann so lang weiterentwickelt, bis er alle Kriterien mit Bravour erfüllt. Im Zuge dieser Entwicklung hat GoodYear auch beschlossen, zwei unterschiedliche Profildesigns, abhängig von der Breite auf den Markt zu bringen. Die schmäleren Pneus sind mit einer zusätzlichen Mittelrille ausgerüstet, die breiteren kommenohnedieseZusatzrille aus. Pro Reifen gibt es übrigens beeindruckende 2.400 Lamellen in 2D- und 3D-Ausführung. Besonderes Merkmal des neuen Good- Year Ultra Grip 9 ist die an mehreren Stellen ins Profil eingelassene Schneeflocke, die als Indikator für die Abnutzung des Reifens dient. Verschwindet die Schneeflocke, ist es an der Zeit, den Reifen auszutauschen.

GoodYear UG9 in 33 Größen

Der GoodYear Ultra Grip 9 ist in 33 Größen zwischen 14 und 16 Zoll, 155 bis 205 mm Breite und einem Querschnitt von 55 bis 70 erhältlich. Damit wird 90 Prozent des Standardmarktes abgedeckt.

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