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BMW 320d xDrive: Aus Freude am Sachbezug-Sparen

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BMW 320d xDrive: Aus Freude am Sachbezug-Sparen

Langsam, aber sicher sinkt die für den Sachbezug relevante CO2-Grenzen in Regionen, wo in vielen Segmenten kaum noch Fahrzeuge zu finden sind. Mit dem neuen 320d xDrive beweist BMW, dass sich selbst Allradantrieb noch ausgeht.

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Umweltschutz hin oder her, es ist schon ein Jammer, dass die Umstellung auf den neuen WLTP-Testzyklus das Sachbezugsdilemma noch einmal verschärft hat. Schließlich bleiben immer weniger Fahrzeuge übrig, mit denen man sich noch im niedrigeren, 1,5-prozentigen Sachbezug bewegt, mit der 2019 geltenden Grenze von 121 Gramm CO2 pro Kilometer. Während der Zug für größere SUV und Oberklasse-Modelle schon längst abgefahren ist, geht es nun auch der bei Firmen oft beliebten, oberen Mittelklasse an den Kragen, zumindest dann, wenn man - wie immer mehr Österreicher - gerne vier angetriebene Räder hätte. Die Mercedes C-Klasse schafft als 220 d 4MATIC die Grenze ebenso wenig wie der Audi A4 40 TDI quattro, der Volvo V60 AWD oder ein Exote wie der Jaguar XE D180 AWD. BMW hat mit der neuen 3er-Reihe aber ein Ass im Ärmel, das den versammelten Mitbewerb aussticht. Schließlich ist die 320d xDrive Limousine das aktuell einzige Auto im Wettbewerbsumfeld, das den Grenzwert mit 119 Gramm sogar noch leicht unterbietet. Was wiederum denangenehmen Nebeneffekt hat, dass selbst die von uns getestete Variante mit dem M-Sportpaket mit dann 121 Gramm 2019 noch im grünen Bereich liegt.

Ein Herz aus Österreich

Wer das mit über 5.000 Euro nicht gerade günstige Sportpaket ordert, bekommt auch Zugriff auf die Außenfarbe Portimao-Blau, die unserer Meinung nach schönste Farbe für den neuen 3er. Wie überhaupt die Linienführung sehr gelungen ist. Die Nieren in verträglicher Größe, der Heckabschluss sportlich-elegant, so muss der Evergreen aus Bayern aussehen. Und in diesem Outfit ist auch schnell klar, warum ein Auto ein wichtiger Baustein in Sachen Mitarbeiter-Motivation sein kann. Erst recht, wenn der dann 25 Prozent - so groß ist der Sprung von 1,5 auf zwei Prozent nämlich - an Sachbezug sparen kann. Quasi zum Drüberstreuen sei nicht ohne Stolz vermeldet, dass das Triebwerk unter der Haube ein waschechter Österreicher ist und aus Steyr kommt. Doch dazu später. Nehmen wir erst einmal Platz im Testauto. An Extras wurde hier freilich nicht gespart, auch abseits des M-Paketswurden hier eifrig Häkchen auf der Liste der Optionen gemacht. Ein Muss sind die im Sportpaket enthaltenen Sportsitze, die mit ausziehbarer Schenkelauflage und einstellbarer Sitzbreite die perfekte Mischung aus Sport und Komfort darstellen. Das Platzangebot ist ordentlich, auch in Reihe zwei sitztman als größerer Passagier gut, der Kofferraum fasst wie beim Vorgänger 480 Liter, die sich durch das Umklappen der Rücksitzlehnen noch erweitern lassen. Auch ergonomisch gibt es nichts zu bekritteln, alles ist an seinem Platz.

 

Virtual Reality

Umgewöhnen müssen sich eingefleischte BMW-Fahrer beim nunmehr virtuellen Cockpit. Verschiedene Modi erlauben etwa das Einspielen der Navikarte, die dann im Extremfall im Navi, im Head-up-Display und in den Armaturen gleichzeitig zu sehen ist, ein Overkill an Information. Weniger wäre an mancher Stellejedenfalls mehr gewesen, mit etwas Wehmut blickt man in die Zeit der analogen Zeiger zurück. Komplett umgestrickt wurden auch die iDrive-Menüs. Hier findet man sich nach kurzer Eingewöhnung aber gut zurecht, der Dreh-Schiebe-und Drück-Controller ist nach wie vor das Maß aller Dinge. Vorbildlich arbeitet auch die Sprachsteuerung, mit einem einzelnen Befehl ist etwa ein Navi-Ziel diktiert, das sofort vom System mit aktivierter Zielführung übernommen wird. Dass man mit dem Codewort "Hallo BMW" - Amazons Alexa lässt grüßen - nun auch in anderen Bereichen interagieren kann, ist zwar nett, aber oftmals unnötig. Schließlich ist ein Druck auf die Temperaturwahltaste weit einfacher als "Mir ist kalt" zu diktieren, um danach noch die Temperatur per Sprachsteuerung auszuwählen. Und so kooperativ wie Michael Knights K.I.T.T. ist das System bei noch keinem Autohersteller.

Aus Freude am Fahren

Kommen wir zur Paradediszplin des 3er BMW, der Freude am Fahren. Zunächst einmal eine kleine Warnung: Wer sich den Bayer im Sportoutfit samt zugehörigem Fahrwerk bestellt, darf sich nicht wundern, dass es auch beim Federungskomfort sportlich zur Sache geht. Was auf der kurvigen Bergstraße Spaß macht, ist auf langen Autobahnetappen dann mitunter kontraproduktiv. Daher unbedingt das adaptive M-Fahrwerk ordern, für rund 650 Euro extra. Die 190 PS sowie die 400 Newtonmeter Drehmoment des Vierzylinder-Turbodiesels reichen jedenfalls locker aus, um dem 3er mehr als ordentliche Fahrleistungen zu ermöglichen. In Kombination mit der formidablen Achtgang-Automatik zeigt der Tacho nach nur 6,9 Sekunden Tempo 100, mehr als respektabel. Selbiges - und das wird auch den Fuhrparkleiter freuen - gilt auch für den Verbrauch. Um die fünf Liter Diesel reichen für 100 Kilometer, sparsame Naturen zaubern sogar eine vier vor das Komma.

Qualität hat ihren Preis

Last but not least noch ein Blick in die Preisliste. 46.900 Euro sind im Minimum fällig, 60.000 sind im Nu dank zahlreicher verlockender Extras investiert. Viel Geld, für das aber auch einiges geboten wird. Auf der rechten Seite sehen Sie, wie sich der neue 3er bei Wertverlustund Restwert im Vergleich zum Mitbewerb schlägt.

Das Resümee

Der neue BMW 320d xDrive Automatik hat ganz klar einen Trumpf im Ärmel. Mit 119 Gramm CO2 pro Kilometer (ausstattungsabhängig) bleibt er als einziges Fahrzeug im Konkurrenzumfeld im Sachbezug von 1,5 Prozent, während die Fahrer der anderen Modelle bereits zwei Prozent berappen müssen. Achtung: Wer den Vorteil nutzen möchte, muss das Auto noch 2019 auf die Firma zulassen! Auch beim Thema Restwert hat der 3er die Nase vorn, wenngleich auch nur knapp vor der Mercedes C-Klasse. Der Jaguar XE liegt etwas zurück, vom umfangreich überarbeiteten Audi A4 lagen leider noch keine Daten vor. Der Jaguar XE ist zwar hinter dem Mercedes das zweitteuerste Fahrzeug im Vergleich, dafür punktet der Brite mit deutlich mehr Serienausstattung, die sich die deutschen Premiummarken teils ordentlich extra bezahlen lassen. Unterschiede gibt es auch bei der Garantie: Mercedes bietet vier Jahre (3./4. Jahr bis max. 120.000 km), dann folgt der Jaguar mit drei Jahren, hiersind sogar die Servicekosten inkludiert. BMW und Audi bieten lediglich zwei Jahre, Erweiterungspakete kosten zusätzlich.

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