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ÖAMTC-Flugrettung setzt auf nachhaltige Kraftstoffe

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ÖAMTC-Flugrettung setzt auf nachhaltige Kraftstoffe

Ein Pilotprojekt, das die Nutzung von SAF-Gemisch in Notarzthubschraubern testen soll, steht in den Startlöchern. Zeitpunkt des Erstflugs: Erstes Quartal 2022.

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Als Luftfahrtunternehmen und Rettungsorganisation ist sich die ÖAMTC-Flugrettung ihrer Verantwortung nicht nur gegenüber ihren Patientinnen und Patienten, sondern auch gegenüber der Gesellschaft bewusst. Aus diesem Grund werden auch laufend Anstrengungen unternommen, den Verbrauch – und damit den CO2-Fußabdruck – der Christophorus-Flotte zu reduzieren. "Zwar sinken die Emissionen mit jeder neuen Helikoptergeneration, aber diese Tatsache allein ist für uns zu wenig", erklärt Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. "Fakt ist allerdings auch, dass die Luftfahrt von Elektro- oder Wasserstoffantrieben noch weit entfernt ist." Als praktikable Möglichkeit bleibt somit Sustainable Aviation Fuel – kurz SAF –, das eine echte Alternative zu fossilem Kerosin ist.

Auch die Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung können problemlos mit nachhaltigen Flugkraftstoffen betankt werden. Was zu einem Umstieg noch fehlt, sind Langzeiterfahrungen im Realbetrieb sowie eine einfache und hohe Verfügbarkeit der Kraftstoffe. Für die ÖAMTC-Flugrettung war es daher naheliegend, gemeinsam mit dem französischen Triebwerkshersteller Safran Helicopter Engines, dem Hubschrauberhersteller Airbus Helicopters sowie Air BP ein Pilotprojekt zu initiieren. "Die Investition in neue Technologien, die uns und anderen künftig ein grüneres Fliegen ermöglichen werden, ist für uns eine Selbstverständlichkeit“, ergänzt Marco Trefanitz, CFO der ÖAMTC-Flugrettung. "Unsere Vision ist es, bereits in absehbarer Zeit klimaneutral Menschenleben retten zu können – und daran arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern schon heute."

Der erste Flug eines Christophorus-Notarzthubschraubers, der mit einem SAF-Gemisch abheben wird, ist für das erste Quartal 2022 geplant. "Großes Augenmerk wird dabei auf die Verlässlichkeit und die Verträglichkeit zwischen Biokraftstoff und Turbinentechnik gelegt", erläutert Kraxner. "Derzeit wäre beispielsweise nur ein Mischverhältnis mit einem 50-prozentigen Anteil an SAF zugelassen." Ist die Projektphase erst einmal abgeschlossen, könnte es in weiterer Folge schnell gehen. "Sind die notwendigen Zertifizierungen vorhanden und ist auch die Finanzierung geklärt – SAF sind derzeit deutlich teurer als herkömmliches Flugbenzin – könnte die gesamte Christophorus-Flotte innerhalb von 18 Monaten mit einer SAF-Beimischung fliegen", so Trefanitz.

Bei den sogenannten SAFs handelt es sich um Kraftstoffe, die aus nachhaltigen Energieträgern hergestellt werden. Dafür gibt es verschiedene Verfahren und Zugänge. Im Falle der ÖAMTC-Flugrettung und ihrer Partner liegt der Fokus auf dem "Biomass to liquid"-Verfahren zweiter Generation. Dabei wird der Biokraftstoff aus Rest- und Abfallstoffen, zumeist Altspeiseöl und -fetten, gewonnen, sodass es keine Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion gibt.

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