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Studie: Status quo Gebraucht-EV

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stock.adobe.com/Kirill Gorlov

Uscale hat in einer Umfrage geklärt, wie es um gebrauchte E-Autos steht. Ladenhüter-Status ist unverändert, es gibt zentrale Hürden aber auch mögliche Maßnahmen.

Vor allem bei jungen gebrauchten E-Autos bleibt der Absatz deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Gründe? Es gibt viele Annahmen, aber keine Daten – das wollte Uscale mit einer groß angelegten Studie detailliert untersuchen. Zu diesem Zweck befragte man 1.263 E-Auto-Käufer – 604 davon haben ein gebrauchtes E-Auto gekauft, 659 davon planen so einen Erwerb.

Zum Vergleich wurden 532 Käufer von Verbrenner-Gebrauchtwagen und 1.265 BEV-Neuwagenkäufer befragt. Dr. Axel Sprenger, Gründer und Geschäftsführer USCALE GmbH: „Die Bedingungen für den Gebrauchtwagenmarkt bei Elektrofahrzeugen sind alles andere als einfach. Hier trifft eine anspruchsvolle Kundengruppe auf ein spezielles Marktumfeld und eine Infrastruktur, die ihren Bedürfnissen oft noch nicht gerecht wird.“

Die zentralen Ergebnisse:

  1. Käufer von gebrauchten E-Autos suchen häufiger nach Angeboten in kleineren Fahrzeugsegmenten als BEV-Neuwagen-Käufer. Doch gerade in diesem Bereich ist das Angebot noch knapper als im Neuwagenmarkt.
  2. Gebrauchtwagen-Käufer haben einen geringeren Informationsstand als Neuwagen-Käufer. Während die Zufriedenheit der Neuwagen-Käufer mit der Beratung im Autohaus in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, ist die der Gebrauchtwagen-Käufer gering.
  3. Während Neuwagen-Käufer die meist niedrigeren Verbrauchs- und Werkstattkosten schätzen, fokussieren Gebrauchtwagen-Käufer stärker auf den Fahrzeugpreis. Damit verliert ein wichtiges Verkaufsargument von E-Fahrzeugen an Bedeutung.
  4. Gebrauchtwagen-Käufer geben an, seltener zuhause und beim Arbeitgeber laden zu können als Neuwagen-Käufer. Sie leben zudem etwas häufiger in der Großstadt und sind deshalb häufiger auf öffentliches Laden angewiesen.
  5. Bei den Kaufhemmnissen dominiert für Gebrauchtwagen-Käufer die Sorge um die geringe Ladeleistung noch vor der Sorge vor geringen Reichweiten. Hinzu kommt die Unsicherheit hinsichtlich der Haltbarkeit der Batterie und der langfristigen Versorgung mit Ersatzteilen.
  6. Kostenseitig erwarten BEV-Gebrauchtkäufer eine Preisparität zu BEV-Verbrenner-Fahrzeugen. Bei den laufenden Kosten hingegen erwarten sie sogar finanzielle Vorteile.

Welche Schlüsse können nun also gezogen werden? Zum Beispiel, dass Anbieter und Händler gezielt auf die Bedürfnisse und Erwartungen potenzieller Käufer eingehen. Sprenger abschließend: „Trotz dieser Herausforderungen gibt es zahlreiche ungenutzte Chancen. Im Gegensatz zum Neuwagenmarkt haben sich Handel und Anbieter noch nicht auf die speziellen Wünsche von Gebrauchtwagenkäufern bei E-Autos eingestellt.“

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