Schon gefahren: Peugeot 308
Der 308er ist das erfolgreichste Modell von Peugeot und liegt auch europaweit mit Platz 6 im absoluten Spitzenfeld. Mit ...
Zwei Tage voll mit Vorträgen und Diskussionsrunden rings um das Thema Fuhrpark und Mobilität im Wandel. Eine Veranstaltung, bei der Profis von Profis lernen und sich gegenseitig Tipps geben.
Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur hat ihre Referentin Katharina Seper geschickt, um die schlechte Nachricht gleich zu Beginn zu teilen: Im Jahr 2026 sollte man nicht mehr mit Förderungen rechnen. Der Termin für die Budgetverhandlung ist Mitte Juni, sollte es dort Beschlüsse geben, sind diese nicht vor 2027 umgesetzt. Dies sollte jedoch für Projekte in Infrastruktur und Mobilität keine Bremse sein. Denn das Einsparpotenzial ist bei richtiger Umsetzung immer noch gegeben. Um die schlechten Nachrichten damit abklingen zu lassen, hat Frau Seper zwei neue Online-Plattformen vorgestellt, die zukünftig viele Probleme lösen sollen.
Das erste wichtige Instrument für Förderungen rings um E-Mobilität und verwandte Themen ist eMove. Dort findet man einerseits Förderrichtlinien, die offizielle Industriestrategie und sehr übersichtliche Grafiken. Letztere kann man sogar interaktiv bedienen und so Abhängigkeiten selbst entdecken.
Das zweite Augenmerkt wurde auf die Stele-Seite gelegt. Das ist ein Tool, um die aktuell bestehende und die zukünftig geplante Ladeinfrastruktur und generell Netz-Infrastruktur zu erleben. Auch hier wurde auf interaktive Elemente gesetzt.
Am Ende der Ausführungen vom Bundesministerium stand noch die Info, dass demnächst eine neue Fahrzeugkategorie eingeführt wird, zumindest für die Berechnung von CO2-Ausstoß. M1E sind PKW unter 4,2 Meter Länge, die in Zukunft mit dem Faktor 1,3 in die Emissionsrechnung eingehen wird. Sicherlich ist hier ein positiver Gedanke vorangegangen, Kritiker sehen hier ein Schönrechnen.
Natürlich gehört zum Thema Fuhrpark und Verkehr auch die Naturwissenschaft dazu. Wer es zur Schulzeit gemocht hat, zehrt wahrscheinlich heute noch von der Faszination, gehörte jedoch zum kleineren Teil. Deshalb wurden für das Forum Verkehr Menschen vom Fach eingeladen, um Naturwissenschaftliche Grundlagen und Geopolitische Vorgänge dem Publikum greifbar zu machen. Das waren tatsächlich sehr interessante Diskurse, die abseits der Emotionen für Basiswissen gesorgt haben.
Es klingt immer sehr einfach, dass das Thema Mobilität weg von der Emotionalität muss. Die letzten 100 Jahre wurden uns die Fahrzeuge selten mit Rationalität verkauft. Umso wichtiger sind Veranstaltungen, wie diese, die einerseits Emotionen zulassen und in den Diskurs einfließen lassen, diese aber sachlich in das komplexe Thema einordnen.
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Es ist schön zu sehen, wie Unternehmen wie Vaillant mit Katrin Uredat, den Weg wagen und die Transformation ganz langsam und mit internen Testimonials erfolgreich umgesetzen. Auch dort ist das Ende noch nicht erreicht, aber die Best Practice Beispiele zeigen, dass es manchmal Diplomatie statt dem Hammer braucht, um die Umstellung erfolgreich zu machen.
Andreas Hüttner vom Bauunternehmen Leithäusl hat sich seine ganz eigenen Gedanken zum Thema Fuhrparkverwaltung der Zukunft gemacht. Er ruft auf dazu, einen eigenen Lehrberuf dafür zu schaffen und zeigt mit seinem Vortrag gleich, welche Bausteine es dafür benötigt und rechnet vor, wann wir die ersten ausgelernten "Bürokaufleute - Sepzialisierung für Mobilitätsmanagement" haben könnten. Eine schöne Vorstellung.
Das Auto war schon immer mehr als nur einfaches Mittel zum Zweck. Was es jedoch in Zukunft sein kann, zeigte Ralf Benecke (Geschäftsführer Renault Österreich), der über den Feldversuch gesprochen hat, Elektroautos als Stabilisatoren für das Stromnetz zu nutzen. Ein Thema, welches immer wieder an den zwei Tagen aufkam, da es auch die Ängste vor großem Blackout nimmt.
Matthäus Schubert-Haider (Verbund) zeigte eindrucksvoll, wie man mit dem Ausnutzen des richtige Ladefensters sehr viel Geld sparen kann. Da einerseits nicht zwangsläufig die Anschlussleistung des Betriebs erhöht werden muss. Denn das ist ein richtiger Kostentreiber. Er zeigte, dass es ohne anpassen der Anschlussleitung möglich ist, statt vier elektrischer LKW, schon 16 zu laden und dass man mit der richtigen Planung bei einem E-LKW zwischen 3.000 und 50.000 Euro Treibstoffkosten pro Jahr gegenüber einem Diesel-LKW einsparen kann.
An Tag zwei gab eine spannende Diskussion Aufschluss darüber, wie das ElWG (Elektrizitätswirtschaftsgesetzt) den Weg für neue Projekte frei macht, die vorher komplett undenkbar oder mindestens sehr viel aufwändiger gewesen wären.
Insgesamt eine gelungene Veranstaltung mit tiefen Einblicken und vielen spannenden Neuigkeiten.
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