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Test: Audi A6 Avant

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Schmudermaier

Der Audi A6 Avant ist ein Fixstarter im mittleren und oberen Management, wir haben dem bei Firmen durchaus beliebten Plug-in-Hybrid auf den Zahn gefühlt, mit gemischtem Ergebnis.

Plug-in-Hybride wurden in letzter Zeit stark hinterfragt, wie Untersuchungen gezeigt haben, liegen deren Verbräuche mitunter massiv über den – über weite Strecken völlig praxisfremden – WLTP-Angaben. Hauptgrund dafür ist die vor einigen Jahren viel zu hoch angenommene elektrische Fahrstrecke der PHEVs, durch den höheren Verbrenneranteil steigt klarerweise auch der Durchschnittsverbrauch. Was nach wie vor seine Gültigkeit hat: Sinn und Unsinn eines Plug-in-Hybrids hängen maßgeblich vom Einsatzzweck ab. Wer etwa viele Kurzstrecken in der Stadt oder kürzere Strecken ins Büro fährt, der kann das – regelmäßiges Laden vorausgesetzt – vollelektrisch tun, bei weiteren Strecken greift man dann auf den Benziner zurück. 

> Weiterlesen: Audi A6 Avant e-tron im Test

Kein Langstreckenantrieb
Das gilt auch für den neuen Audi A6 Avant e-Hybrid, der neben einem Vierzylinder-Benziner mit 252 PS auch einen E-Motor an Bord hat, die kombinierte Systemleistung liegt bei stolzen 367 PS, dank quattro-Antrieb bleiben Traktionsprobleme dabei außen vor. 5,3 Sekunden auf 100 km/h sind fein, allerdings lässt sich beim starken Beschleunigen der Vierzylinder akustisch nicht leugnen. Auf dem Papier reicht der knapp 21 kWh große Akku für rund 100 Kilometer elektrische Reichweite, in der Praxis bleiben davon – je nach Witterung und Fahrweise – 65 bis 80 Kilometer übrig, immer noch genug für die erwähnten Einsatzgebiete. Nachladen geht nur per AC und dauert rund zwei Stunden. Auf der Autobahn verpufft der E-Effekt, dort ist mit Verbräuchen um die acht Liter zu rechnen, der 5.000 Euro günstigere, freilich aber nur 204 PS starke 2.0 TDI  wäre die sparsamere Alternative.

  • Das gefällt uns: Verarbeitung, Fahrleistung, technische Features
  • Das vermissen wir: DC-Schnellladefunktion
  • Die Alternativen: BMW 5er Touring, Mercedes E-Klasse T-Modell

Elektroversion klar günstiger
Das Interieur des großen Kombis ist sehr hochwertig, ein Laderiese ist der A6 Avant e-Hybrid mit 404 Litern aber nicht, 62 Liter mehr haben die konventionellen Verbrenner, sogar 98 Liter der vollelektrische e-tron, der dank Vorsteuerabzug 15.000 Euro günstiger ist, mit Hinterrad sogar 25.000 Euro und mit einer Reichweite von 604 Kilometern und schnellem Laden gefällt. Die Preisliste des Plug-ins startet jedenfalls bei 80.788 Euro, wer ein paar Hakerl in der seitenlangen Aufpreisliste setzt, knackt auch die 100.000 Euro problemlos. •

Audi A6 Avant

Flotten-Tipp: e-tron

Testmodell: e-Hybrid quattro 270 kW

Leistung | Drehmoment

326 PS (240 kW) | 435 Nm

367 PS (270 kW) | 500 Nm *

Dauerleistung | Gewicht

100 kW | 2.185 kg

– | 2.240 kg

0–100 km/h | Vmax

6,0 s | 210 km/h

5,3 s | 250 km/h

Reichweite | Antrieb

604 km | Hinterrad

104 km | Allrad

Ø-Verbrauch | Batterie

14,3 kWh | 75,8 kWh

3,2 l S /15,4 kWh | 20,7 kWh

Laden AC

11 kW, 8:00 h (0–100 %)

11 kW, ca. 2:00 h (0–100 %)

Laden DC

225 kW, 21 min (10–80 %)

Kofferraum | Zuladung

502–1.422 + 20 l | 500 kg

404–1.423 l | 535 kg

Basispreis | NoVA

55.583 € (exkl.) | 0 %

80.788 € (inkl.) | 0 %

*Systemleistung und -drehmoment Werksangaben (WLTP)

 

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