Schon gefahren: Omoda 9
Plug-in-Hybrid, mehr als 500 PS, eine Ausstattung und nur ein Preis: Der Omoda 9 verblüfft vielfach. Vor allem, weil er...
Plug-in-Hybrid, mehr als 500 PS, eine Ausstattung und nur ein Preis: Der Omoda 9 verblüfft vielfach. Vor allem, weil er äußerst europäisch wirkt.
Wenn eine Marke wie Omoda quasi aus dem Nichts nach dem Hybrid-SUV 5 (Test auf Seite 66) mit dem 9er nur kurz danach schon ein formidables Plug-in-Hybrid-SUV von 4,8 Metern Länge lanciert, wirft das ein paar schlanke Fragen auf: Wie geht das so schnell? Und wie bitte geht das überhaupt? Es ist nämlich so, dass der europäische Charakter, der hohe Perfektionsgrad hie wie da bemerkenswert sind. Und es scheint, als ob eine entscheidende Zutat war, schlicht zuzuhören. Was der Europäer will, soll er gefälligst auch bekommen.
> Weiterlesen: Omoda 5 im Test
Viel gelernt
Heißt also: 143 Benzin-PS, 340 E-kW aus zwei Aggregaten, ein 34,5-kWh-Akku und ein 70-Liter-Benzintank, die 145 elektrische und in Personalunion 1.100 Gesamtkilometer Laufleistung bieten. Heißt aber auch: Speziell für die europäischen Versionen gibt es etwa Reifen von Conti, zahlreiche Komponenten von Bosch und eine spezielle Abstimmung, die über Details weit hinausgeht. Gut 40 Prozent des Basisfahrzeugs wurde für die alte Welt im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim von den gut 200 dort arbeitenden Technikern umgekrempelt, Lenkung und Fahrwerk neu abgestimmt, Assistenzsysteme neu erzogen. Und das Ergebnis ist mit einem Wort: europäisch.
Prompt komplett
Das Fahren ist erstaunlich komfortabel, auf Wunsch (und Knopfdruck) straff, indes stets kultiviert. Alles arbeitet präzise und generell wirkt der ganze Wagen wie aus einem Guss. Gleiches gilt für Platzangebot und Verarbeitung, Fahrleistungen und Materialqualität. Mutterkonzern Chery wollte wohl nichts anbrennen lassen, weswegen auch die Technik nichts dem Zufall überlässt. Neben einem speziell für Hybride konstruierten Vierzylinder mit 44 Prozent Wirkungsgrad und einer Automatik mit gesamt elf Gangkombinationen (drei für reines E-Fahren, drei für den Benziner, fünf als Kombination) erlaubt die Elektronik zahlreiche Spielarten, im Gegensatz zur Ausstattung. Da gibt es nur eine: einmal Vollausstattung für knapp 49.000 Euro, was doppelt bemerkenswert ist, weil der 9er selbst in Deutschland 3.000 Euro teurer ist. Aufgrund der schlichten Logistik gilt der Omoda 9 als prompt lieferbar.
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Omoda 9 |
Testmodell: Premium Line |
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Hubraum | Zylinder |
1.499 cm3 | 4 |
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Leistung |
143 PS + 340 kW E-Motor |
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Drehmoment |
215 Nm + 700 Nm E-Motor |
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0–100 km/h | Vmax |
4,9 s | 180 km/h |
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E-Reichweite | Batterie |
145 km | 34,5 kWh |
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Laden AC |
6,6 kW, 5:30 h (0–100 %) |
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Ø-Verbrauch | CO2 |
1,6 l S | 38 g/km |
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Kofferraum | Zuladung |
471–1.738 l | 447 kg |
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Basispreis | NoVA |
48.990 € (inkl.) | 0 % |
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