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Flexis: Das Nfz-Joint Venture wird von Renault komplett übernommen

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Renault Communications

Die Partnerschaft von der Renault Group, der Volvo Group und dem Logistiker CMA CGM namens Flexis soll von Renault vollständig übernommen werden. Eine Kooperation mit Volvo bleibt aber aufrecht.

Das Joint Venture Flexis wurde von Renault, Volvo und CMA CGM speziell dafür gegründet, eine neue Generation von vollelektrischen leichten Nutzfahrzeugen zu entwickeln und zu vertreiben. Die Basis stellt eine Skateboard-Plattform dar, die flexibel genug ist, um unterschiedliche Aufbauten realisieren zu können. Die bisherige Aufteilung der Anteile – 45 Prozent liegen jeweils bei Renault und Volvo, die letzten zehn gehören CMA CGM – soll nun aber zugunsten der Franzosen verschoben werden. So möchte die Renault Group sämtliche 55 Prozent der zwei Partner übernehmen. Wieviel dafür geboten wurde, ist nicht bekannt. Mit Volvo möchte man aber weiter partnerschaftlich verbunden bleiben.

Die Gründer von Flexis:

  • Renault Group: Bringt Expertise in der E-Fahrzeugproduktion und kleinen Nutzfahrzeugen ein.

  • Volvo Group: Steuert Know-how im Bereich schwerer Nutzfahrzeuge, Flottenmanagement und Service bei.

  • CMA CGM Group: Ein Weltmarktführer in der Logistik, der die Anforderungen der Endkunden (v. a. "Last Mile") definiert und die Dekarbonisierung der Lieferketten unterstützen möchte.

Auslöser für die Auflösung des Joint Ventures dürfte die Ernennung von Francois Provost zum neuen CEO von Renault 2025 gewesen sein. Sein Vorgänger Luca de Meo galt als Architekt dieser Zusammenarbeit, sein Abgang führte zu immer mehr Spannungen innerhalb von Flexis, die in einer Schlichtung durch das Wirtschaftsgericht von Nanterre führte. Die Übernahme der Anteile durch Renault dürfte im Rahmen dieser Gespräche dann als Lösung geboren worden sein.

Flexis – die Fahrzeuge:

  • 800-Volt-Architektur: Ermöglicht ultraschnelles Laden (von 0 auf 80 % in ca. 20 Minuten).

  • Reichweite: Je nach Konfiguration bis zu 450 Kilometer (WLTP).

  • Software Defined Vehicle (SDV): Die Fahrzeuge basieren auf einer elektronischen Architektur, die "Over-the-Air"-Updates (OTA) und Echtzeit-Datenmanagement für Logistikflotten ermöglicht.

  • Kompakt & Wendig: Die Fahrzeuge sind ca. 25 Zentimeter kürzer als herkömmliche Transporter bei gleichem Laderaum und haben einen sehr kleinen Wendekreis (bis zu 10,3 m).

Geplant ist folgendes Szenario, sobald die Wettbewerbsbehörden für diesen Deal grünes Licht geben: Die Renault Group wird die Entwicklung der Fahrzeuge künftig alleine weiter vorantreiben und auch die Produktion übernehmen. Den Vertrieb hingegen übernimmt Renault Trucks, die wiederum Teil von Volvo Trucks sind.

> Weiterlesen: Neue Renault Transporter vorgestellt

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