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TCO: Nicht der Kaufpreis entscheidet

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Nach wie vor werden in vielen Firmen Fahrzeuge gekauft, bei denen der Anschaffungspreis die ausschlag-gebende Größe ist. Dabei werden viele Parameter wie laufende Kosten, Wertverlust etc. ausgeblendet.

In vielen Situationen des täglichen Lebens ist man auf Schnäppchen programmiert, Preisvergleichsportale ermöglichen die Suche nach jenem Verkäufer, der das gewünschte Produkt am günstigsten anbietet, egal ob Käse oder Laptop. Wer diese Mentalität auf den Autokauf umlegt, könnte aber gewaltig falschliegen. Das gilt für Private, aber viel mehr noch für Unternehmen. Das Problem dabei: Der Preis eines Fahrzeuges ist nur die halbe Wahrheit, von enormer Bedeutung ist es, auch die dahinterliegenden Kosten über die Laufzeit zu kennen. Und derer gibt es mehr, als man vielleicht glauben mag.  

Total Cost of Ownership enorm wichtig
Um diese Kosten aufzudecken, bedienen sich Profis der Total Cost of Ownership, kurz TCO. Aber woraus setzen sich die eigentlich zusammen? Henning Heise, Geschäftsführer von fleet consulting und Obmann des Fuhrparkverbandes Austria, gab im Rahmen eines FVA-Seminars entsprechende Einblicke. Zunächst stellt sich die Frage, was alles in die TCO einzahlt. Heise nennt hier sechs Faktoren: Energie/Strom, Steuern und Abschreibungen, Finanzierung, Dienstleistung, Management und Risiko. Neben der Frage, was das Fahrzeug im Alltag so verbraucht, spielen etwa bei E-Autos auch die Ladekosten stark in die Gesamtrechnung. Die günstigste Variante ist im Unternehmen zu laden, die teuerste am Schnelllader an der Autobahn. Und da kann der Unterschied über zehntausende Kilometer gesehen groß ausfallen. 

Das vermeintlich günstigste Auto kann teuer kommen
Größter Hebel bei der Total Cost of Ownership sind die planbaren Fahrzeugkosten. Darin enthalten sind neben der Finanzierung auch Servicekosten, Reifen, Versicherung und der erwähnte Treibstoff. Oft unterschätzt wird auch der Faktor Reifen. Wer beim Kauf die fetten 20-Zöller mit den schicken Alufelgen auf der Wunschliste akzeptiert, bekommt die Rechnung oft im Lauf der Zeit, wären doch etwa 18-Zoll-Reifen spürbar günstiger gewesen. In einer Vergleichsrechnung zwischen fünf vergleichbaren Fahrzeugen wird dabei deutlich, dass der Anschaffungspreis nicht herangezogen werden sollte, denn unterm Strich war just das günstigste Auto am Ende das teuerste. Das hatte im konkreten Beispiel mit mehreren Faktoren zu tun. Unter anderem damit, dass die Kosten für Wartung und Treibstoff spürbar über jenen des um 4.000 Euro teureren Autos lagen, auch der hohe Wertverlust machte sich entsprechend bemerkbar. Und so lagen die monatlichen Kosten des nach Listenpreis günstigsten Fahrzeuges um sieben Prozent über dem teuersten.

Laufzeit & Fahrer als Faktoren
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die ideale Laufzeit. Die Wahrheit liegt hier oft in der goldenen Mitte, zu kurze, aber auch zu lange Laufzeiten kosten durch hohen Wertverlust oder höheren Wartungsaufwand einfach mehr. Zudem sollte auch immer ein Auge auf den Leasingvertrag geworfen werden, rechtzeitige Vertragsanpassungen können dabei helfen, große Überraschungen am Laufzeitende zu vermeiden. Aber auch der Fahrer kann die TCO stark beeinflussen, gerade im Hinblick auf Schäden, die einen Rattenschwanz an Kosten nach sich ziehen. Eine Bewusstseinsbildung zum pfleglichen Umgang mit dem Fahrzeug kann sich positiv auf die TCO auswirken. Unterschätzen sollte man aber auch die internen Prozesskosten pro Fahrzeug nicht. Jeder Beleg verursacht laut Heise unterm Strich Kosten von 13 Euro, rechnet man das einzeln auf ein Fahrzeug hoch, ist man schnell auf über 600 Euro pro Jahr und Auto. Hier kann die Auslagerung an ein externes Fuhrparkmanagement oder ein Operating Leasing definitiv Sinn haben.

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