Zahmes Biest

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Den rauen Charme eines nutzfahrzeugs hat der Amarok Canyon fast zur gänze abgelegt - ohne seine praktischen Qualitäten zu verlieren. Der Pickup macht aber noch aus ganz anderen gründen Eindruck.

Wuchtige Offroad-Reifen, schwarzerÜberrollbügel, potente Flutlichtanlage und auffällige Lackierung -der VW Amarok Canyon ist dank des verbauten Zubehörs eine mächtige Erscheinung, bleibt aber trotzdem ein Kraxelkünstler fürs schwere Gelände - wie uns der Allradler im Laufe des Tests mehrmals eindrucksvoll beweisen konnte. Überraschend: Auf Landstraßen und Autobahnen fährt sich der Pickup erstaunlich handlich -die direkte Lenkung und das komfortabel-straffe Fahrwerk erinnern trotz Starrachse hinten stark an den Multivan (siehe Test S. 36).

5,18 meter monstertruck

In der Stadt hingegen wirkt seine Größe angsteinflößend. Doch weniger für den Fahrer, der dank Rückfahrkamera und großen Außenspiegeln eine gute Rundumsicht hat, sondern für die anderen Verkehrsteilnehmer. Vergleiche mit einem Monstertruck dürfen außerdem nicht nur wegen der auffälligen Lackierung in "Copper Orange" gezogen werden, sondern auch wegen seiner Antrittskraft. Der 180 PS starke, doppelt aufgeladene Diesel beschleunigt die Fuhre nämlich ebenso Hackler-Karren untypisch, wie sich der genau verarbeitete und optisch ansprechende Innenraum präsentiert.

Die Nappa-Leder-Sitze sind langstreckentauglich und fühlen sich hochwertig an, die orangefarbenen Nähte setzen optisch ansprechende Akzente und die verbauten Kunststoffe vermitteln solide Wertigkeit. Insgesamt strahlt der Canyon mehr den Charme eines vollwertigen Pkw aus, als den eines kargen Nutzfahrzeugs.

Bauartbedingte Nachteile

Ein Pickup offenbart im Alltag jedoch auch einige Schattenseiten: Wer keine abschließbare Truhe, Kiste oder Abdeckung montiert hat, kann wegen potenzieller Langfinger keine Gegenstände auf der Ladefläche liegen lassen.

Und die Leuchten am Dach mögen zwar cool aussehen und die Nacht sprichwörtlich zum Tag machen, verhindern aber auch jede Waschstraßendurchfahrt. Und gerade für ein Auto, das für Einsätze auf staubigen Baustellen und in Schottergruben gebaut wurde, ist permanente Handwäsche eben keine wirkliche Option.

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