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Spritpreise: weiterhin Spielraum nach unten

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stock.adobe.com/Tomasz Zajda

Für den ÖAMTC sind die ausgerufenen Tarife für Benzin und Diesel nach wie vor zu hoch. Der Grund: Günstigeres Rohöl wird kaum an die Autofahrer weitergegeben.

 

Auch wenn die Spritpreise zu Jahresbeginn vergleichsweise niedrig waren, zogen sie Ende Jänner wieder etwas an: Die geringfügig gestiegenen Rohölpreise spiegelten sich umgehend an den Zapfsäulen wider, womit sich im Monatsdurchschnitt dennoch eine Reduktion von 1,9 Cent bei Diesel und 1,7 Cent bei Super gegenüber dem Vormonat ergab. Nachvollziehbare Gründe für die jüngsten Preissteigerungen sind aus Sicht des ÖAMTC aktuell nicht erkennbar.

So müssen Konsumenten weiterhin auf eine faire Weitergabe der Rohölpreissenkungen, die seit Jänner 2025 bei über 30 Prozent lagen, warten. Mit durchschnittlich 1,488 Euro pro Liter Diesel und 1,455 Euro für den Liter Super tankten man im Jänner 2026 hingegen nur um rund acht Prozent günstiger als im Jänner 2025. Ohne Steuern und Abgaben, die mehr als die Hälfte des Preises ausmachen, sanken die Nettopreise somit nur um rund 13 Prozent. Aus Sicht des Clubs besteht bei den Spritpreisen damit weiterhin deutlicher Spielraum nach unten.

Hebel auf europäischer Ebene
Heißt auf gut Deutsch: Für den Autofahrer ist es kaum nachvollziehbar, dass der Einfluss sinkender Rohölpreise auf den Spritpreis nach wie vor relativiert wird. Wird Rohöl teurer, kommen die Erhöhungen hingegen nahezu sofort an der Zapfsäule an. Für den Autofahrerclub ist es daher unerlässlich, dass die kürzlich lancierte Sonderprüfung mit den Mitgliedern der Preiskommission für mehr Transparenz bei der Preisgestaltung sorgt.

Westgefälle 
Unverändert nach wie vor die Tatsache, dass gerade in den westlichen Bundesländern und damit jenen Regionen, die im Winter und den Semesterferien häufig Ziel von Urlaubsfahrten sind, die Spritpreise häufig am höchsten sind: Am teuersten tankt man meist in Tirol, zuletzt schloss auch Salzburg zunehmend auf und lag preislich sogar über Vorarlberg. Aber auch in günstigeren Bundesländern wie Kärnten, der Steiermark oder Oberösterreich empfiehlt es sich, Preise vorab zu vergleichen.

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