Kommt der Boom oder kommt er nicht?

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Privatpersonen werden auch in diesem Jahr kaum zum Aufschwung der E-Autos beitragen. Dafür ist der Spritpreis zu niedrig und die Stromer noch zu teuer.

Es ist keineÜberraschung: Elektroautos wurden 2015 in der überwiegenden Mehrzahl (76,9 Prozent) von Unternehmen oder Gebietskörperschaften gekauft. Die mit 1. Jänner in Kraft getretenen Anreize wie die Vorsteuerabzugsfähig keit und die Befreiung vom Sachbezug werden die gewerblichen Zulassungen in diesem Jahr noch weiter antreiben. Davon geht zumindest der Großteil der Branchenprofis aus dem Importeurs- und Leasingbereich aus. Von deutlichen Zuwächsen ist ständig die Rede, auch wenn kaum jemand die Erwartungen in Zahlen ausdrücken will. Man könnte meinen, jeder hofft auf den Boom, aber viele haben Angst davor, dass es den großen Aufschwung nicht geben wird.

Unternehmen müssen wieder den Weg ebnen

Dabei ist es vorerst egal, ob es nun hunderte oder tausende neue E-Autos inÖsterreich werden: Zuwachs, das ist jedenfalls nichts Schlechtes. Braucht es doch gerade bei den Elektroautos höhere Stückzahlen, weil viele Stromer derzeit mit saftigen Verlusten für die Hersteller verkauft werden. Alles zusammen zeigt jedoch noch ein weiteres Dilemma auf: Für Privatleute sinddie E-Autos noch immer zu teuer, profitieren sie doch weniger von den Landes- und Bundesförderungen und kommen nicht in den Genuss der Steuererleichterungen, die Unternehmen gewährt werden. Und dann ist da noch der derzeit niedrige Spritpreis: Kein Privatmensch würde angesichts von 89 Eurocent pro Liter auf einen Elektrowagen umsteigen . Klar, die Preise werden wieder steigen. Vorerst sind es aber wieder die Flottenbetreiber, die den Weg in eine saubere Autozukunft ebnen müssen.

Schneller und günstiger

Schneller und günstiger

Der Bundesverband Elektromobilität Österreich fordert eine einheitliche dreiphasige Lademöglichkeit bei E-Autos. Das würde die Ladezeit verkürzen und damit das Stromtanken günstiger machen.

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