Ohne Sachbezug durch die Krise?

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Ohne Sachbezug durch die Krise?

Viele Dienstwagen-Nutzer zahlen aktuell Sachbezug für ein Fahrzeug, das zwar vor ihrer Türe steht, aber derzeit kaum oder gar nicht genutzt werden kann. Wir verraten Ihnen, wie man den Sachbezug komplett spart.

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In Zeiten, wo so mancher Dienstwagenfahrer sein Auto vor der Tür stehen hat und kaum oder gar nicht nutzt, stellt sich die Frage, ob es Möglichkeiten gibt, sich den Sachbezug zu sparen. Als erstes kommt vielen die Regelung des halben Sachbezugs in den Sinn, der ja dann ansetzbar wäre, wenn man maximal 6.000 Kilometer im Jahr fährt. Das ganz einfach auf 500 Kilometer pro Monat runterzurechnen, funktioniert aber nicht, wie Dr. Patricia Hueber, Partnerin bei der HHP Steuerberatung GmbH gegenüber der FLOTTE erklärt:

„Grundsätzlich hängt die Frage voller oder halber Sachbezug von der Durchschnittsbetrachtung über das ganze Jahr ab. Deswegen kann man nicht für einzelne Monate den halben und in anderen den ganzen Sachbezug ansetzen. Wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass das Auto nachweislich (dafür bräuchte man aber auch für das ganze Jahr ein Fahrtenbuch, nicht nur für ein paar Monate) nur für max. 6000 km im Jahr für Privatfahrten verwendet wurde, könnte man die Lohnverrechnung aufrollen.“

Einige Leser haben vorgeschlagen, dass die Regierung den Sachbezug während der Krise ganz ruhen lässt, in Anbetracht der umfangreichen Hilfsmaßnahmen – Stichwort Kurzarbeit – ist zumindest derzeit eher davon auszugehen, dass dieser Wunsch auf taube Ohren stößt.

Eine Möglichkeit gibt es dennoch, den ungeliebten Sachbezug zur Gänze loszuwerden, der ist aber auch mit dem temporären Verlust des Firmenautos verbunden, so Hueber: „Laut den uns vorliegenden Informationen bekommt man den Sachbezug nur weg, wenn das Auto nachweislich – schriftlich dokumentiert – für das gesamte Monat, also vom ersten bis zum letzten Tag des Kalendermonats, in der Firma abgestellt wird und der Dienstnehmer keine Möglichkeit hat, es privat zu nutzen.“ Das wäre theoretisch ab dem 1. April machbar, freilich ohne dass man zum momentanen Zeitpunkt weiß, wann man das Auto wieder benötigt.

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