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Land Rover Defender 110 SE D240 – im Test

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Land Rover Defender 110 SE D240 – im Test
Fotos: Jasmin Schmudermaier

Wenn eine absolute Automobil-Ikone wie der Land Rover Defender in den Ruhestand geht, dann hat es der Nachfolger schwer. Wobei der ja gar nicht nachfolgen soll. Oder doch?

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Von 1948 bis 2016 wurden über zwei Millionen Defender gebaut – den Namen trägt der Ur-Land-Rover übrigens erst seit 1990 – kein anderes Auto war dermaßen lange auf dem Markt. Vor einem Jahr wurde dann der neue Defender präsentiert und gleich betont, dass das eigentlich kein Nachfolger sei. Einer Ikone nachzufolgen geht fast zwangsweise schief, den Namen wollte man bei Land Rover freilich auch nicht aufgeben. Und so hat man die moderne Interpretation des Klassikers auf die Räder gestellt. Die optische Verwandtschaft wird an verschiedenen Stellen – wie etwa den kleinen Dachfenstern oder den sichtbaren Schrauben im Innenraum – zitiert, ohne es zu übertreiben.

Anhänger-Spezialist

Bereits nach wenigen Kilometern ist klar, der Defender 2020 fällt auf. Und er sammelt auch sofort viele Sympathien. Ob er denen auch gerecht wird? Nun, wir haben hunderte Kilometer mit dem Newcomer abgespult, den Großteil sogar mit einem Wohnwagen am Haken. Was den Defender aber völlig kalt ließ, schließlich darf der satte 3,5 Tonnen ziehen, keine Selbstverständlichkeit im Segment. Motorisch war der 240 PS starke Turbodiesel unter der Haube, der eine gelungene Mischung aus Leistung und Wirtschaftlichkeit darstellt.

9,5 Liter genehmigte sich der Vierzylinder im Schnitt, mit Wohnwagen waren es akzeptable zwei Liter mehr. Apropos Anhänger: Wer sich für das Anhänger-Paket entscheidet, bekommt nicht nur die elektrische Anhängerkupplung, sondern auch einen Anhängerassistenten inklusive Kameras, die den Hänger während der Fahrt im Bildschirm einblenden. Das Interieur ist eher schlicht, dafür wohltuend anders gehalten, die Materialien sind großteils sehr strapazierfähig.

Das Platzangebot ist für fünf Personen komfortabel – optional gibt es eine dritte Sitzreihe – der Kofferraum fasst 1.075 bis 2.380 Liter. Die Preisliste des Fünftürers startet bei 66.580 Euro, jene des Testwagens in SE-Ausstattung und mit 240 PS bei 83.000 Euro, mit ein paar Extras kommt man dem sechsstelligen Bereich bedrohlich nahe. Dafür bekommt man aber ein Fahrzeug, dass auch im harten Geländeeinsatz dank Luftfederung, Sperrdifferenzial und Untersetzung als echtes Arbeitstier taugt, wenn es das Budget erlaubt. •

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