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BYD baut aus

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BYD

Neben der Vorstellung von Atto 2 Comfort (BEV) und DM-i (Plug-In), Atto 3 Evo und dem neuen Österreichischen Technikzentrum, hat BYD noch die Pläne für das eigene Ladenetz Flash Charge vorgestellt.

Ein Feuerwerk an Informationen prasselte da Mitte März in Wiener Neudorf bei BYD auf die Pressevertreter ein. Den Start machte die Location der Veranstaltung, das Technikzentrum selbst. Denn das wurde erst im Sommer 2025 eröffnet und kann bereits auf 250 Trainingstage zurückschauen. Dabei wurden schon gut 200 Techniker geschult. Neben der Ausbildung der Techniker auf die Marke und die Eigenheiten der Modelle ist dort auch der technische Support für die Werkstätten in Österreich zu finden. Diese sind nach eigener Aussage mit größtmöglichem Bedacht gewählt worden. Der Erfolg gibt ihnen Recht, denn in den drei Jahren ihres Bestehens im Land, haben sie mehr als 14.000 Fahrzeuge verkauft. Wobei deutlich mehr als die Hälfte davon auf den Atto 3 fallen. Dieser bekam nun sein erstes richtig großes Facelift. Der Standort Europa soll von der Marke deutlich gestärkt werden, indem sie ihr neues Werk in Ungarn noch dieses Jahr in Betrieb nehmen. Dort kommt zum Beispiel der Stahl von der Voest zum Einsatz. Produktionsstart machen der Atto 2 und der Dolphin Surf, zwei weitere Modelle folgen später. Dieses Werk hat eine Gesamtkapazität von 300.000 Fahrzeugen in der zweiten Ausbaustufe. 

Flash Charge in Planung

Was Ladeinfrastruktur angeht, ist Europa zwar auf einem ganz guten Weg, jedoch vermisst BYD eine Sache ganz besonders: Megawatt. Also haben sie kurzerhand ihre eigenen Ladestationen entworfen. Diese sind für Regionen konzipiert, wo nicht gleich das Windrad nebenan steht. Lediglich eine Anschlussleistung von 100 Kilowatt reichen, um mit 1,5 Megawatt laden zu können. Wie? BYDs eigene Blade-Batterie kommt als Speicher direkt neben die Ladestellen. 400 Kilowattstunden Puffer reichen aus, um alle Fahrzeuge von 200 Volt bis 1000 Volt Bordnetz zu bedienen. Somit sind sie auch gerüstet für elektrische LKWs.

Fahrzeuge gab es auch

Der BYD Atto 2 startet direkt mit drei neuen Motorisierungen, zwei Plug-In-Hybriden und ein neuer elektrischer Antrieb. Zu den beiden bestehenden elektrischen Varianten gesellt sich nun eine Topversion dazu. Ein 204 PS starker Fronttriebler, mit einer knapp 65 Kilowattstunden großen Batterie. Damit erhöht sich die kombinierte WLTP-Reichweite auf 430 Kilometer. Diese Version lädt nun auch mit 155 Kilowatt am Schnelllader und ist somit nach 25 Minuten fertig mit dem Auftoppen von zehn auf 80 Prozent. Bei den Plug-In-Hybriden kommt der „Boost“ als erster nach Österreich. Dieser hat eine kombinierte Systemleistung von 212 PS und fährt dank seiner 18 Kilowattstunden großen Batterie ganze 90 Kilometer rein elektrisch und kommt somit auf eine Gesamtreichweite von 1000 Kilometern. Der kleinere „Active“ hat eine 7,8 Kilowattstunden große Batterie, womit er 40 Kilometer rein elektrisch unterwegs ist und gesamt auf 930 Kilometer kommt. Die Systemleistung kommt beim ihm auf 166 PS. 

> Weiterlesen: Der Atto 2 Testbericht (Einstiegsmodell)

Gewaltige Evolution

Der große Star, der Atto 3 Evo, kommt mit sehr wenigen optischen Veränderungen. Gerade so viel, dass das geschulte Auge, es erkennt. Ein bisschen an der Stoßstange vorn, ein bisschen an der Spange an der D-Säule und ein bisschen am Spoiler. Im Innenraum wurde das Gesamterscheinungsbild etwas weniger verspielt gestaltet, wenn auch die Gitarrenstrings in den Türen geblieben sind. Die richtige Evolution passiert jedoch unter dem Blechkleid. Dort befindet sich jetzt ein 800 Volt Bordnetz und macht den unscheinbaren Familien-SUV zum Sleeper. Die schwächere Version „Design“ kommt mit einem 313 PS starken Heckmotor. Der Allradler „Excellence“ bringt eine Systemleistung von 449 PS mit. Da hören die Neuigkeiten jedoch noch nicht auf. Mit so viel Leistung wäre der alte Akku schnell leer gesaugt, deshalb ist er – auch dank der Cell to Body Konfiguration – auf fast 75 Kilowattstunden Nennkapazität gewachsen. Das hilft den beiden auf stattliche WLTP-Reichweiten von 510 (RWD) beziehungsweise 470 (AWD) Kilometer. Sollte der Ladestand dann doch mal einstellig werden, kann sich der Atto 3 Evo mit seinen 220 Kilowatt Ladeleistung Spitzenreiter in seiner Klasse nennen. Ein ausführlicher Testbericht kommt in der nächsten FLOTTE.

> Weiterlesen: BYD richtet Werk in Ungarn ein

BYD meint es ernst. Sie arbeiten sich vom Nieschenprodukt zur Volumensmarke hoch. Sie bieten ihrem Werkstattnetz nun besondere technische Unterstützung und bringen Modelle, die die Kunden sich gewünscht haben. Das sehen auch die alteingesessenen Unternehmen in Österreich. Und so kommt es auch, dass die Raiffeisen Leasing ein spezielles Produkt für sie baut und die Uniqa ein angepasstes Versicherungsprodukt für sie kreiert hat. Chapeu!

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