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Alphabet Austria CCO Nikolaus Engleitner im Interview

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Nikolaus Engleitner, CCO bei Alphabet Austria, über allgemeine Teuerungen, Trends bei Leasing und Fuhrparkmanagement sowie Tools zur CO2-Vermeidung.

„Großartige Möglichkeit der Mitarbeiterbindung.“

Es gibt mehrere verschiedene Anbieter auf dem heimischen Markt, nennen Sie uns doch bitte drei Schlagwörter, die Alphabet ganz besonders auszeichnet.

Getreu unserem Motto „Alphabet. Your mobility. Made easy.“ wäre das in den Alltag unserer Marktbearbeitung übersetzt: Flexibilität, Partnerschaftlichkeit und persönlicher Kontakt. Auch wenn Digitalisierung das Gebot der Stunde ist, darf und muss es in unserem Geschäft für langfristige und tragfähige Kundenbeziehungen „menscheln“. Nur so kann in kniffligen Fragestellungen des Alltags flexibel und mit Augenmaß an Lösungen herangegangen werden.

Während sich der Privatkunde aktuell in großer Kaufzurückhaltung übt, verzeichnen die Firmenkunden einen immer größer werdenden Marktanteil bei den Leasingfirmen. Ist dieser Trend auch bei BMW Austria Leasing bzw. Alphabet so?

Das können wir aus unseren Beobachtungen ebenfalls bestätigen und die gewerbliche Leasingquote lag nie so hoch wie in den letzten Jahren. Dies mag mitunter daran liegen, dass generell die Nachfrage bei Firmenkunden nicht so elastisch ist wie im privaten Bereich. Während Privatkunden ohne Konsequenzen ob der inflationsbedingt gestiegenen Preise Anschaffungen verschieben können, ist dies bei Unternehmen oft gar nicht möglich. Beispielsweise da Fahrzeuge am Ende ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder an den Grenzen von Kostengarantien seitens Leasinggebern angelangt sind. Ebenso kann es sein, dass Mitarbeitenden ex Dienstvertrag nach einer gewissen Zeit schlicht ein neues Fahrzeug zugesichert wird.

Diverse fahrzeugbezogene Kosten sind spürbar gestiegen, wie wirkt sich das im Bereich der Firmenkunden aus und wie kann man da gegensteuern?

In den letzten zwei Jahren gab es so gut wie keine Kostenposition, die nicht gestiegen ist, was die TCO im Fuhrpark teilweise empfindlich nach oben trieb. Dieser allgemeingültigen Dynamik mussten früher oder später alle Marktteilnehmer bei ihrer Preisgestaltung ins Auge sehen und auch unsere Kunden ihre Dienstwagenrichtlinien entsprechend anpassen. Anderenfalls sind immer die FahrerInnen die Leidtragenden, da sich kontinuierlich immer weniger Auto in den Referenzbudgets ausgeht. Erfolgreich gegensteuern können Unternehmen, indem sie so viel Teuerungsrisiken wie möglich an Leasinggeber beziehungsweise Fuhrparkmanager auslagern. In der aktuellen Situation allgegenwärtiger Inflation sieht man diese Vorteile besonders klar, wenn zumindest für den Bestand steigende Werkstattstundensätze, höhere Materialpreise oder durch aggressive Preismaßnahmen einzelner Hersteller ausgelöste Restwertverluste nicht sofort voll durchschlagen.

Alphabet ist zwar eine Marke der BMW-Group, dennoch aber ein markenunabhängiger Fuhrparkmanagement- und Finanzierungsanbieter. Wie ist der aktuelle Mix zwischen den Konzernmarken BMW und MINI und anderen Marken?

In Österreich sind wir seit unserer Gründung im Jahr 2000 schon immer eng mit den Konzernmarken verbunden, da wir im Gegensatz zu anderen Ländern organisch innerhalb der BMW-Group gewachsen sind und die Akquisition von ING Car Lease im Jahr 2011 für Österreich keine Auswirkung hatte. Speziell in den letzten Jahren konnten wir auch hierzulande unsere Position als markenneutraler Fuhrparkmanagementanbieter für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen deutlich ausbauen. Aus aktueller Sicht sind es aber immer noch ein wenig über 50 Prozent Konzern­markenanteil.

Nicht zuletzt durch die attraktiven Voraussetzungen bei betrieblich genutzter E-Mobilität – wie etwa Vorsteuerabzug oder Sachbezugsbefreiung – erfreut sich auch die Gehaltsumwandlung steigender Beliebtheit. Wo liegen die Vorteile und welche Risiken gibt es?

Gehaltsumwandlungsmodelle sind mittlerweile in aller Munde und vielerorts in Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen im Einsatz. Alphabet war hier klar Vorreiter, da einige unserer Kunden schon seit Jahren auf diese großartige Möglichkeit der Mitarbeiterbindung und Ökologisierung setzen. Die Vorteile liegen nebst Kostenvorteilen im Vergleich Gehalt vs. Firmenfahrzeug sowohl im Employer Branding, wo man im viel zitierten „War for Talents“ punkten kann, als auch in der greifbaren Umsetzung einer nach außen gut sichtbaren Nachhaltigkeitsmaßnahme.

Da es bei Gehaltsumwandlungen um ursprüngliche Privatfahrzeuge geht, wird dadurch der Pendelverkehr ökologisiert, der in den Scope 3 gemäß Greenhouse-Gas-Protocol fällt und somit der Beweis einer tieferschürfenden Beschäftigung mit Nachhaltigkeitsthemen erbracht wird. Bei allen Vorteilen muss aber erwähnt werden, dass Kostenvorteile primär aus den aktuell für E-Fahrzeuge gültigen Anreizen (Vorsteuerabzug, Sachbezugsbefreiung etc.) resultieren, die ziemlich sicher nicht für immer in der Form Bestand haben. Des Weiteren sind abgabenrechtlich noch immer nicht alle Fragen vollständig geklärt und man trifft momentan noch auf unterschiedliche Rechtsansichten.

Schlagwörter wie ESG, Nachhaltigkeit, CSRD, Energie­effizienz usw. machen auch vor dem Fuhrpark nicht Halt. Welchen Stellenwert hat dieses Thema bei Alphabet und inwiefern kann Alphabet auch Kunden hier behilflich sein?

Wir machen uns sehr viele Gedanken, wie Mobilität für Kunden abseits des reinen Leasings optimal gelöst werden kann. Die Total Cost of Ownership (TCO) aufzuzeigen, ist für uns seit vielen Jahren Teil unserer DNA und auch Corporate Carsharing sowie ein E-Mobilitäts-Produkt haben wir schon viele Jahre im Angebot. Neu sind weiterführende Beratungspakete als Alphabet Consulting abseits vom klassischen Vertrieb zum Thema Fleet Emission Consulting. Dazu haben wir mit dem „Alphabet Carbon Manager“ gemeinsam mit Plan A ein exklusives Tool entwickelt, um den CO2-Fußabdruck des Fuhrparks zu messen und zu steuern. Weil Nachhaltigkeitsberichterstattung auch gesetzlich immer mehr verankert wird, ist die Nachfrage hier sehr groß. Gerade für mittelständische Unternehmen ist dieses Tool als Baustein in unserem ganzheitlichen Beratungsspektrum sehr interessant, weil der Bereich Fuhrpark den ökologischen Fußabdruck maßgeblich beeinflusst.

Alphabet ist kürzlich dem Fuhrparkverband Austria (FVA) als Fördermitglied beigetreten. Was hat Sie zu dieser Entscheidung bewogen und was erwarten Sie durch diesen Schritt?

Abgesehen davon, dass mich persönlich mit dem Fuhrparkverband Austria schon seit seinen Gründungstagen eine gemeinsame Geschichte verbindet, sehen wir den FVA als die unangefochtene Plattform für Gedanken- und Erfahrungsaustausch innerhalb der österreichischen Fuhrparkbranche. Unserem Bestreben, einen aktiven Part bei der Weiterentwicklung von betrieblichen Mobilitätsthemen zu leisten, wollen wir mit unserer Fördermitgliedschaft ebenfalls Ausdruck verleihen und freuen uns auf einen regen Austausch mit diversen Interessensvertretern im Rahmen der Verbandsarbeit.

Beim BEST4FLEET-Award der FLOTTE wurde Alphabet mit Silber ausgezeichnet, was bedeutet diese Auszeichnung für Sie?

Wir haben uns alle wirklich sehr über die Auszeichnung gefreut, da sie eine wertvolle Bestätigung für die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre und den Einsatz aller Mitarbeitenden bei Alphabet ist. Wir konnten in den letzten Jahren nicht nur quantitativ stets über dem Markt wachsen, sondern uns auch qualitativ in vielerlei Hinsicht deutlich verbessern. Wenn dies dann auch noch öffentlichkeitswirksam mit einem Award basierend auf soliden Marktforschungsergebnissen honoriert wird, bestätigt dies nach außen und auch nach innen, dass wir auf einem guten Weg sind und unsere stets kundenorientierte Arbeit Früchte trägt. •

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