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Der machte Spanien automobil

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Nach dem 2. Weltkrieg machten Zölle -noch gab es keine Europäische Union mit freien Exportmöglichkeiten -lokale Autoproduktionen nicht nur in Österreich, sondern auch in Spanien lukrativ für jene Hersteller, die wie Fiat Autos außerhalb des Heimatlands absetzen wollten.

Zur Lizenzproduktion von Fiat-Modellen wurde im Juli 1953 die Fabrik der Sociedad Espanola de Automóviles de Turismo in Barcelona eröffnet: Sie begann mit der konventionellen (Frontmotor und Heckantriebs-)Limousine 1400. Ab 1957 erweiterte der Seat 600 die Palette, dessen Produktionsvolumen sich bis 1958 versechsfachte. Zum 60. Geburtstag des Seat 600 hat ein 30-köpfiges Team von Seat einen 1965er mit Faltschiebedach nach 25 Jahren Stillstand in 1.500 Stunden mit 1.000 raren Teilen restauriert -besser als original.

Der 600: Erfolgsmodell auf allen Märkten

Am 23. Juli 1962 lief das 100.000ste, 1970 dann 283.678 Autos vom Band. 800.000 Mal wurde der spanische Lizenz-Fiat 600 mit Heckmotor und Heckantrieb bis 1973 gebaut -kaum unterscheidbar vonÖsterreichs Steyr Fiat 600, Deutschlands Jagst oder Jugoslawiens Zastava. Seat war auch Lieferant ausgelaufener Fiat-Modelle, für die im Export weiterhin Nachfrage bestand: Zunächst war es der 600 D und ab 1971 folgten dann auch 850 Limousine und Coupé.

Spanische Spezialitäten

War zunächst geplant, den auf einem Autosalon gezeigten Fiat Multipla mit modifizierter Front als Seat zu bauen, gab man dem ab 1963 gefertigten 4-Türer mit modifizierter 600er-Karosserie, später "Seat 800" genannt, den Vorzug. Das Einzelstück Seat 600 Savio, entstanden anlässlich des Besuchs des spanischen Ministerpräsidenten Francisco Franco mithilfe von Seat-und Fiat-Multipla-Teilen und des Designers Pietro Frua, war zum Besuchertransport im Seat-Werk Zona Franca im Einsatz.

Vor allem für den Heimmarkt Spanien baute Siata Espanola in Tarragona bis 1973 (ab 1972 unter Ebro) insgesamt 15.000 Spider, Coupés, eigenständige Minivans und sogar Kleinbusse auf Seat-Fahrgestellen mit 750erund 850er-Motoren. Einzelne der 4-türigen Formichetta-Vans (Prospekt links oben) gelangten als Oldtimer ins Ausland.

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