Fuhrpark-oder Mobilitätsmanager?

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Fuhrpark-oder Mobilitätsmanager?

Dirk Heinrichs coacht und trainiert mit seinem Team Führungskräfte und Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Was haben wir in den letzten Jahren nicht schon alles über das "neue Arbeiten", die "neuen Generationen Y-Z", die nunmehr alles beherrschende "Digitalisierung" gehört und gelesen. Die Welt ist wieder einmal - noch immer/ohne Pause? - im Umbruch.

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Wo beginnt dieser Umbruch und wo hört er auf? Nun, mit Sicherheit nicht bei all den Abteilungen, die sichmit dem Thema "mobiles Arbeiten"-"Mobilität" beschäftigen. Warum? Nun, weil das heute immer mehr zum "No-Go" geworden ist und unumkehrbar ist.

Wandel hin zum Mobilitätsmanager

Somit steht auch der liebgewonnene "Fuhrparkmanager" vor dem ältesten Dilemma im Unternehmen: der Veränderung, dem Wandel. Hin zum Mobilitätsmanager. Kennen auch Sie diese Gespräche von Menschen/Mitarbeitern, die sich über alternative Fortbewegungsmittel à la Bahn, Öffis, Rad, Bike, Roller, E-Auto, Car-Sharing unterhalten? Und all dies wird von den Anbietern mit entsprechenden Marketingmitteln immer mehr in unser aller Gehirne "gehämmert". Und "schick", praktisch, "grün", modern, kostengünstig, zukunftsorientiert ist es auch noch. Dabei wird einem doch recht deutlich vorAugen geführt, dass all diese Varianten nicht nur zeitgeistig sind, sondern gewünscht, gar gefordert.

Veränderte Anforderungen

Aktuell harmonieren diese Varianten aber noch nicht ausgiebig mit dem Berufsbild des "Fuhrparkmanagers" in Unternehmen. Zumindest noch nicht sehr verbreitet, gar nicht zu reden von flächendeckend. By the way, die Ausbildungen dazu sind am Markt verfügbar. Warum sollten Sie,die Unternehmen, die Fuhrparkmanager, in diese Richtung tendieren, sich verändern? Um des Veränderns willen? Was bringt das? Ein Firmenauto war doch schon immer ein Statussymbol, die günstigste Form eines "eigenen" Pkw, et cetera. Stimmt! Aber so wie sich die Welt immer weiter dreht - zugegeben,bisweilen gefühlt unsäglich langsam - so verändern sich gerade wirklich die Anforderungen und Sichtweisen der Mitarbeiter. Darauf nicht zu reagieren, ist unprofessionell, nicht "trendy", uncool, "altbacken". Ihre Unternehmensumwelt bekommt das mit und spricht darüber. Und dann ist auch das ein Entscheidungskriterium, sich bei Ihrem Unternehmen zu bewerben oder bei Ihnen etwas zu kaufen.

Die Bahn als Alternative auf längeren Strecken?

Vorbei sind die Zeiten -zumindest für immer mehr Mitarbeiter -, für die eine Dienst-Autofahrt nach Salzburg oder gar Tirol mit dem Gefühl von "Freiheit","die Straße gehört mir", besetzt ist. Stress, Staus, Ärger, Zeitdruck, Strafmandate sind unangenehme Reisebegleiter. Im Zug zum Beispiel kann man arbeiten, entspannt Kaffee trinken, fast immer telefonieren, sich bewegen. Und das zu akzeptablen Preisen. Berechnen wir noch die Arbeitszeit des Mitarbeiters ein, unschlagbar. Dazu hätten die Außendienstler (und für diese Spezies ist das Auto noch immer ein heiliger Gral), aber auch alle anderen Mitarbeiter gerne entsprechende Informationen und Angebote seitens ihres Unternehmens.

Effizienz steht im Vordergrund

Verstehen Sie mich an der Stelle nicht falsch: Ich liebe Autos, Autofahren, aber eben die Mobilität an sich immer mehr. Die effiziente Nutzung aller zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel in einem optimalen Mix steht bei immer mehr Menschen auf einer immer bedeutenderen Position. Und das zu Recht, denn Zeit ist ein wahrlich sehr knappes Gut geworden. Unternehmen, die sich hierbei den Anforderungen der Ressource Mitarbeiter (und die ist auch ein knappes Gut geworden und der Kampf darum war wohl nie härter) stellen und damit auch deren Ansprüchen an ein modernes-zukünftiges Arbeitsleben/Leben, werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erfolgreicher sein. Zumindest mehr alsder Mitbewerb, der sich darum nicht kümmert.
 

Der Preis ist heiß

Der Preis ist heiß

CO2 ist das neue Gold. Zumindest bei den Steuereinnahmen der EU. Schließlich drohen sowohl den Mitgliedsstaaten als auch den Autoherstellern in den nächsten Jahren Strafen in Milliardenhöhe, - sofern sie die CO2-Reduktionsziele verfehlen. Die angedachte "ökosoziale Steuerreform" der neuen Regierung könnte aber für Staat und Autoindustrie sogar zur Win-win-Situation werden.

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"Ich zeige oft, was alles möglich wäre."

"Ich zeige oft, was alles möglich wäre."

Ursprünglich war Hans Roth Gemischtwarenhändler. 1979 gründete er, gemeinsam mit seiner Frau, das Entsorgungsunternehmen Saubermacher - als Beitrag für eine lebenswerte Umwelt. Heute beschäftigt das Unternehmen 3.200 Mitarbeiter in sieben Ländern, pro Jahr werden 3,5 Millionen Tonnen Abfall übernommen, dank hoher Verwertungsquoten und Abfallvermeidung nicht nur klimaneutral, sondern sogar klimapositiv.

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