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Zwischenstand NoVA-Umfrage Fuhrparkverband Austria

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Zwischenstand NoVA-Umfrage Fuhrparkverband Austria

Vor einer Woche fiel der Startschuss zur Umfrage des Fuhrparkverbandes Austria im Hinblick auf die neue NoVA, die Zwischenergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache.

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„Die NoVA-Erhöhung bzw. die Einführung der NoVA für leichte Nutzfahrzeuge erwischt die Unternehmen völlig unvorbereitet und mitten in der Covid-19-Krise. Jeder Befragte weiß, die Kosten werden steigen und die Fahrzeuge müssen deshalb länger genutzt werden. Aber welchen Rattenschwanz das im Konkreten bei den Instandhaltungskosten, den Versicherungstarifen oder auch bei der Gesamt-Ökobilanz nach sich ziehen wird, weiß keiner“, so Henning Heise, Obmann Fuhrparkverband Austria.

Die ersten Ergebnisse der Umfrage sind zwar nicht überraschend, mitunter aber noch drastischer ausgefallen als vielleicht befürchtet. „Alle befragten Unternehmen, die Auswirkungen auf ihren Fuhrpark sehen, werden ihre Autos länger betreiben. Und das wird Probleme machen. Denn einerseits erhöhen sich dadurch die Betriebs- und Wartungskosten, andererseits sinkt die Betriebssicherheit, weil Ausfälle bei höherem Fahrzeugalter und Kilometerstand wahrscheinlicher werden. Das heißt die Stehzeiten steigen an – und passende Ersatzmobilität ist gerade im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge nicht immer leicht zu organisieren, was den administrativen Aufwand wiederum intensiviert“, so Heise weiter.

„Mit dieser Studie will der Fuhrparkverband Austria aufzeigen, dass die gewünschte Wirkung der NoVA-Reform nicht erzielt wird, sondern die Unternehmen gegenteilig reagieren. Wir legen der Regierung deshalb eine Überarbeitung des beschlossenen Gesetzes dringend ans Herz. Besonders bitter ist die NoVA freilich für alle, die eine Nutzfahrzeug-Flotte betreiben und hohe Kilometerjahreslaufleistungen aufweisen. Wenn ein Transporter beispielsweise 50.000 Kilometer pro Jahr zurückgelegt, dann macht es wirtschaftlich keinen Sinn, die Nutzungsdauer zu verdoppeln. In dem Fall hat man keine andere Wahl als die Krot zu schlucken und die Mehrkosten zu tragen“, so der FVA-Obmann abschließend.

Auszug Zwischenergebnisse (nach 7 Tagen):

  • 90 % halten den Zeitpunkt für die NoVA-Erhöhung für falsch
  • 92 % halten es NICHT für sinnvoll, dass einerseits Förderungen in Milliardenhöhe ausbezahlt und andererseits die Belastungen für Unternehmen erhöht werden
  • 92 % würden es begrüßen, wenn alle betrieblich genutzten Fahrzeuge vorsteuerabzugsfähig wären und nicht nur wenige Van-Modelle sowie Nutz- und Elektrofahrzeuge
  • 89 % halten die beim Kauf fällige Normverbrauchsangabe NICHT für ein taugliches Steuerinstrument um die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich langfristig zu senken
  • Die NoVA-Erhöhung wird in 66 % der befragten Unternehmen die Nutzungsdauer verlängern:
    • Pkw werden 1-2 Jahre (36 %) bzw. 3-4 Jahre (29 %) länger genutzt werden
    • leichte Nfz werden 1-2 Jahre (29 %) und 3-4 Jahre (46 %) länger genutzt werden
  • Derzeit beträgt die typische Einsatzdauer von Firmen-Pkw zwischen 3-4 Jahre (64 %) bzw. 5 Jahre und länger (34 %).
  • Derzeit beträgt die typische Einsatzdauer von leichten Nutzfahrzeugen 5 Jahre und länger (55 %) bzw. zwischen 3-4 Jahre (44 %).
  • 50 % der Befragten geben an, dass KEINE Pkw oder Nutzfahrzeuge in ihrem Fuhrpark durch Elektro-Modelle ersetzt werden können.
  • 32 % geben an, dass mehrheitlich die Pkw-Modelle durch E-Autos ersetzbar wären.
  • Die Hauptgründe dafür liegen bei den leichten Nutzfahrzeuge in „zu geringe Reichweite (86 %), „keine/zu wenige Lademöglichkeiten“ (57 %), „zu geringe Zuladung“ (55 %) sowie „E-Nfz sind zu teuer“ (52 %). Anmerkung: Hier waren Mehrfachantworten möglich!
  • 60 % der Befragten werden ALLE KOSTEN, die durch die erhöhte NoVA für Pkw bzw. durch die neue NoVA für leichte Nutzfahrzeuge entstehen werden, an die Kunden weitergeben müssen. 16% werden EINEN TEIL der Kosten an die Kunden weitergeben müssen. 13 % haben sich dazu noch keine Gedanken gemacht.
  • 22 % spielen mit dem Gedanken in Zukunft vermehrt Fahrzeuge im Ausland zuzulassen und in Österreich zu betreiben.

Sollten Sie noch nicht an der Umfrage teilgenommen haben, hier finden Sie alle Informationen dazu.

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