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Die führenden Fuhrparkmanagement-Anbieter im Gespräch, Teil 1

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Bei unserer traditionellen Umfrage sind Österreichs führende Fuhrparkmanagement-Anbieter wieder zu unterschiedlichen Themen Rede und Antwort gestanden.

In einem Punkt sind sich alle Befragten einig, die E-Mobilität ist nicht nur wieder auf der Überholspur, sondern hat andere Antriebsformen schlicht abgeschüttelt. Bis zu 60 Prozent der Neubestellungen sind je nach Anbieter bereits vollelektrisch, Tendenz weiter steigend. Plug-in-Hy­bride sind da deutlich abgeschlagen und vielfach weiter im Sinkflug. Gründe dafür gibt es gleich mehrere: Zum einen bringen diese Fahrzeuge vielfach nicht die erhofften Kraftstoff­einsparungen, zum anderen erzielen vollelektrische Fahrzeuge mittlerweile Reichweiten und Ladegeschwindigkeiten, die PHEVs obsolet machen. Last but not least könnten neue EU-Regeln der Kombination aus Verbrenner und E-Antrieb den Garaus machen.

Trend zu Gebrauchtwagen
Wenn auch nicht überall, aber so ist doch eine verstärkte Nachfrage nach gebrauchten Fahrzeugen im Fuhrparkmanagement zu vernehmen. Zurückzuführen ist das vor allem auf eine teils angespannte Finanzsituation in etlichen Branchen, aber auch die Anbieter selbst sind – vor allem bei E-Fahrzeugen – an einer Zweitverwertung interessiert, um mitunter hohe Wertverluste abzufedern. Nicht zuletzt spielt auch das Thema Nachhaltigkeit eine Rolle, sowohl bei Kunden als auch den FPM-Anbietern. Auch wenn immer wieder alternative Mobilitätsformen wie Auto-Abo, Mobilitätsbudget und Co. in den Medien aufpoppen, so scheint klar, dass das klassische Fuhrparkmanagement wohl auch auf längere Sicht das Produkt Nummer eins bleibt. 

 

Mag. (FH) Nikolaus Engleitner 
CCO Alphabet Austria
BMW Austria Leasing

2024 blieben die E-Autos vielfach hinter den Erwartungen zurück, wie ist das Jahr 2025 in Ihrem Unternehmen verlaufen, wie hoch ist der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge? 
Schon 2024 war die Entwicklung bei unseren Kunden relativ konstant und auch 2025 setzte sich der Trend hin zu mehr E-Mobilität ungebrochen fort. Im Neugeschäft sprechen wir zwischenzeitlich von 50 Prozent vollelektrischen Fahrzeugen und auch unser Portfolio liegt nur mehr knapp unter dieser Marke.

Bei vielen Plug-in-Hybriden ist die elektrische Reichweite gewachsen, andererseits plant die EU eine Regulierung bei den PHEVs, die sich steuerlich auswirken könnte. Wie ist die Nachfrage aktuell?
Im abgelaufenen Jahr hat sich die Nachfrage nach PHEVs geringfügig erhöht, aber liegt mit 10–12 Prozent seit mehreren Jahren auf einem ziemlich stabilen Niveau.

Waren in der Vergangenheit fast ausschließlich Neuwagen Thema im Fuhrparkmanagement, gibt es nun einen gewissen Trend zu Gebrauchten. Wie schätzen Sie das Thema ein? 
Auch wenn bei unseren Kunden unverändert Neuwagen dominieren, konnten wir ebenfalls diese Beobachtung machen. Einerseits werden vor allem bei BEV die Nutzungszyklen verlängert, um nicht sofort vermarkten zu müssen. Andererseits versucht manch einer, kleineren Dienstwagenbudgets so zu begegnen. Vorsicht ist aber geboten, so auf diese Gebrauchtwagen höhere Sachbezüge anfallen würden, was die Fahrer wohl nur bedingt erfreut.

Wie sehen Sie die Zukunft des klassischen Fuhrparkmanagements und welchen Stellenwert werden alternative Angebote wie Auto-Abo, Carsharing, Mobilitätsbudget etc. in den nächsten Jahren einnehmen? 
Wir als Alphabet haben uns früh mit alternativen Angeboten auseinandergesetzt und bieten diese auch in diversen Ländern an. Bis dato blieb aber das klassische Fuhrparkmanagement noch immer das am häufigsten nachgefragte Produkt. Wir sind überzeugt, dass es in unserer Kernzielgruppe auch in Zukunft einen unverändert hohen Stellenwert einnehmen wird, auch wenn die genannten Alternativen das Gesamtangebot bereichern.

 

Brigitte Bichler
Retail Sales Director 
Arval Austria

2024 blieben die E-Autos vielfach hinter den Erwartungen zurück, wie ist das Jahr 2025 in Ihrem Unternehmen verlaufen, wie hoch ist der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge? 
2025 zeigt deutlich mehr Bewegung bei E-Autos. Viele Firmen treiben ihre Elektrifizierung voran, der BEV-Anteil in neuen Verträgen steigt klar an. Gleichzeitig bleibt ein ausgewogener Mix wichtig, weil Mobilitätsanforderungen je nach Einsatz sehr unterschiedlich sind.

Bei vielen Plug-in-Hybriden ist die elektrische Reichweite gewachsen, andererseits plant die EU eine Regulierung bei den PHEVs, die sich steuerlich auswirken könnte. Wie ist die Nachfrage aktuell?
PHEVs bleiben für viele Firmenflotten eine praktikable Lösung, besonders dort, wo Laden nicht überall möglich ist. Die Nachfrage ist stabil, zugleich wächst das Interesse an BEVs, weil künftige steuerliche Regeln PHEVs weniger attraktiv machen könnten. Wir beobachten, dass Unternehmen das genauer prüfen.

Waren in der Vergangenheit fast ausschließlich Neuwagen Thema im Fuhrparkmanagement, gibt es nun einen gewissen Trend zu Gebrauchten. Wie schätzen Sie das Thema ein? 
Wir sehen einen deutlichen Trend zu jungen Gebrauchten. Viele Unternehmen wollen flexibel bleiben und Budgets schonen. Mit Arval ReLease haben wir dafür vorgesorgt. Top gewartete Fahrzeuge aus unserem Bestand bieten kurze Lieferzeiten, sehr gute Konditionen und attraktive Modelle. Dieser Second-Life-Ansatz entspricht darüber hinaus modernen Flottenstrategien.

Wie sehen Sie die Zukunft des klassischen Fuhrparkmanagements und welchen Stellenwert werden alternative Angebote wie Auto-Abo, Carsharing, Mobilitätsbudget etc. in den nächsten Jahren einnehmen? 
Fuhrparkmanagement wandelt sich immer stärker zum Mobilitätsmanagement. Neben klassischem Leasing gewinnen flexible Angebote wie Auto-Abo, Carsharing oder Mobilitätsbudgets an Bedeutung. Für Unternehmen zählt eine passende und vor allem auch einfach steuerbare Lösung für ihre unterschiedlichen Mobilitätsbedarfe.

 

Lorenz Loidl
Commercial Director 
Ayvens Austria

2024 blieben die E-Autos vielfach hinter den Erwartungen zurück, wie ist das Jahr 2025 in Ihrem Unternehmen verlaufen, wie hoch ist der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge? 
Auch 2025 ist der Trend zur Elektromobilität ungebrochen, wenngleich wir insbesondere seit Mitte des Jahres ein Abflachen des Interesses auf sehr hohem Niveau beobachten. Rund 60 Prozent aller Neubestellungen unserer Kunden in diesem Jahr sind E-Fahrzeuge, im Vorjahr lag der Anteil bei rund der Hälfte. Und das, obwohl sich das allgemeine Umfeld in diesem Jahr mit wenigen Ausnahmen nicht gerade zugunsten der E-Mobilität entwickelt hat – unter anderem durch die motorbezogene Versicherungssteuer oder den Richtungswechsel auf EU-Ebene.

Bei vielen Plug-in-Hybriden ist die elektrische Reichweite gewachsen, andererseits plant die EU eine Regulierung bei den PHEVs, die sich steuerlich auswirken könnte. Wie ist die Nachfrage aktuell?
Die Nachfrage nach PHEVs ist bei unseren Kunden sehr gering und liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Im Vergleich zu den Vorjahren sehen wir keine wesentliche Veränderung. Die meisten Unternehmen entscheiden sich bei der Elektrifizierung ihrer Fuhrparks dann doch lieber gleich für BEVs. Und das aus gutem Grund, denn objektiv betrachtet bringen PHEVs den Firmen keine wesentlichen Vorteile. Sie kommen bei den Gesamtbetriebskosten jetzt schon teurer als BEVs. Und beim CO2-Ausstoß bringen sie oftmals nicht die erhofften Einsparungen.

Waren in der Vergangenheit fast ausschließlich Neuwagen Thema im Fuhrparkmanagement, gibt es nun einen gewissen Trend zu Gebrauchten. Wie schätzen Sie das Thema ein? 
Auch wir beobachten aktuell eine gestiegene Nachfrage nach Gebrauchtwagenleasing. Diese ist unter anderem auf die angespannte wirtschaftliche Lage und den damit verbundenen starken Kostendruck zurückzuführen. Aus einer ökonomischen und Nachhaltigkeitsper­spektive ist Gebrauchtwagenleasing für Unternehmen eine durchaus interessante Alternative. Auch für uns als Leasinggesellschaft eröffnen sich damit spannende Potenziale. Allerdings bleibt abzuwarten, ob dieser Trend nachhaltig ist.

Wie sehen Sie die Zukunft des klassischen Fuhrparkmanagements und welchen Stellenwert werden alternative Angebote wie Auto-Abo, Carsharing, Mobilitätsbudget etc. in den nächsten Jahren einnehmen? 
In den letzten Jahren wurde dem Firmenwagen und dem klassischen Fuhrparkmanagement schon öfter das Aus vorhergesagt. Und trotzdem stehen beide nach wie vor hoch im Kurs bei Österreichs Unternehmen. Wir glauben nicht an ein „Entweder-oder“, wenn es um die betriebliche Mobilität von morgen geht. Vielmehr werden die Bedürfnisse der Unternehmen diverser und dementsprechend wird auch das Angebot am Markt vielfältiger.

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