Das Auto muss für den Kunden passen

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Das Auto muss für den Kunden passen

Ein Fahrschulauto muss gefallen, leicht zu bedienen sein und einiges aushalten. Ing. Gerhard Nigischer, Inhaber der Fahrschule Columbus, setzt in seinem Fuhrpark daher seit acht Jahren auf Kia.

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Schon im Kindergartenalter stand für Ing. Gerhard Nigischer fest, dass er Fahrlehrer wird. Sein Großvater übernahm die Fahrschule Columbus im Jahr 1945, sein Vater folgte ihm und nunmehr führt Nigischer den Familienbetrieb bereits in dritter Generation. Die Stammfiliale der Fahrschule liegt in der Columbusgasse im zehnten Wiener Gemeindebezirk und wird nach wie vor vom Vater geleitet, Gerhard Nigischer ist vorwiegend in der Filiale im zweiten Bezirk tätig.

Anspruchsvolle Kunden

Das Geschäft hat sich in all diesen Jahren naturgemäß laufend geändert, in den vergangenen zehn Jahren drastisch. Der Wettbewerbsdruck sei enorm, die Kundenbeziehungen wesentlich anspruchsvoller geworden. "Früher hatten die Kunden mehr Vorbildung über das Auto an sich, das Grundinteresse daran ist heute nicht mehr vorhanden."

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der aus gesetzlichen Gründen sehr umfangreich gewachsene Ausbildungsprozess. "Die Kunden erfassen teilweise trotz persönlicher und Online-Information nicht wirklich, was sie alles für den Führerschein brauchen. Heute will jeder den Führerschein möglichst schnell, möglichst leicht bekommen. Das ist auch in Ordnung. Und wir versuchen natürlich, den Kunden so viel wie möglich abzunehmen. Bei gewissen Dingen wie beispielsweise einem ärztlichen Gutachten funktioniert das allerdings nicht."

Somit entstehen laufend terminlich oder auch motivationsbedingte Pausen, wodurch die Ausbildungsdauer immer länger wird. Das gefällt weder Kunden noch Mitarbeitern der Fahrschule, weshalb in der Fahrschule intensiv an dieser Tendenz entgegenwirkenden Maßnahmen gearbeitet wird.

Spezielle Motorisierung

In der Fahrschule Columbus sind 15 Mitarbeiter beschäftigt, vier in Sekretariat und Organisation, elf davon als Fahrlehrer. Gelehrt wird auf insgesamt 15 Kia Rio. Noch, denn im Sommer steht der nächste Fahrzeugwechsel ins Haus, diesmal auf den Kia Stonic. Zum einen, weil der Rio nicht mehr jene Dieselmotorisierung bietet, die für die Fahrschulausbildung vorteilhaft ist. "Das Anfahrproblem ist ein gravierendes. Selbstverständlich wird es trainiert, aber wenn das Auto zu leicht abstirbt, fehlt dem Kunden bald die Motivation oder wir wenden fürs Üben zu viel Zeit auf." Der Stonic hat nun genau den gesuchten Dieselmotor.

Zum anderen wird es der kleine Crossover, weil er gut ankommt und nicht zu groß ist. "Zu große Autos machen unsere Arbeit und die des Kunden schwieriger. Am Gürtel mit einem breiten Auto zu fahren, das ist schon eine Herausforderung."

Ein Ausstattungs-Muss bei den neuen Fahrzeugen - von den zusätzlichen Fahrlehrerpedalen abgesehen - ist die Rückfahrkamera. Einparken ist im zweiten Bezirk ein heikles Thema, die Autos parken auf der Straße, mit Rückfahrkamera tut sich sogar der Chef leichter, wie er lächelnd eingesteht.

Der Rio ist's gewesen

Der Autotausch findet prinzipiell nach drei Jahren statt. Weniger aus technischen Gründen, sondern weil die intensiv genutzten Autos nach drei Jahren einfach verbraucht aussehen.

Bis 2012 betrieb Nigischer einen gemischten Fuhrpark, mit dem Hintergedanken, dass Kunden möglichst unterschiedliche Autos fahren können. Das hatte sich nicht wirklich bewährt, als 2012 wieder ein Fahrzeugwechsel anstand, wurde Nigischer auf der Automesse am Kia-Stand von Mag. (FH) Stefan Wurzinger (heute General Manager Sales) von der Qualität des Rio überzeugt und bekam innerhalb einer Stunde einen Vorführwagen organisiert. "Zu einer Zeit, in der sich Importeure noch gar nicht sehr um Fuhrparkbetreiber in der Größe meiner Flotte gekümmert haben, war das beeindruckend", zeigt sich Nigischer heute noch fasziniert. Der Kia Rio war dann auch optimal für die Kunden, gefällig, gerade richtig groß, anständig im Verbrauch trotz hoher Belastung, sowohl Fahrlehrer als auch Kunden lobten die neuen Autos.

Leasing läuft gut

Die Vorteile des einheitlichen Fuhrparks sind für Nigischer mittlerweile eindeutig. Die gesamte Organisation und Betreuung durch die Werkstätte ist deutlich einfacher geworden. Großes Lob spricht der Fahrschulinhaber an dieser Stelle dem betreuenden Autohaus und Werkstätte, der Grünzweig Automobil Gmbh, aus. "Als Fahrschulbetreiber haben wir nicht viel Zeit, wenn wir mit einem akuten Problem ins Autohaus kommen, unser Ansprechpartner ist immer und sofort für uns da." Mit dem Operating Leasing, das Nigischer seit 2012 anwendet, ist er ebenfalls zufrieden. Lediglich das Fuhrparkmanagement hat er wieder selbst übernommen, da die Auslagerung nicht die geplante Arbeitserleichterung gebracht habe. "Natürlich haben wir gelegentlich kleine Unfälle, aber für uns ist es wirtschaftlicher, wenn ich mich selbst darum kümmere." Aktuell kommt ein Auto auf durchschnittlich 0,49 Euro Kosten pro gefahrenem Kilometer.

Neue Strategie

Der neue Leasingvertrag ab Sommer ist diesmal für 20.000 Kilometer pro Jahr statt bisher 25.000 vereinbart. Ausschlaggebend dafür war die ungleichmäßige Belastung der Autos. Jeder Fahrlehrer hat "sein" Auto. Durch das vielfältige Angebot an Kursen und den unterschiedlichen Wochenstunden der Fahrlehrer stehen manche Rios daher länger als geplant im Wartemodus und kommen durchschnittlich auf 14.500 Kilometer Laufleistung pro Jahr.

Zukünftig werden die Autos also getauscht, voraussichtlich monatlich. Ein Umstand, der sich möglicherweise auch positiv auf die Pflege des Autos auswirkt. Die Fahrlehrer sind zwar dazu angehalten, ihr Auto entsprechend zu reinigen, was mehr oder weniger funktioniert. Wenn künftig jedoch mehrere Kollegen ein- und dasselbe Auto benutzen, wird's vielleicht noch einen Tick gepflegter.

Immer einer im Talon

Ein weiterer Vorteil der Kia-Flotte: Kia bietet ein Ersatzfahrschulauto für Wartungs- oder Reparaturarbeiten an, dennoch hat Nigischer ein eigenes Ersatzauto. Ausfälle ließen sich so leichter handeln, mittlerweile sind auch mehrere Fahrschulen mit Kia ausgestattet, die Nachfrage also entsprechend groß. Und: Die Kunden wissen vielleicht nicht, in welchem Auto sie sitzen, aber sie merken, wenn sie in einem anderen Auto sitzen. "Und das fährt garantiert schlechter", lacht der Fahrschulchef, daher haben wir lieber ein eigenes Ersatzfahrzeug."

Fahrschule Columbus in Fakten

Unternehmen
Die Fahrschule Columbus ist ein Familienbetrieb mit zwei Filialen in Wien und wird in dritter Generation betrieben; Mitarbeiter: 15

Fuhrpark
Marken: Kia
Anzahl 15 Pkw
Laufleistung: durchschnittlich 14.500 Kilometer
Behaltedauer: drei Jahre

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