Keine Panik!

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Keine Panik!

Wir müssen uns keine Sorgen machen, dass das Autofahren jemals verboten werden wird. Denn der größte Fan des Automobils ist immer noch eine Spezies: der Politiker.

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Man benötigt eigentlich keinen spezifischen Aufhänger, um einmal über das Verhältnis der Politik mit dem Automobil zu schreiben. Und wenn doch, dann gäbe es davon in den letzten fünf Jahrzehnten mehr als genug Optionen, auf die man nun eingehen könnte, denn es ist ja so: Dauern Steuerreformen, Gesetzesänderungen, Abgaben oder sonstige Neuerungen oft Jahre, bis sie dann auch tatsächlich umgesetzt werden, geht es im Verkehrssektor meist binnen weniger Monate. Und dabei ist es egal, ob es sich um höhere Belastungen oder auch nur strengere Tempolimits geht.

Von all diesen Maßnahmen kann man natürlich halten, was man will, jedenfalls zeigen sie uns eines: Dass man mit Dingen, die Autofahrer betreffen, sehr schnell und sehr leicht politisches Kapital schlagen kann. Hier muss man sich nicht vor gefährlichen Lobbies oder Blockierer aus der eigenen Partei fürchten, verscherzt es sich nicht mit Interessensverbänden oder Bünden, riskiert kein Ungemach in der Koalition. Sprich: Die vier Räder des österreichischen Volkes bieten ein solides Kapital für politisches Marketing – und Kapital greift man, wie wir alle wissen, ja grundsätzlich nicht an.

Das heißt somit: Solange es den individuellen Straßenverkehr gibt, besteht auch die Möglichkeit, es den eigenen Wählern und dem Budget Gutes zu tun. Ich würde den Bogen sogar noch weiter spannen: Es gibt manche Parteien, die benötigen das Automobil so wie auch die Migration oder die Bodenverdichtung als Stein des Anstoßes, auf dem ihre gesamte Ausrichtung aufbaut. Gäbe es also in unseren Städten keine Autos mehr, dafür ringsum hunderte Windräder und ein Volk, das in sich geeint wäre und sich lieb hat, hätte manch politische Bewegung ihre zentralsten Aufgaben erfüllt und könnte sich selbst abschaffen. Das aber will natürlich keiner, also gilt es, diesen uralten Feind so lange es geht am Leben zu halten.

Es mag sich also um eine Art Hassliebe handeln, eine gewisse Art von Abhängigkeit, was in unserem Fall bedeutet: Wir können – müssen vielleicht sogar – also weiterhin mit dem eigenen Auto unterwegs sein. Denn es gilt, den Autoverkehr möglichst lange noch zu ermöglichen, um ihn weiterhin kritisieren und sanktionieren zu können. Es wird alles halt nur teurer, so wie in den letzten fünf Jahrzehnten auch schon.

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