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Allround-Genie

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Der Seat 1430 feiert heuer seinen 50. Geburtstag und ist der Vorfahre des neuen Leon Kombi. Schon damals wurde er als Geschäftswagen genauso genutzt wie im Alltag und für Urlaubsfahrten mit der Familie.

Als der Seat 1430 als Limousine und als Kombi namens "5 puertas" - also Fünftürer - im Jahr 1970 auf den Markt kam, war die spanische Marke gerade einmal 20 Jahre alt und in staatlicher Hand. Hohe Importzölle sorgten zur Zeit der Franco-Diktatur dafür, dass die einheimische Marke unangefochtener Marktführer war. Eigenständige Modelle suchte man vergebens, man baute ausschließlich Lizenzmodelle von Fiat. Was insofern wenig verwunderlich war, als der spanische Markt zu klein für eine völlig eigenständige Produktion war, zudem gab es strenge Lizenzauflagen von Fiat. Zur Zeit des 1430ers kam es Anfang der 1970er-Jahre dann aber zu Lockerungen und bereits 1973 wurden knapp 80.000 Autos ins europäische Ausland exportiert. In den frühen 1980er-Jahren kam es zum Bruch mit Fiat und der Ibiza wurde als erstes eigenständiges Modell von Seat präsentiert.

Schlicht und funktionell

Doch zurück zu unserem Jubilar. Der galt bei seiner Präsentation als funktional und elegant und dank des großen Kofferraums zählte er zweifellos zu den praktischsten Autos der damaligen Zeit. Das Design könnte geradliniger kaum sein, wie mit dem Lineal gezogen muteten die Proportionen geradezu architektonisch an. Eine durchgezogene Holzblende sorgte für etwas Luxus im Cockpit des Seat 1430 "5 puertas", abgesehen davon ging es aber noch recht spartanisch zur Sache. Neben einer Uhr gab es einen Tachometer und einen - für die Zeit alles andere als selbstverständlich - Drehzahlmesser. Die Sitze waren einfach gestaltet, Kopfstützen gab es damals keine. Dafür hat sich der Spanier einen guten Namen im Hinblick auf die Beleuchtung gemacht, die Doppelscheinwerfer sorgten für eine überdurchschnittliche Lichtausbeute und somit ein Plus an Sicherheit.

Sportliche Gene

Das Antriebskonzept war klassisch, der quer eingebaute Frontmotor brachte es zunächst auf 70, später sogar auf 75 PS aus 1.438 Kubikzentimeter Hubraum. Der Antrieb erfolgte dabei über die Vorderachse. Auch wenn er die am oberen Ende der Tachoskala angegebenen 170 km/h nicht ganz erreichen konnte, so war doch für ausreichenden Vortrieb gesorgt. Die 1430-Limousine bekam sogar einen 1,6-Liter-Motor mit 95 PS, damit waren bis zu 175 km/h möglich. Kein Wunder, dass die Fahrzeuge auch im Motorsport Anklang fanden und nicht nur die spanische Rallye-Meisterschaft dominierten, sondern auch international - unter anderem bei Rallyes in England und Zypern - zum Einsatz kamen. 1976 wurde der Seat 1430 eingestellt.

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