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Namens-Askese hat bald ein Ende

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Namens-Askese hat bald ein Ende

Im März 2019 wird der neue Toyota Corolla im Handel erwartet. Ein Erfolgsmodell bekommt nach Jahren selbstgewählter Askese die weltweit bekannte Modellbezeichnung wieder zurück.

Als japanischen Volkswagen bezeichnet Toyota gern das Modell Corolla: Immerhin überholte der Corolla den VW Käfer als meistverkauftes Auto der Welt. Allerdings muss man dem hinzufügen, dass es sich dabei um unzählige Modellreihen handelt, deren erste bereits kurz nach der Aufnahme des Imports der japanischen Marke 1967 auch von Toyota Frey in Österreich angeboten wurden. Ihnen sollten über die Jahre Modellgenerationen in vielfältigen Karosserieversionen folgen: darunter außer Limousinen und Kombi, Coupés und Liftbacks auch Lkw- und Van-Varianten, teilweise kamen auch Dieselmotoren zum Einsatz.

 

Europäischer als mancher Europäer


Mit dem Wechsel auf den Modellnamen Auris ab 2007 sah man die Typbezeichnung Corolla bei Neuwagen nur noch vereinzelt auf Limousinen in Österreich, wöhrend es in einer Reihe von Ländern weiterhin beim Namen Corolla blieb. Meistgebautes Auto der Welt war der Corolla bereits 1975: „Autokauf ohne Reue", das österreichische Autotest-Jahrbuch, überzeugte der Corolla 1200 E, der seit 1977 auch mit 50-PS-Benzinmotor lieferbar war, als Zweitürer knapp 71.000 und als Viertürer knapp 74.000 Schilling (mit leichter Bedienung, mit 8,8 Liter niedrigem Benzinverbrauch, guter Gesamtqualität und geringer Störanfälligkeit). Fahrwerk und 16-Ventilmotor mit Katalysator begeisterten 1988 Günther Effenberger und Walter Burger, die Verfasser von „Autotests, die nichts verschweigen!" beim Toyota Corolla 1600 Kat, der fast 183.000 Schilling kostete und dessen 90-PS-Motor immer noch 7,9 Liter Benzin verbrauchte: „Der Toyota Corolla ist nicht nur solid und alltagsfreundlich, sondern dank moderner Karosserie und High-Tech-Motor europäischer als so mancher Europäer."

 

Jubiläum und Rekordverkäufe


1987 hatte Toyota Frey den 150.000sten Toyota nach Österreich importiert: Es war ein mit Katalysator ausgerüstetes Corolla-Coupé, im Jahr darauf sollte Toyota Frey mit 20.000 Toyota-Verkäufen so viele Autos zulassen wie noch nie zuvor und 7,5 Prozent Marktanteil erreichen. Der Name Corolla war so populär, dass der allradgetriebene Nachfolger des Toyota Tercel als Corolla Tercel 4x4 als Mitglied der 1987 vorgestellte Baureihe E9 angeboten wurde. Der 1989 als 200.000ste in Österreich ausgelieferte Toyota war ebenfalls so ein Corolla Tercel 4x4/RV Wagon.

 

Mit aktuellen Konzepten zum Erfolg 

 

Hatten die Corolla-Modelle bis zur 1979 präsentierten 4. Generation (E70) Heckantrieb, wurde mit der Baureihe E80 zum Frontantrieb umgeschwenkt. Mit der Baureihe E12 (bis 2007) verschwand der Name Corolla (bis auf „Ausreißer" wie die Limousine auf der Automesse Ried 2008) in der Versenkung. 2019 feiert er die Wiederauferstehung. Viel Erfolg! •

 

Text: Dr. Nikolaus Engel, Fotos: Hersteller und Autor

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