Schon (vorab) gefahren: Cupra Raval
4,05 Meter lang, tiefergelegt, verbreiterte Spur: Der Cupra Raval ist das erste Auto auf der neuen, kleinen Elektro-Plat...
Beim heurigen Sommerreifentest nahm der ÖAMTC 16 unterschiedliche Pneu-Typen unter die Lupe. Während es drei Mal die Note „gut“ gab, die meisten aber ernteten nur eine durchschnittliche Bewertung. Drei Reifen wiesen dafür deutliche Schwächen auf.
In diesem Jahr teilte der ÖAMTC und seine Partnerclubs den Sommerreifentest nicht in zwei Kategorien auf, sondern nahm gleich 16 verschiedene Pneu-Typen einer einzigen Dimension in die Pflicht. 225/50 R17 ist vor allem im Bereich der Kompakten und SUV eine weit verbreitete Größe, und die Ergebnisse waren durchwegs gemischt: So schafften drei Modelle die Note "gut": Continental PremiumContact 7 ging als klarer Testsieger hervor, Cinturato (C3) von Pirelli und EfficientGrip Performance 2 von Goodyear zeigten die ausgewogenste Gesamtleistung im Feld. „Diese Reifen überzeugten sowohl bei der Fahrsicherheit auf trockener und nasser Fahrbahn als auch bei Verschleiß, Effizienz und Umweltbilanz", sagt ÖAMTC-Reifenexperte Steffan Kerbl.
Testumfang: 16 Reifenmodelle einer einzigen Dimension (225/50 R17) für Kompaktwagen und SUVs.
Bewertungskriterien: Fokus auf die Kombination aus Fahrsicherheit (Nässe/Trockenheit) und Umweltbilanz(Laufleistung, Abrieb, Effizienz).
Experten-Fazit: Ein moderner Reifen muss laut ÖAMTC den Spagat zwischen Grip, Langlebigkeit und Umweltschutz meistern. Ein niedriger Preis oder spezifische Stärken (wie beim Linglong) wiegen Defizite in anderen Sicherheitsbereichen nicht auf.
Gleich sechs Modelle erreichten ein "befriedigend: Firestone Roadhawk 2, Falken Ziex ZE320, Bridgestone Turanza 6, Michelin Primacy 5, Maxxis Premium HP6 und Kumho Ecsta HS52 zeigten jeweils in einzelnen Kriterien leichte Schwächen – etwa bei der Laufleistung, beim Abrieb oder bei den Fahreigenschaften auf trockener oder nasser Fahrbahn. Vor allem der Primacy 5 von Michelin sticht hierbei besonders hervor, so Kerbl: „Dieser Reifen weist Schwächen bei der Fahrsicherheit, vor allem auf trockener Fahrbahn auf. Gleichzeitig ist er Testsieger bei der Umweltbilanz – unterm Strich reicht es damit zu einem 'befriedigend'."
Continental PremiumContact 7 (Klarer Testsieger)
Pirelli Cinturato (C3)
Goodyear EfficientGrip Performance 2
Die gleiche Note konnten auch vier weitere Produkte für sich verbuchen, deren Schwächen allerdings ein wenig ausgeprägter ausfallen: BF Goodrich Advantage, Hankook Ventus Prime 4, Vredestein Ultrac+ und Greentrac Quest-X. „Wer einen dieser Reifen in Betracht zieht, sollte das eigene Fahrprofil kennen und sich die Bewertungen in den einzelnen Kriterien genau ansehen. Bei allen vier Modellen fallen entweder die Schwächen in bestimmten Bereichen deutlicher aus – oder es summieren sich viele kleinere Probleme", so Kerbl weiter.
Firestone Roadhawk 2
Falken Ziex ZE320
Bridgestone Turanza 6
Michelin Primacy 5 (Bester in der Umweltbilanz, aber Schwächen auf trockener Fahrbahn)
Maxxis Premium HP6
Kumho Ecsta HS52
Modelle mit etwas ausgeprägteren Schwächen oder einer Summe kleinerer Probleme:
BF Goodrich Advantage
Hankook Ventus Prime 4
Vredestein Ultrac+
Greentrac Quest-X
Schlusslichter gab es auch dieses Mal. Gleich drei mussten sich mit einem „genügend" zufrieden geben, wobei der Lassa Revola nur knapp an einer besseren Note vorbeischrammte. Letztlich reichte es aufgrund diverser Schwachstellen (trockene Fahrbahn, Laufleistung und Abrieb) aber nicht für ein "befriedigend". Beim Leao Nova-Force Acro zeigten sich ähnliche Schwächen, zusätzlich musste er auf nasser Fahrbahn Federn lassen. Schlusslicht im aktuellen Sommerreifentest ist der Linglong Sport Master: Der vom chinesischen Hersteller in Serbien produzierte Reifen zeigt die Gratwanderung, die die Industrie bewältigen muss, am deutlichsten, wie Kerbl erklärt: „Der Sport Master hat die besten Nassgriffeigenschaften des ganzen Feldes – nur der Testsieger kann hier einigermaßen mithalten. Die Kehrseite der Medaille: Auf trockener Fahrbahn ist kein Testkandidat schwächer, die Laufleistung ist so gering, der Abrieb so hoch wie bei keinem anderen Modell."
Lassa Revola: Schwächen auf trockener Fahrbahn, bei Laufleistung und Abrieb.
Leao Nova-Force Acro: Schwächen bei Laufleistung/Abrieb sowie auf nasser Fahrbahn.
Linglong Sport Master: Extreme Gegensätze – bester Nassgriff im Test, aber schlechtester Wert auf trockener Fahrbahn sowie hoher Abrieb und geringe Laufleistung.
Alles in allem zeigt sich: Nur weil ein Kandidat in diesem Test auf den hinteren Plätzen gelandet ist, muss er deswegen nicht seine Qualitäten haben. Diese können dann aber sehr spezifisch sein. „Ein moderner Reifen muss heute mehr können als nur Grip zu bieten: Er soll lange halten, spritsparendes Fahren ermöglichen und möglichst wenig Abrieb erzeugen. Diese Aspekte sind für Konsument:innen ebenso relevant wie für Umwelt und Geldbörse", betont Kerbl. Der Tipp des ÖAMTC-Technikers: Beim Reifenkauf nicht allein am Preis oder an Werbeversprechen orientieren, sondern unabhängige Testergebnisse heranzuziehen.
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