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Die führenden Fuhrparkmanagement-Anbieter im Gespräch, Teil 2

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Bei unserer traditionellen Umfrage sind Österreichs führende Fuhrparkmanagement-Anbieter wieder zu unterschiedlichen Themen Rede und Antwort gestanden.

Mag. Ladislaus Bandri
Geschäftsführer 
Flottenmanagement EBV-Gruppe

2024 blieben die E-Autos vielfach hinter den Erwartungen zurück, wie ist das Jahr 2025 in Ihrem Unternehmen verlaufen, wie hoch ist der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge? 
Bis zur Hälfte des Jahres war jedes zweite bestellte Fahrzeug ein E-Auto. Weiterhin wenig Interesse besteht an E-Nutzfahrzeugen, die selbst unter massivem Preisdruck der Hersteller wenig Nachfrage bei den Kunden erzeugen konnten.

Bei vielen Plug-in-Hybriden ist die elektrische Reichweite gewachsen, andererseits plant die EU eine Regulierung bei den PHEVs, die sich steuerlich auswirken könnte. Wie ist die Nachfrage aktuell?
Die Kunden reflektieren klar in die Richtung E-Mobilität oder klassischer Verbrenner-Technologie. Der Anteil an PHEV-Zulassungen ist vielmehr damit in Verbindung zu bringen, dass Hersteller ihre konventionellen Antriebe durch PHEV-Modelle ersetzten. Demnach gilt es etwaige Förderungen abzuwarten.

Waren in der Vergangenheit fast ausschließlich Neuwagen Thema im Fuhrparkmanagement, gibt es nun einen gewissen Trend zu Gebrauchten. Wie schätzen Sie das Thema ein? 
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as Thema Gebrauchtwagen spielt aktuell im Fuhrparkbereich noch eine untergeordnete Rolle. Laufzeit- bzw. verschleißbedingte Reparaturen oder Ausfälle sind für Unternehmen nicht tragbar. Bei Elektrofahrzeugen können sich jedoch neue Ansätze ergeben.

Wie sehen Sie die Zukunft des klassischen Fuhrparkmanagements und welchen Stellenwert werden alternative Angebote wie Auto-Abo, Carsharing, Mobilitätsbudget etc. in den nächsten Jahren einnehmen? 
Der Bedarf nach Mobilität wird sich nicht verändern. Die Flexibilität und Zuverlässigkeit der Anbieter wird neben der Kundenorientierung der wesentliche Faktor bleiben. Die Nutzung des jeweiligen Modelles obliegt dem Bedarf der Kunden und auch der steuerlichen Zugänge. Die Anforderungen der Kunden und auch die der Gesetzesgeber nehmen massiv zu und es gilt für die Fuhrparkverantwortlichen einfache, digitale Lösungen zu finden.

 

Rainer Lagler 
Sales & Marketing Director
Leasys Austria

2024 blieben die E-Autos vielfach hinter den Erwartungen zurück, wie ist das Jahr 2025 in Ihrem Unternehmen verlaufen, wie hoch ist der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge? 
Im B2B-Sektor ist die Elektromobilität nicht mehr nur ein Trend, sondern Realität. Die Branche entwickelt sich rasant, was unsere Zahlen belegen. Mit 30 Prozent rein elektrischen Fahrzeugen im Fuhrpark und einem noch höheren E-Anteil bei aktuellen Neubestellungen unterstreichen wir diesen Wandel.

Bei vielen Plug-in-Hybriden ist die elektrische Reichweite gewachsen, andererseits plant die EU eine Regulierung bei den PHEVs, die sich steuerlich auswirken könnte. Wie ist die Nachfrage aktuell?
PHEVs erfreuen sich als Firmenwagen weiter großer Beliebtheit. Dies liegt hauptsächlich am geringeren Sachbezug, der durch die offiziellen CO2-Emissionen dieser Fahrzeuge ermöglicht wird. Der allgemeine Trend geht jedoch in Richtung rein elektrischer Fahrzeuge. Viele Kunden überspringen mittlerweile die Zwischenstufe des PHEVs und steigen direkt auf ein E-Auto um.

Waren in der Vergangenheit fast ausschließlich Neuwagen Thema im Fuhrparkmanagement, gibt es nun einen gewissen Trend zu Gebrauchten. Wie schätzen Sie das Thema ein? 
Gebrauchtwagen-Leasing ist noch eine Nische. Besonders internationale Kunden haben diese Option oft noch nicht in ihren Car Policies verankert. Ein wesentlicher Punkt ist der Restwert: Obwohl der Kaufpreis eines Gebrauchtwagens niedriger ist, sinkt im Gegenzug der Restwert. Dies führt dazu, dass die Leasingraten und die Gesamtbetriebskosten (TCOs) oft nicht attraktiv genug sind.

Wie sehen Sie die Zukunft des klassischen Fuhrparkmanagements und welchen Stellenwert werden alternative Angebote wie Auto-Abo, Carsharing, Mobilitätsbudget etc. in den nächsten Jahren einnehmen?
Klassisches Fuhrparkmanagement ist nach wie vor gefragt. Neue Technologien und Antriebsarten stellen das Management vor komplexere Aufgaben. Wir verfügen über die notwendige Expertise, um unsere Kunden optimal zu beraten und zu unterstützen. Das Portfolio wird durch alternative Mietmodelle ergänzt, was den Trend weg vom Eigentum hin zu Nutzungsoptionen wie dem Operating Leasing verdeutlicht.  

 

Roland Leitner
Leiter Flottenmanagement 
Porsche Bank

2024 blieben die E-Autos vielfach hinter den Erwartungen zurück, wie ist das Jahr 2025 in Ihrem Unternehmen verlaufen, wie hoch ist der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge? 
Rund 25 Prozent der Fahrzeuge unserer Unternehmenskunden sind bereits vollelektrisch. Bei den Neuzulassungen des Jahres 2025 liegt der Anteil sogar bei etwa 33 Prozent. Der Trend zum BEV ist deutlich erkennbar und wird sich dank neuer attraktiver Modelle und Angebote weiter verstärken.

Bei vielen Plug-in-Hybriden ist die elektrische Reichweite gewachsen, andererseits plant die EU eine Regulierung bei den PHEVs, die sich steuerlich auswirken könnte. Wie ist die Nachfrage aktuell?
PHEVs liegen im Flottenbereich klar hinter vollelektrischen Modellen. In der Praxis zeigen sie bei höheren Kilometerleistungen oft höhere Verbräuche als erwartet, was teils zu Auslistungen in Car Policies führte. Gleichzeitig steigender Kostendruck und nach wie vor bestehende steuerliche Vorteile machen BEVs verstärkt zur bevorzugten Wahl.

Waren in der Vergangenheit fast ausschließlich Neuwagen Thema im Fuhrparkmanagement, gibt es nun einen gewissen Trend zu Gebrauchten. Wie schätzen Sie das Thema ein? 
Im klassischen Fuhrparkmanagement für Dienstwagen-Flotten dominieren weiterhin Neufahrzeuge. Aus unserer Sicht bleibt dies auch in absehbarer Zukunft unverändert. Bei vollelektrischen Leasingrückläufern sehen wir wachsenden Bedarf an Full-Service-Paketen. Hierfür bauen wir unser Portfolio gezielt aus, um attraktive, planbare Gesamtlösungen anzubieten.

Wie sehen Sie die Zukunft des klassischen Fuhrparkmanagements und welchen Stellenwert werden alternative Angebote wie Auto-Abo, Carsharing, Mobilitätsbudget etc. in den nächsten Jahren einnehmen? 
Auto-Abo und Carsharing haben sich als fixer Bestandteil des Mobilitätsmanagements bereits am Markt etabliert. Sie schließen kurzfristige oder wechselnde Mobilitätslücken und sind eine ideale Ergänzung für effizientes Flottenmanagement. Den Schwerpunkt sehen wir allerdings auch in den nächsten Jahren im klassischen Fuhrparkmanagement.

Dipl.-Ing. Renato Eggner 
Geschäftsführer Raiffeisen-Leasing 
Fuhrparkmanagement

2024 blieben die E-Autos vielfach hinter den Erwartungen zurück, wie ist das Jahr 2025 in Ihrem Unternehmen verlaufen, wie hoch ist der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge? 
Im Jahresverlauf konnten wir ein regelrechtes Comeback der E-Autos erleben, das vor allem der wieder rasant steigenden Nachfrage nach Tesla- und BYD-Modellen geschuldet war. In den ersten zehn Monaten des Jahres waren bereits 62,3 Prozent unserer Flottenfahrzeuge vollelektrisch (1–12 2024: 51,5 Prozent). Volvo und Polestar zeigen starke Steigerungen und auch BMW ist nach wie vor stark.

Bei vielen Plug-in-Hybriden ist die elektrische Reichweite gewachsen, andererseits plant die EU eine Regulierung bei den PHEVs, die sich steuerlich auswirken könnte. Wie ist die Nachfrage aktuell?
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Plug-in-Hybride 
in unseren Flotten leicht gestiegen. Wir gehen aber davon aus, dass die neuen Euro-7-Messkriterien zu höheren CO2-Werten bei PHEVs führen werden, was zu höheren Kosten führt und sich damit natürlich auch negativ auf die Nachfrage auswirken wird. 

Waren in der Vergangenheit fast ausschließlich Neuwagen Thema im Fuhrparkmanagement, gibt es nun einen gewissen Trend zu Gebrauchten. Wie schätzen Sie das Thema ein? 
Aktuell ist das in unseren Flotten eher die Ausnahme, etwa wenn ein Unternehmen ganz dringend ein spezielles Nutzfahrzeug benötigt, das eben nur als Gebrauchtwagen prompt verfügbar ist. Doch aufgrund der weiterhin wirtschaftlich angespannten Lage könnten Gebrauchtwagen für Unternehmen durchaus interessanter werden.

Wie sehen Sie die Zukunft des klassischen Fuhrparkmanagements und welchen Stellenwert werden alternative Angebote wie Auto-Abo, Carsharing, Mobilitätsbudget etc. in den nächsten Jahren einnehmen? 
Das klassische Fuhrparkmanagement (Full-Service-Leasing mit garantierten Kosten) wird weiterhin als kostengünstigste Variante im Zentrum stehen. Auto-Abos eignen sich für kurzfristigen Bedarf, während Car-Sharing eher für Privatpersonen interessant ist. Das Mobilitätsbudget wird als Instrument zur Kosteneinsparung eingesetzt, wodurch aber die Vorteile des Fuhrparkmanagements wegfallen.

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