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Rückblick: Das war die FLEET Convention 2026

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Chris Hofer

Die elfte Auflage der FLEET Convention in der Wiener Hofburg geht als die größte und erfolgreichste in die Geschichte ein. Knapp 1.000 Besucher trafen auf 79 Aussteller und zahlreiche spannende Vorträge.

Wenn Moderator Christian Clerici mit den Worten „Mir fehlen die Worte“ die FLEET Convention eröffnet, beschreibt das nicht nur sein Verdutzen ob des tosenden Beifalls zu Beginn. Sondern auch ganz schön die Eckdaten der Veranstaltung an sich: Knapp 1.000 Besucher. 79 Aussteller. Eine Hofburg, die bis an ihre Kapazitätsgrenzen bespielt wurde mit Produkten und Dienstleistungen rund um die betriebliche Mobilität. Das ist ein absoluter Rekord. Und es zeigt, „wie sehr Flotten und Fuhrparks an Bedeutung als Mobilitätstreiber gewonnen haben. Für die Antriebswende, die Energiewende und neue Benutzungskonzepte“, fasst Clerici zusammen. 

Stefan Binder, Verlagsleiter A&W Verlag ergänzt, dass seit der letzten FLEET Convention unglaublich viel passiert ist: „Noch nie haben so viele neue Automarken ihren Start verkündet. Und auch für uns ist viel passiert, nicht zuletzt mit dem FLEET Drive.“ Kurzum: Größer wie nie. Umfangreicher denn je. Vom Grundcharakter aber, die Abbildung des gesamten Themenspektrums Firmenwagen, ist sich die FLEET Convention auch in ihrer erfolgreichsten Auflage treu geblieben.

Hier finden Sie die besten Bilder der FLEET Convention 2026

Dataforce: Zahlen & Fakten zum österreichischen Flottenmarkt
Christian Spahn von Dataforce belegte, dass sich Österreich bei den Flottenzulassungen im vergangenen Jahr gegen den europäischen Trend gestemmt und ein kleines Wachstum erzielt hat. Heuer ist nach dem ersten Quartal der Zuwachs bei den Flotten wieder höher als beim Privaten. „Beim E-Auto ist der Fuhrpark nach wie vor der stabile Treiber“, so Spahn.

Dekra: Automatisiertes und Assistiertes Fahren
Der Vortrag von DEKRA-Geschäftsführer Helmut Geil konzentrierte sich auf das Thema Autonomes Fahren. Am weitesten in der Entwicklung ist dabei China. Dort werden bereits heute Milliarden Meilen pro Jahr voll-automatisiert abgespult. „Egal, wohin die Reise geht. Autonomes Fahren ist immer eine Sache von Vertrauen, denn der Mensch setzt sich nicht ins Fahrzeug weil es autonom fährt, sondern weil er darauf vertraut, dass es funktioniert. Vertrauen muss man sich aber erarbeiten und der Mensch muss lernen der Maschine zu vertrauen", so Geil.

Fuhrparkmanagement im Wandel
Paul Janacek sprach über die vielen neuen Betätigungsfelder eines Fuhrparkmanagers. Aus einer Position, die in der Vergangenheit Fahrzeuge eingekauft hat, Tankrechnungen verwaltet hat und das Reporting erstellt hat, wurde eine Management Position, die sich um Energieversorgung, Ladeinfrastruktur und TCOs kümmert.

Podiumsdiskussion: Von FPM bis ESG-Berichterstattung
Auf der Podiumsdiskussion machten Christiane Sonja Zulu, SMC Austria,  Melanie Schmahl, Bundesverband betriebliche Mobilität Deutschland, Anita Somos, Österreichische Post, und Kurt Leonhartsberger, V2G-Allianz deutlich, dass sich das klassische Fuhrparkmanagement derzeit grundlegend hin zum ganzheitlichen Mobilitätsmanagement verändert. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die wachsende Bedeutung von ESG-Kriterien, neue Anforderungen an das Mobilitätsmanagement sowie die Rolle von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz.

Fuhrparkverband Austria: wichtige Neuerungen
Henning Heise, Obmann des Fuhrparkverband Austria, berichtete über zwei wichtige Neuerungen: Zum einen die Blitzumfrage, um einen schnellen Überblick darüber zu bekommen, wie die Branche auf aktuelle Herausforderungen reagiert. Zum anderen über die Mobility Datenbank, mit der sich jedes Mitglied sein eigenes Dashboard bauen kann, die für die eigenen Belange wichtig sind.

Puls Marktforschung-Umfrage: E-Autos vorne, Apps auf dem Vormarsch
Für die aktuelle Fuhrparkstudie wurden 135 Fuhrparkverantwortliche und 200 Dienstwagenfahrer befragt. Elektrofahrzeuge sind bei Österreichs Dienstwagenfahrern begehrter als Diesel- und Benzinmodelle, besonders bei jüngeren Nutzern, so Stefan Reiser von puls Marktforschung. Bei den Marken zeigt sich eine zunehmende Konzentration auf wenige starke Marken, bereits rund ein Drittel der Unternehmen nutzt Apps für Flottenmanagement, Fahrtenbücher oder Schadensverwaltung. 

Center of Automotive Management: Zukunft Auto & Mobilität
Stefan Bratzel, Gründer und Direktor des Centers of Automotive Management, gab in seinem Vortrag einen Überblick über die Lage der Autobranche. Die starke Innovationskraft der chinesischen Autobauer hat die europäischen und vor allem deutschen Autobauer stark getroffen. „Wir haben hier zwar langsam eine annähernde Entwicklung, aber bei den Deutschen ist es noch ein Preisthema.“

BEST4FLEET-Awards – das sind die Sieger

  • Remarketing: Von den Top 3 namens Auto1, Autorola und onlinecars hat sich Auto1 als Sieger entpuppt. Den Award geschnappt hat sich Helge Knichwitz, Head of B2B Österreich.
  • Fuhrparksoftware: Aus den elf Kandidaten gab es drei starke Player namens Avrios von shiftmove, MTrack von ITBinder und Webfleet von Bridgestone. Zum beliebtesten Anbieter gewählt wurde das Familienunternehmen ITBinder, verteten durch Geschäftsführer Sebastian Binder.
  • Mobilitätskarten: Neben den beiden Routex-Versionen von OMV und BP stand DKV mit Card + Charge zur Auswahl, wobei sich DKV zum zweiten Mal auch durchsetzen konnte. Den Preis nahm entgegen Benjamin Cordes, Vertriebsleiter Fleet D-A-CH.
  • Werkstatt & Service: Von den fünf zur Wahl stehenden Kandidaten wurden BestDrive, Euromaster und Lucky Car unter die Top 3 gewählt. Als Sieger setzte sich BestDrive by Continental durch, vertreten von Alexander Reisinger, BestDrive-Verkaufsleiter Pkw-Flotten.
  • Fuhrparkmanagement: In die Top 3 haben es im Endeffekt Alphabet, Arval und die Porsche Bank geschafft. Auf Platz 1 gewählt wurde schließlich Porsche Bank, vertreten durch Roland Leitner, Leiter Flottenmanagement.

Fahrzeug-Kategorien

  • E-Nutzfahrzeuge: Die Top 3 setzten sich zusammen aus Ford E-Transit Custom, Mercedes eSprinter und VW ID. Buzz Cargo. Als beliebtestes E-Nutzfahrzeug wurde der VW ID. Buzz Cargo gewählt, den Preis entgegengenommen hat Miriam Walz, Markenleiterin VW Nutzfahrzeuge.
  • Best4Fleet Pkw-Kategorien: Der „Newcomer des Jahres“ bezog sich auf jene Pkw, die zwar fuhrparkrelevant sind, aber eventuell noch keine hohen Stückzahlen aufweisen können. Der Preis ging an den Skoda Elroq, der sich gegen die Top-3-Mitbewerber Audi A6 e-tron und BYD Seal 6 DM-i Touring durchsetzen konnte. Maria Pittermann von Skoda Österreich, die den Preis übernahm, durfte gleich noch einmal auf die Bühne. Denn auch das „Firmenauto des Jahres“ ging an Skoda – Sieger war der Skoda Enyaq, der sich gegen Audi Q6 e-tron und Skoda Octavia durchgesetzt hat.

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