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FLEET Convention 2026: Das war der Vormittag

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Chris Hofer

Der Fuhrpark als Profit-Center, die Entwicklung des österreichischen Flottenmarkts, Automatisiertes und Assistiertes Fahren bis hin zu einer angeregten Podiumsdiskussion – die erste Hälfte der diesjährigen FLEET Convention bot bereits eine Vielfalt an Lösungsansätzen.

Dataforce: Zahlen & Fakten zum österreichischen Flottenmarkt
Christian Spahn von Dataforce hatte die neuesten Zulassungszahlen dabei. Dabei hat sich Österreich bei den Flottenzulassungen im vergangenen Jahr gegen den europäischen Trend gestemmt und ein kleines Wachstum erzielt, während der Privatkunden-Teil stärker zugenommen hat. Heuer ist nach dem ersten Quartal der Zuwachs bei den Flotten wieder höher als beim Privaten. „Beim E-Auto ist der Fuhrpark nach wie vor der stabile Treiber“, so Spahn.

Dekra: Automatisiertes und Assistiertes Fahren
Der Vortrag von DEKRA-Geschäftsführer Helmut Geil konzentrierte sich auf das Thema Autonomes Fahren. „Wir haben bereits die Orientierung an das Navi abgegeben. Und nun stellt sich die Frage, wann wir die Entscheidung bzw. die Verantwortung an die Maschine abgeben.“ 

Am weitesten in der Entwicklung, so Geil, ist dabei China. Dort werden bereits heute Milliarden Meilen pro Jahr voll-automatisiert abgespult. Und Geil ist sich sicher: „Egal, wohin die Reise geht. Autonomes Fahren ist immer eine Sache von Vertrauen, denn der Mensch setzt sich nicht ins Fahrzeug weil es autonom fährt, sondern weil er darauf vertraut, dass es funktioniert. Vertrauen muss man sich aber erarbeiten und der Mensch muss lernen der Maschine zu vertrauen."

Fuhrparkmanagement im Wandel
Paul Janacek sprach auf der diesjährigen FLEET Convention über vielen neuen Betätigungsfelder eines Fuhrparkmanagers. Aus einer Position, die in der Vergangenheit Fahrzeuge eingekauft hat, Tankrechnungen verwaltet hat und das Reporting erstellt hat, wurde eine Management Position, die sich um Energieversorgung, Ladeinfrastruktur und TCOs kümmert. Er erklärte, wie aus einem Cost-Center ein Profit-Center werden kann.  

Podiumsdiskussion: Von FPM bis ESG-Berichterstattung
Auf der Podiumsdiskussion machten Christiane Sonja Zulu, SMC Austria,  Melanie Schmahl, Bundesverband betriebliche Mobilität Deutschland, Anita Somos, Österreichische Post, und Kurt Leonhartsberger, V2G-Allianz deutlich, dass sich das klassische Fuhrparkmanagement derzeit grundlegend hin zum ganzheitlichen Mobilitätsmanagement verändert. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die wachsende Bedeutung von ESG-Kriterien, neue Anforderungen an das Mobilitätsmanagement sowie die Rolle von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz.

Die Expertinnen und Experten waren sich einig, dass Mobilitätsverantwortliche heute weit mehr als nur Fahrzeuge verwalten: Themen wie Ladeinfrastruktur, Energiemanagement, Nachhaltigkeitsreporting und flexible Mobilitätskonzepte gehören zunehmend zum Aufgabenbereich. Gleichzeitig wurde betont, dass künstliche Intelligenz Unternehmen dabei unterstützen kann, komplexe Datenmengen effizient auszuwerten, Prozesse zu optimieren und die Mobilität der Zukunft nachhaltiger und wirtschaftlicher zu gestalten.

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