E-Auto-Finanzierung: Keiner nimmt das Risiko

Printer
E-Auto-Finanzierung: Keiner nimmt das Risiko
Raiffeisen Leasing

Bei E-Fahrzeugen ist der Fuhrparkleasing-Anteil besonders hoch. Dipl.-Ing. Renato Eggner, Geschäftsführer Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement erklärt im Interview, warum, und berichtet über die generelle Entwicklung.

Advertisement

Wieso entwickelt sich Operating-Leasing noch langsam?
Wir sehen einen klaren Trend zum Operating-Leasing, der sich in jährlich soliden Steigerungen zeigt. Das Problembewusstsein hinsichtlich des Restwertrisikos geht aber immer wieder verloren. Wenn hingegen etwas passiert, etwa die Finanzkrise oder die Dieselkrise, gewinnt das Operating-Leasing wieder an Bedeutung. Bei neuen Technologien wie etwa der Elektromobilität, mit der die Unternehmen noch keine Erfahrung haben, ist Operating- Leasing die erste Wahl: Da will keiner das Restwertrisiko selbst tragen. Das gilt auch bei Unternehmen, für die Leasing bislang noch kein Thema war.

Stichwort E-Mobilität: Wie sieht die Wachstumskurve aus?
Im Jahresschnitt entwickelt sich die Kurve relativ flach. Die Entwicklung hängt sehr stark davon ab, welche neuen Modelle auf den Markt kommen. Ein Beispiel ist das Tesla Model 3 mit sehr hoher Nachfrage und sehr vielen Abschlüsse. Was wir aber auch sehen: Viele Kunden warten auf die nächste Generation an Elektro-Fahrzeugen, die billiger und noch einmal bessern sein sollen. In Kombination mit den langen Lieferfristen bei aktuell begehrten Fahrzeugen warten die Kunden vielfach und schieben einen Kauf auf. Betreffend Nachfrageverhalten lässt sich sagen, dass es keinen Kunden gibt, der sich nicht mit der E-Mobilität beschäftigt. Es ist für jeden ein Thema. Dabeiist die umfassende Beratung entscheidend: Macht es Sinn, für den jeweiligen Einsatzzweck schon auf ein Elektroauto umzusteigen? Wenn ja: auf welches? Die Beratung hört nicht beim Fahrzeug auf. Dazu gehört auch, betreffend Infrastruktur Lösungen anzubieten. Entscheidend ist, dass der Kunde rund um die E-Mobilität alles aus einer Hand bekommt.

Immer mehr Hersteller bieten nun auch elektrische Nutzfahrzeuge in unterschiedlichen Segmenten an, wie ist hier das Kundeninteresse einzuschätzen?
Im kleinen Transporterbereich gibt es durchaus wettbewerbsfähige und interessante Angebot, da besteht eine sehr starke Nachfrage. Es könnte hier durchaus noch mehr Fahrzeugangebote vertragen. Bei den großen Transportern ist die Wirtschaftlichkeit noch ein k.o.-Kriterium. Es gibt eine gute Förderungssituation, aber die Anschaffungskosten, kombiniert mitniedriger Reichweite sind noch nicht sehr überzeugend.

Beim Erdgas-Antrieb sollte die Initiative von Porsche Holding und OMV dazu beitragen, dass die Nachfrage und die Zulassungen steigen, auch sonst spricht vieles für CNG-Fahrzeuge. Ist hier eine Trendumkehr in Sicht? Und wie sieht es mit den Restwerten und TCO der Fahrzeuge -mit Wartungsintervallen und Überprüfungen der Tanks -aus?

Mit dem Angebot steigt die Nachfrage und mit der Porsche-Gruppe ist das eine gewichtige Angebotserweiterung. Das hat schon zu einem leichten Nachfrage-Anstieg geführt. Total Cost of Ownership ist bei diesen Fahrzeugen nicht das Thema, die sind absolut wettbewerbsfähig. Aber bislang ist diese Technologie noch nicht der große Renner.

Leicht selbst eingebaut

Leicht selbst eingebaut

Kameras bei Transportern und Lkw nachzurüsten, um den toten Winkel im Blick zu haben, ist oft mit Kompromissen verbunden: Kabelgebundene Systeme verlangen den teuren Fachmann, DIY-Lösungen basieren meist - störanfällig - auf Bluetooth oder Funk. Eine neue Lösung kommt von Carmedien mit der Twin-Rückfahrkamera CM-DKRFS3 samt 7-Zoll-Monitor, zwei Videoeingängen, einstellbaren Distanzlinien und zwei Kameras in einem Gehäuse.

Erfahren Sie mehr

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren, können Sie unsere RICHTLINIEN FÜR DATENSCHUTZ UND VERWENDUNG VON COOKIES aufrufen.

OK