Günstig, aber auch gut?

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Günstig, aber auch gut?

Die ehemals britische Traditionsmarke MG wird mittlerweile von chinesischer Hand gelenkt und produziert unter anderem das SUV ZS. Die elektrische EV-Variante davon ist nun auch in Österreich zu haben - für weniger als 27.000 Euro netto.

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MG ZS EV. Die sechs Buchstaben sollte man sich merken. Vor allem, wenn man als Fuhrparkbetreiber an einem Elektro-SUV zum Kampfpreis interessiert ist. Der schicke Hochbeiner, der von SAIC - einem chinesischen Autobauer, der unter anderem ein Joint Venture mit VW betreibt - gebaut wird, kostet in Österreich laut Listenpreis nämlich nur 32.000 Euro. Davon abzuziehen sind noch Vorsteuer und Förderungen, weshalb der Preis der Basisvariante "Comfort" für Firmen auf rund 24.000 Euro rutscht.

263 Kilometer Reichweite

Abseits der preislichen Kampfpositionierung werden einem auf der ersten Probefahrt eine Handvoll Überraschungen serviert, die das eigene Vorurteilsystem über Autos aus China gehörig durcheinanderwirbeln. Nach knapp 70 Kilometern darf man nämlich ruhig festhalten, dass die Material- und Verarbeitungsqualität den europäischen Zeitgeist trifft, das Platzangebot für ein 4,3 Meter langes Auto enorm ist und die DC-Ladefähigkeit mit 85 kW (40 Minuten auf 80 Prozent) in der Preisklasse ebenfalls ein Ausrufezeichen setzt. Auch die Fahrleistungen überzeugen: Der ZS EV beschleunigt dank 105 kW Motorleistung in 8,2 Sekunden auf Tempo 100, 50 km/h erreicht er in 3,1 Sekunden.

Das ist nicht sportwagenschnell, aber dennoch sehr flott. Das Platzangebot im Fond ist durchaus üppig. Der Kofferraum fasst ebenso mindestens 448 Liter. Reichweitentechnisch markiert der ZS EV mit dem 44,5 kWh großen Akku mit 263 Kilometer WLTP-Reichweite die sprichwörtliche goldene Mitte. In puncto Verbrauch - wir sind sowohl Autobahn als auch auf Schnellstraßen und durch die Stadt gefahren - darf man sich im Alltag auf Werte zwischen 17 und 18 kWh einstellen, mehr wird dann ein ausführlicher Test zeigen. Kurz: Das China-SUV bietet ein 1A-Preis-Leistungsverhältnis, einziger Nachteil ist die Beschränkung beim AC-Laden auf eine Phase und damit aufgrund der Netzschieflast 3,7 kW Ladeleistung. Was eine Ladedauer von rund 12 Stunden an einer Wechselstrom-Wallbox bedeutet.

Sofort verfügbar

Als Pluspunkt darf man die versprochene Verfügbarkeit verbuchen. Laut dem Importeur Frey e-Motion gibt es de facto keine Lieferzeit. Nach Zahlungseingang wird dem Kunden das Fahrzeug nämlich nach spätestens 48 Stunden übergeben. Das müssen die anderen E-Auto-Händler tatsächlich erst einmal nachmachen. Kehrseite sind aktuell die wenigen Service-Standorte.

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