Gesetz schränkt Ausbildung ein

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Ist die Fahrschulausbildung mit einem rein elektrischen Fuhrpark möglich? Dieser Frage ging die Fahrschule Easy Drivers -Skarabela aus Groß-Enzersdorf nach.

Insgesamt wurden 184 Ausbildungsfahrten im Zeitraum von knappüber einem Jahr mit einer gesamt gefahrenen Strecke von 6.118 Kilometern und fünf Fahrzeugen aufgezeichnet. Das Ergebnis: Ohne die gesetzlichen Rahmenbedingungen wäre es möglich, den kompletten Fuhrpark durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen und so nachhaltig und zukunftsorientiert auszubilden. Dadurch könnten außerdem noch 50 Prozent der Kraftstoffkosten eingespart und 34 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden. Nötig wären dafür zwei Ladestandorte.

Schulung statt Prüfung

Bei derzeitiger Gesetzeslage führt die Absolvierung der Fahrprüfung mit einem reinen E-Fahrzeug zu einer Einschränkung der Lenkerberechtigung auf automatikgetriebene Fahrzeuge, weil dann für das Fahren mit Schaltgetriebefahrzeugen neuerlich eine praktische Fahrprüfung abzulegen ist. Hier sollte, wie Fahrschulinhaber und Juniorchef Nikolaus Skarabela meint, nur eine Schulung als ausreichend vorgeschrieben werden -ähnlich wie bei der Code-111-Ausbildung, die Führerschein-B-Besitzern das Lenken von 125er-Zweirädern erlaubt.

Auch die Fahrschüler würden von einer reinen E-Auto-Ausbildung profitieren, "denn didaktisch überfordern wir die Kunden anfangs". Schalten, Schauen und Lenken gleichzeitig sei viel zu Beginn der Ausbildung. E-Fahrzeuge, die wie Automatik-Fahrzeuge seien, würden dies vereinfachen. Seniorchef Alfred Skarabela: "Durch die electricfleet-Analyse haben wir nun Gewissheit, dass wir ohne die gesetzlichen Einschränkungen im Fahrschulsegment komplett auf Verbrennungsmotoren verzichten sowie nachhaltiger und zukunftsorientierter ausbilden könnten. Es wäre also an der Zeit, die Gesetze an aktuelle Fortschritte derMobilität anzupassen."

Schneller und günstiger

Schneller und günstiger

Der Bundesverband Elektromobilität Österreich fordert eine einheitliche dreiphasige Lademöglichkeit bei E-Autos. Das würde die Ladezeit verkürzen und damit das Stromtanken günstiger machen.

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