Tesla im Rollercoaster

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Es ist eine Freude, der global orientierten Berichterstattung am Beispiel Tesla auf die Achterbahn zu folgen.

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Tesla baut en masse seine E-Cars und verkündet einen Rekord nach dem anderen und die Schreibagenturen verbreiten dessen Botschaften nahezu blindlings. Kurz darauf wird Elon Musk ein Schuldenberg zugeschrieben und keinen regt das auf. Hauptsache, die News sind geil, ob das alles zusammenstimmt, ist den schreibenden Kollegen und Kolleginnen herzlich egal.

 

Tesla erfindet Aufmerksamkeit wie z. B. die Personalsuche in Mexiko auf Linkedin. Für US-Präsidentenberater Musk eine Riesenhetz, die gutgläubigen Jobsucher sogleich an einer Mauer des Schweigens anrennen zu sehen. Sie wurden wieder nach Hause geschickt, um sich schriftlich bewerben zu können. Etablierte Zulieferbetriebe wie Grohmann in Deutschland werden von Musk mit Schuldengeld aufgekauft, um damit etablierte Stammkunden zumeist deutscher Herkunft zu brüskieren. Der Faktor Mensch bleibt auf der Strecke. Die Aktionäre interessiert das so wie so nicht.

 

Tesla ist ein Fallbeispiel und reflektiert die wachsende Dreistigkeit, mit der heutzutage mit Nachrichten umgegangen wird. Jeder nimmt, was gerade gefällt, meistens unreflektiert, Hauptsache, die Berichtspalten werden gefüllt, online wie gedruckt. Ach ja, Touristen will er ins Weltall schießen und Drohnen die Arbeit machen lassen. Wozu braucht er dann noch das Auto oder ist Tesla gar keines? Ein wunderlicher Mann, zu dem einem glatt die Sage vom Rattenfänger zu Hameln einfällt. Musk verspricht, die Menschen von den stinkenden Autos zu befreien und flötet sie von einer Show zur anderen. Aber die Menschen danken es ihm nicht, verweigern ihm irgendwann die Treue.

 

Die Musk-Gläubigen kehren zurück, sind aber blind, sodass sie die Wirklichkeit nicht mehr sehen können; andere sind, von der Wahrheit gepeinigt, stumm. Tesla indes fährt munter weiter Achterbahn, verwirbelt Technik und Wahrheit zu einer schwer zu beherrschenden Materie. So bekommt auch eine Sage wie die von Hameln Realitätssinn.

Geht's in die Verlängerung?

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