Robert De-Niro is waiting

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Robert De-Niro is waiting
Credit: Werk

Die Koreaner geben ordentlich Gas oder vielmehr Strom, nach dem Kona Elektro des Mutterkonzerns Hyundai bringt nun auch Kia mit dem e-Niro ein leistbares E-Auto mit großer Reichweite.

Das Jahr 2019 bringt gleich mehrere neue und reichweitenstarke E-Autos, auch abseits der Premiummarken Tesla, Audi und Mercedes. Die Schwestermarken Hyundai und Kia haben hier einiges vor, der Kona Elektro hat bereits Ende 2018 Begehrlichkeiten geweckt, nun zieht der Kia e-Niro nach. Technisch sind beide Modelle eng verwandt und doch gibt es einen großen Unterschied. Während Hyundai den Kona nur mit der großen 64-kWh-Batterie (Reichweite nach WLTP 455 Kilometer) anbietet, ist der Kia e-Niro auch mit dem kleineren 39,2-kWh-Akku (289 Kilometer nach WLTP) zu haben. Hier leistet der E-Motor dann auch nur 100 statt 150 kW. Ein Blick auf die Abmessungen verrät, dass der e-Niro kein eineiiger Zwilling zum Kona Elektro, sondern um 20 Zentimeter länger und damit auch innen etwas geräumiger ist. Der Kofferraum bringt es auf ordentliche 427 Liter, ein tadelloser Wert im Segment der kompakten SUV. Sehen lassen kann sich auch die Serienausstattung, bereits ab der Basis sind Features wie ein adaptiver Tempomat, eine Batterieheizung oder ein Smart-Key mit an Bord, im Topmodell wird man mit belüfteten und elektrisch verstellbaren Ledersitzen, LED-Scheinwerfern, Navi und vielem mehr verwöhnt. Die Fahrleistungen sind sportlich, das Basismodellist in 9,8, die Version mit größerem Akku und stärkerem Motor in 7,8 Sekunden auf 100 km/h.

Hohe Reichweite, lange Ladezeit

Wichtiger ist aber die Praxisreichweite und hier hat schon der Hyundai Kona vollüberzeugt, entsprechend sollten also auch beim Kia e-Niro selbst im Winter und auf der Autobahn Reichweiten von über 350 Kilometer machbar sein, ein Praxistest wird mehr zeigen. Größtes Manko ist - wie leider auch bei vielen anderen E-Autos - das langsame Laden mit Wechselstrom an Wallboxen. Da autoseitig nur einphasiges Laden möglich ist, liegt die Kapazität hierzulande im Regelfall bei 3,7 kWh, was umgerechnet auf den 64-kWh-Akku eine Ladezeit von über 17 Stunden bedeutet. An öffentlichen 100-kW-Ladestationen - die allerdings noch sehr selten sind - kommt man in 54 Minuten auf 80 Prozent. Die Preisliste des e-Niro startet bei 30.575 Euro netto für die 39,2-kWh-Version, das obere Ende der Preisliste stellt der Platin mit 64-kWh-Akku für 39.408 Euro netto dar.

Alternative: Kia e-Soul

Vom Soul EV hat Kia inÖsterreich seit 2014 mehr als 700 Einheiten verkauft, im März 2019 rollt der Nachfolger an den Start, der nun auf den Namen e-Soul hört. Verbrennungsmotoren wird es im neuen Soul keine mehr geben. Technisch orientiert sich das Modell am e-Niro, auch hier werden zwei Akkukapazitäten angeboten. Somit wird es letztlich auch eine Geschmacksfrage, ob man sich für den e-Niro oder den e-Soul entscheidet. Wichtiges Detail: Mit dem Launch des Kia e-Soul gibt es laut Hersteller auch endlich eine Smartphone-App, mit der der Ladezustand überwacht und die Klimatisierung programmiert werden kann, dieApp soll dann auch für den e-Niro verfügbar sein, der zum Start noch ohne auskommen muss.
 

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