Diesel dominiert weiterhin

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Diesel dominiert weiterhin

Andreas Kral. Bei Nutzfahrzeugflotten behält der Diesel seine Relevanz nicht nur, er baut seinen Vorsprung sogar aus. Wo alternative Antriebe weniger zögerlich eingesetzt werden und warum man ein Elektroauto eher least.

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Zahlen und Fakten zumösterreichischen Flottenmarkt präsentierte Andreas Kral, Country Manager bei Jato Dynamics Austria, bei der FLEET Convention. Den großen Zug zu alternativen Antrieben -um so viel vorwegzunehmen -vermeldete er nicht: Während sich in Pkw-Flotten die Antriebsarten ein wenig vom Diesel weg verschieben, hat sich der Selbstzünder bei den Nutzfahrzeugen mehr als behauptet. Interessanter Aspekt zur E-Mobilität in Flotten: Die Leasing-Quote bei E-Fahrzeugen liegt bei 50 Prozent, Benziner werden nur zu zehn Prozent geleast.

Benziner kaufen, E-Autos leasen

Der Leasing-Split - also das Verhältnis von geleasten zu gekauften Fahrzeugen - entwickelt sich bei gewerblichen Käufern wie bei Privaten langsam nach oben. Allerdings sind berufliche Nutzer mit einem Anteil, der nach wie vor unter 30 Prozent liegt, beim Abschluss von Leasingverträgen deutlich zurückhaltender als die österreichischen Privatkunden, bei denen der Leasing-Anteil im Jahr 2019 wohl erstmals über die 40-Prozent-Marke springen wird.

Dabei zeigen sich signifikante Unterschiede zwischen einzelnen Modellen: Während der Renault Captur (0,9-l-Benziner, 650 Stück im 1. Quartal 2019) zu 99 Prozent gekauft wird, liegt der Leasing- Anteil beim Skoda Superb (2-l-Diesel, 453 Stück) bei satten 75 Prozent. Bei der Leasing-Quote lässt sich laut Kral das schon angeführte interessante Phänomen beobachten, dassE-Fahrzeuge zur Hälfte geleast werden -offenbar ist das Vertrauen in die Technologie noch nicht ausgeprägt.

Auch die Verkaufszahlen von alternativ angetriebenen Fahrzeugen zeugen nicht vom ganz großen Vertrauensvorschuss. Ähnlich wie bei den Privat-Pkw zeigen auch die Flottenanschaffungen zwar signifikante Wachstumsraten, die Stückzahlen selbst lassen auf einige Zurückhaltung schließen. Immerhin: Waren im Jahr 2018 noch 2,5 Prozent der Top-20-Firmenwagen Elektroautos, sind es im ersten Quartal des laufenden Jahres schon 4,5 Prozent.

Der Dieselanteil entwickelte sich in dieser Statistik von 42,1 Prozent auf 42,5, also sogar leicht steigend. Der Anteil von Benzinern sank von 55,2 Prozent auf 52,7. Bei den leichten Nutzfahrzeugen (LCV) stieg der Dieselanteil sogar von 95 auf 97,1 Prozent.

Vier Modelle dominieren den Markt

Bei den leichten Nutzfahrzeugen sind es auch im ersten Quartal 2019 die Modelle Renault Trafic, Ford Transit Custom, VW Transporter und VW Caddy, die den Markt deutlich dominieren -allerdings etwas weniger dominant als in den vergangenen Jahren. (Auch in dieser Statistik zeigt sichübrigens, dass das französische Modell deutlich weniger oft geleast wird als die anderen drei.) Ob sich der Trend im Ganzjahresvergleich wieder ähnlich scharf darstellt wie 2018 und 2017, wird sich zeigen.

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Drei Änderungen sollen für aufschlussreichere Ergebnisse sorgen: ein neues Unfallszenario, ein überarbeiteter Dummy und höhere Anforderungen. Die zwei ersten, getesteten Autos setzen dabei gleich mit je fünf Sternen Benchmarks.

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