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Bis zu 6.000 Euro: Neue E-Auto-Förderung in Deutschland

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Pexels/kindelmedia

Die deutsche Bundesregierung legt neue Details zur Förderung von E-Autos, Plug-ins und Range Extendern vor – rückwirkend ab 1. Jänner. Während Verbände den Impuls grundsätzlich begrüßen, sorgt der Ausschluss gebrauchter E-Autos und die Ausgestaltung der Einkommensgrenzen für Kritik.

Die deutsche Bundesregierung hat die Details der neuen Kaufprämie für elektrifizierte Pkw vorgestellt. Rückwirkend zum 1. Jänner erhalten Privatpersonen für neu zugelassene Fahrzeuge bis zu 6.000 Euro Förderung.

Die Grundförderung beträgt 3.000 Euro für batterieelektrische Fahrzeuge sowie 1.500 Euro für Plug-in-Hybride und Range Extender. Zusätzlich gibt es einkommens- und familienabhängige Zuschläge: Pro Kind werden 500 Euro gewährt, maximal 1.000 Euro. Liegt das Haushaltseinkommen unter 60.000 Euro, kommen weitere 1.000 Euro hinzu, unter 45.000 Euro nochmals 1.000 Euro. Voraussetzung ist ein Jahreseinkommen von höchstens 80.000 Euro. Anträge können rückwirkend bis zu einem Jahr nach Erstzulassung gestellt werden.

Ein Online-Portal soll im Mai starten, die zuständige Behörde ist noch offen. Insgesamt stellt die Bundesregierung drei Milliarden Euro bereit, ausreichend für rund 800.000 Fahrzeuge. Hersteller müssen sich nicht an der Förderung beteiligen. Unterstützt werden Kauf und Leasing von E-Autos, Plug-ins und Range Extendern mit maximal 60 g CO₂/km oder mindestens 80 km elektrischer Reichweite. Eine Mindesthaltedauer von 36 Monaten ist verpflichtend.

Gebrauchte E-Fahrzeuge ausgenommen

Die neue Förderung für E-Fahrzeuge in Deutschland klammert Gebrauchtwagen aus. Und besonders dieser Ausschluss sorgt für Unmut. Experten warnen, dass damit ausgerechnet ein Marktsegment ausgebremst wird, das für viele Haushalte den Einstieg in die Elektromobilität erst leistbar macht. Schon beim ausgelaufenen Umweltbonus hatte sich gezeigt, dass Förderstopps und -lücken den Gebrauchtwagenmarkt spürbar belasten können.

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller sieht ein positives Signal für den Markthochlauf, fordert aber Nachbesserungen. Besonders die fehlende Förderung gebrauchter Elektroautos sei eine verpasste Chance für sozial ausgewogene Mobilität, betont VDIK-Präsidentin Imelda Labbé. Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen würden meist Gebrauchtwagen kaufen, auch diese ersetzten Verbrenner und leisteten einen Klimabeitrag.

Zustimmung, aber auch viel Kritik

Die von der deutschen Bundesregierung beschlossene Förderung für elektrifizierte Fahrzeuge stößt bei Verbänden grundsätzlich auf Zustimmung, wird in zentralen Punkten jedoch kritisiert. Kritik kommt zum Beispiel vom Verband der Automobilhändler. Präsident Burkhard Weller warnt vor finanziellen Belastungen für den Handel durch sinkende Restwerte.

Ähnlich äußert sich der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe: Präsident Thomas Peckruhn fordert flankierende Maßnahmen wie schnelleren Infrastrukturausbau und günstigeren Ladestrom. Umwelt- und Gewerkschaftsvertreter kritisieren zudem die Einkommensgrenze von 80.000 Euro als zu hoch sowie fehlende Standortauflagen. Die IG Metall verlangt, Förderungen stärker an europäische Produktion zu knüpfen.

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