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Webfleet: Bereiche werden immer vernetzter

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Wolfgang Schmid, Telematik-Experte von Webfleet, über die Zukunft der Telemetrie, wie Fahrer davon profitieren und wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann.

FLOTTE: Telemetrie wird von vielen als Überwachungsinstrument wahrgenommen. Was hat sich hier geändert?
Schmid: Es herrscht derzeit ein großes Aufwachen, welche Pflichten Fuhrparkleiter haben. Und in diese Bereiche kann die Telematik überall hineinwirken. Früher ging es nur um Produktivität. Mittlerweile aber geht es auch um Sicherheit, Nachhaltigkeit und Compliance.

Wie kann man die Akzeptanz bei den Fahrern heben?
Es stimmt, dass die Fahrer lange Zeit das Gefühl hatten, das System wende sich gegen sie. Jetzt aber herrscht ein Umkehrschluss. Wenn man das rare Gut Fahrer möglichst gut einsetzen möchte, muss man ihn bestmöglich unterstützen. Und das geht mit der fortschreitenden Digitalisierung immer besser.

Was kann man sich darunter vorstellen?
Zum Beispiel der Fahrzeugzustand. Beim Pkw ist man es gewohnt, Dinge wie Reifendruck angezeigt zu bekommen. Spätestens bei schwereren Nutzis wird das immer weniger. Aber wenn ich denen ein wenig Stress abnehmen kann, zum Beispiel, dass man keine Angst mehr haben muss, nur wenn die Öllampe angeht, hilft das schon sehr.

Wie kann in solchen Fällen moderne Telematik helfen?
Zum Beispiel, dass im Falle einer Kontrollleuchte das Telefon läutet und ein Servicemitarbeiter sich meldet, der beruhigt, dass man noch den ganzen Tag fahren kann. Und dass ein Termin in der Werkstatt bereits fixiert wurde und man am nächsten Tag schon wieder fahren kann. In diese Richtung geht die Telematik.

Und wenn es um Produktivität geht?
Ich kenne keinen Lkw-Fahrer, der Fahrer geworden ist, weil er so gerne Lieferscheine ausfüllt. Sobald man ihm das aber abnehmen oder erleichtern kann, wird er ein Telemetriesystem auch nicht mehr als Gegner sehen, sondern als Optimierung. Und wenn ich ihn optimal durch den Verkehr bringe, geht sich eventuell noch ein Auftrag aus.

Aber reicht das, um die Fahrer zu überzeugen?
Ein weiterer großer Faktor ist der Datenschutz. Daher ist es wichtig, vorab mit den Kunden zu besprechen, welche Daten bearbeitet und gespeichert werden sollen. Dabei geht es eben nicht nur um die Sinnhaftigkeit, sondern auch um die Akzeptanz bei den Fahrern, weil man sonst immer eine Möglichkeit findet, das System irgendwie zu übergehen.

Kann auch der Fuhrparkleiter unterstützt werden?
Ja, da immer stärker die einzelnen Verantwortungsbereiche vernetzt werden. Zum Beispiel die Führerscheinkontrolle. So was möchte ja keiner machen, daher sollte man das so bequem wie möglich gestalten. Und gerade bei der Umstellung auf E-Mobilität ergibt die Digitalisierung viel Sinn.

Was zum Beispiel?
Mit den Daten können wir präzise sagen, welche Autos sich auf Elektro umstellen lassen und welche nicht. Nach wie vor ist die Reichweitenangst ein großes Thema. Mit den Daten aus den Fahrprofilen können wir aber sagen, dass die Akkus in den überwiegenden Fällen völlig ausreichen. Die Videoüberwachung ist ein immer beliebteres Thema. Vor allem in Verbindung mit KI. Und wenn es nur darum geht, ob man angeschnallt ist oder nicht. Und für diese Dinge muss man nicht einmal das Kamerabild übertragen, daher kann man das auch nicht als Videoüberwachung bezeichnen.

Die Dashcam also als Sicherheitsfeature?
Ja, da man dank der KI die Möglichkeit hat, präventiv einzugreifen. Risk Management ist ein riesiges Thema, weil der Ansatz ja ist, Schaden zu vermeiden, nicht zu managen. Und die KI hilft etwa zu sagen, wer tendenziell immer zu dicht auffährt.

Kann die KI auch in anderen Bereichen helfen?
Natürlich auch bei der Datenaufbereitung. Die immense Menge an Daten zusammenzubringen, um daraus automatisch mehr Insights zu generieren. Das wird sicher ein gewisser Trend werden.

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