Gesteigerter Puls

Printer

Unaufgeregt und geradlinig zeigt sich der stärkste Nissan Pulsar, nichts lässt auf das scharfe Triebwerk schließen.

Advertisement

Der in der Golfklasse angesiedelte Nissan Pulsarübt sich sowohl außen als auch innen in Zurückhaltung, selbst wenn die Topmotorisierung unter der Motorhaube schlummert. Kein Namenskürzel, Spoilerwerk oder sonstige Sport-Goodies lassen auf den 1,6-Liter-Benziner schließen, der immerhin 190 PS leistet und dem Japaner Beine macht. Im aufgeräumten Cockpit vermisst man diese Accessoires nicht, alles ist ergonomisch. Der Fahrer erfreut sich an der guten Übersichtlichkeit, dem tadellos arbeitenden Infotainment- und Navigationssystem sowie den wertig wirkenden Materialien. Besonders praktisch ist die Rückfahrkamera inklusive Darstellung derVogelperspektive, leider enttäuscht die Auflösung.

Sanft oder sportlich

Und wie fährt sich der Golfgegner? Im Pulsar lässt es sich dank 240 Newtonmeter Drehmoment untertourig und schaltfaul in der Stadt herumgondeln. Wer will, kann - nach Überwinden des kleinen Turboloches - aber auch durchaus sportlich mit dem Japaner auf Tour gehen. Nach 7,7 Sekunden fällt die 100er-Markeund ehe man sich versieht, kommt man auch schon in den führerscheingefährdenden Bereich. Auf der Autobahn gefällt das komfortabel abgestimmte Fahrwerk, auf kurvigen Landstraßen könnte es aber etwas straffer ausfallen. Angesichts der gebotenen Leistung und sportlicher Fahrweise geht der Verbrauch von rund 6,5 Liter Super in Ordnung. Ebenso der Preis ab 27.449 Euro.

Das gefällt uns: die umfangreiche Serienausstattung

Das vermissen wir: einen größeren Tank (hat nur magere 46 Liter)

Die Alternativen: Ford Focus 1,5 EcoBoost, Opel Astra 1.4 Turbo

David der Moderne

David der Moderne

Der VW T-Roc gibt Anlass zu philosophischen Betrachtungenüber Größe und die Zeiten, in denen wir leben. Zwischen "New Erdbeersteigerl" und T-Roc R testen wir die Variante mit 150-PS-Benziner.

Erfahren Sie mehr