Multitalent mit vielen Namen

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Multitalent mit vielen Namen

"Corsa" tauchte bei Opel erstmals auf einem Sondermodell des Kadett D - genauer auf einem dunkelbraun lackierten Sondermodell mit fein kanäliertem Rundum-Goldstreifen - auf.

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Die Stückzahl dieses Sondermodells ist unbekannt, doch das 1982 als Opel Corsa A auch in Österreich lancierte Kleinwagenmodell wurde unter vielen Namen zum globalen Millionen-Seller: So hieß der kantige Corsa A, bei dem GM Austria die Auswahl zwischen Schräg- und Stufenheck mit Benzin- und Dieselmotoren von 45 bis 100 PS ermöglichte, bei der britischen Opel-Schwestermarke "Nova", bevor er ab dem B-Modell auch den Vauxhall-Käufern als der Corsa angeboten wurde.

Revolutionär: Ein Opel aus Spanien

Eine kleine Revolution war bei der Präsentation des ersten Corsa, dass ein Auto mit dem Opel-Blitz am Bug in Spanien und (erstmals) nicht in Deutschland gebaut wurde. Seine Nachfolger entstanden dann für Europa in verschiedenen europäischen GM-Werken, wobei man sich auf zwei- oder viertürige Schräghecks konzentrierte, während es ein interessanter (wenn auch nicht ganz billiger) viertüriger Corsa-Kombi, der vielleicht dem Astra Stückzahlen abgejagt hätte, nur bis nach Italien schaffte. Wie diese Variante waren auch viertürige Stufenhecklimousinen, zweitürige Pickups und zweitürige Cabrios für Märkte außerhalb Europas gedacht und wurden unter den GM-Marken Buick, Chevrolet oder Holden vertrieben, zum Teil um Jahre zeitversetzt. Den Corsa gab es auch in Japan - als Opel Vita - oder in Australien als Holden Barina. Geschickt hielt General Motors das Interesse am Corsa frisch. So gab es außer City-Lieferwagen und Sondermodellen (Swing, Joy, ab 45 PS) auch leichte, schnelle Sportversionen, die bei Opel Tradition hatten und das Image prägten: den GSi (mit 98 PS beim Corsa-A-Facelift) oder die OPC-Versionen mit 210 PS beim Corsa D.

Resultate von Kooperationen

Als lange Zeit kleinstes Modell im Opel-Programm (bis der Agila erschien) war Sparen bei Entwicklungskosten und Fertigung schon beim Corsa A Programm. Doch auch bei Entwicklungskooperationen (mit dem Fiat- und in der Folge dem Peugeot-Konzern) waren typische Opel-Modelle das Resultat. Und der Name bleibt: Der Corsa F dreht im Opel-Testcenter Dudenhofen bereits seine finalen Testrunden.


Tigra, Roadster & Scamp

Der Corsa B löste den Kadett auch als Basis für den Kleinlieferwagen Combo ab und der mauserte sich mit Verglasung zum Multitalent, das entweder viel Ladung oder vier Personen und reichlich Gepäck aufnehmen konnte. Auf dem jeweils aktuellen Corsa waren aber außer der Combo-Palette auch das Tigra-Sportcoupé und der Tigra Twintop, der Minivan Meriva sowie der Kleinwagen Opel Adam auf der (verkürzten) Plattform aufgebaut. Dazu gab es auf der IAA 1993 die Konzepte des Roadster und der Pick-up-Version Scamp zu sehen.

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