Oberösterreich gibt Gas

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Mit Erdgas als Fahrzeug-Kraftstoff fallen nur etwas mehr als die halben Tankkosten an wie beim Betrieb mit Superbenzin. Kein Wunder, dass sich bereits 1.000 Autofahrer allein in Oberösterreich für den Alternativantrieb entschieden haben.

Erdgasfahrzeuge liegen derzeit wieder im Trend, nicht zuletzt durch ein dichter werdendes Tankstellennetz und eine zunehmende Anzahl an verfügbaren Fahrzeugmodellen. Mehr als 25 verschiedene Serienmodelle sind derzeit in Österreich zu haben. Bundesweit sind laut Statistik Austria rund 6.000 Erdgasfahrzeuge im Einsatz. Besonders engagiert zeigt sich Oberösterreich, wo aktuell bereits 33 Erdgastankstellen zur Verfügung stehen. Der Ausbau der Tankstellen-Infrastruktur wurde dabei besonders von der oö. Ferngas Netz GmbH und der erdgas oö. vorangetrieben. "Damit steht der umweltfreundliche Kraftstoff in Oberösterreich flächendeckend zur Verfügung", so oö. Ferngas-Vorstand Ing. Dr. Gerhard Zettler. In ganz Österreich gibt esübrigens 177 öffentliche Erdgastankstellen. Die oö. Ferngas-Unternehmensgruppe geht als klima:aktiv mobil Partner bereits seit längerem mit gutem Beispiel voran: Der Firmenfuhrpark wurde in den letzten Jahren sukzessive auf Erdgasbetrieb umgestellt. Von den 80 verwendeten Fahrzeugen im Fuhrparkwaren im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits 72 Erdgasfahrzeuge im Einsatz. Dies bedeutet, dass von der gesamten Fahrzeugflotte bereits 90 Prozent der Fahrzeuge mit Erdgas unterwegs sind. Für die gefahrene Jahreskilometerleistung von 2.130.000 Kilometern wurden aufgrund des Einsatzes von Erdgas Treibstoffkosten gegenüber Benzin von zirka 105.000 Euro und gegenüber Diesel 54.000 Euro eingespart.

Deutliche Umweltentlastung

Der Einsatz von Erdgas kann zudem die Schadstoffemissionen im Straßenverkehr beachtlich senken. Bei Erdgasfahrzeugen reduziert sich beispielsweise der CO 2 -Ausstoß gegenüber herkömmlichem Benzinantrieb um bis zu 30 Prozent, der Ausstoß von Stickoxiden sogar um bis zu 95 Prozent. Bei der Verbrennung selbst entsteht praktisch kein Feinstaub oder Ruß. Ein höherer Anteil an Erdgasautos am Gesamtverkehrsaufkommen könnte daher wesentlich zu einer Reduktion der Feinstaubbelastung in Zentralräumen beitragen. KommR Ing. Dr. Johann Grünberger, Vorstandsvorsitzender der oö. Ferngas AG, ist selbst langjähriger Erdgasautofahrer und hat bereits über 170.000Kilometer zurückgelegt. Im Gespräch mit FLOTTE&Wirtschaft erläutert er: "Durch den Einsatz von Erdgas als Kraftstoff habe ich rund 8.000 Kilogramm CO 2 eingespart, bei den Tankkosten beläuft sich die Ersparnis auf 11.800 Euro gegenüber Benzin und rund 4.000 Euro gegenüber Diesel." Als Kraftstoff wird Erdgas in hoch verdichteter Form unter der BezeichnungCNG (Compressed Natural Gas) angeboten. Das komprimierte Gas wird unter hohem Druck (200 bar) in den Fahrzeugtank gefüllt. An der Zapfsäule wird Erdgas nicht in Liter, sondern in Kilogramm ausgewiesen. Zu beachten gilt darüber hinaus, dass ein Kilogramm Erdgas dem Energiegehalt von etwa 1,5 LiterBenzin beziehungsweise 1,3 Liter Diesel entspricht, was dazu führt, dass man mit Erdgas im Tank durchaus noch günstiger unterwegs ist, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Attraktive Förderungen

Zusätzlich gibt es beim Ankauf beziehungsweise Betrieb eines Erdgasautos derzeit eine Reihe attraktiver Förderungen. So fördern oö. Ferngas Netz GmbH, erdgas oö. und das Land OÖ. den Betrieb von serienmäßigen Erdgasfahrzeugen in Form von Tankgutscheinen (600 Euro bei einer Laufzeit von vier Jahren). Mit einem NoVA-Bonus bis zu 600 Euro und Versicherungsrabatten bis zu 25 Prozent, etwa bei der OÖ. Versicherung und UNIQA, kann man weitere Kosten sparen. Für Unternehmen gibt es im Rahmen des klima:aktiv-Programms 500 Euro für den Kauf eines Erdgasfahrzeuges.

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