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Test Hyundai Tucson: Einer flog über die Yoga-Matte

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Test Hyundai Tucson: Einer flog über die Yoga-Matte

Mittelgroßes SUV, Diesel-Mildhybrid, Korea – so weit, so gähn? Mitnichten: Hyundai ist mit dem deutlich gewachsenen Tucson ein großer Wurf gelungen – vom Design bis zum Komfort.

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Das größte Handicap des neuen Tucson ist der Erfolg des Segments insgesamt: Welcher Hersteller hat kein SUV dieser praktischen Mittelgröße – der Neue ist in allen Dimensionen gewachsen und bringt es nunmehr auf volle 4,5 Meter Länge – im Sortiment und rittert um die Gunst der Käufer?


Viel Feind, viel Ehr'

Um in dem heiß umkämpften Segment zu reüssieren, galt es, tief in die Trickkiste zu greifen, mit Dutzendware ist gegen derart viel Mitbewerb kein Blumentopf zu gewinnen. Der Plan geht auf, schon exterieurseitig verblüfft der Tucson den sich Nähernden mit schönem Lichtspiel an der Front: parametrisches Licht nennt der Hersteller den Design-Coup. Die Struktur setzt sich im Inneren in kleinen Details, etwa an Blinker- und Scheibenwischerhebel, fort. Ansonsten hat man im Interieur gründlich digitalisiert, großzügige Monitore übernehmen inmitten von Klavierlack das Infotainment. Die Fahrstufen werdenauf Knopfdruck gewechselt, Knüppel sind aus der Mode, wie's scheint. Hinterbänkler freuen sich, der Vorderperson frech den Sitz verstellen zu können, wenn diese sich zu lang gemacht hat.

48-Volt-Mildhybridisierung

Die Fahrleistungen unseres 136-PS-Dieselmildybrids – immerhin mit Allrad und feinem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe – geben nicht viel Stoff für Prahlerei im Zoom-Chat, wenngleich der etwas brummige Diesel mit der Light-Elektrifizierung im Alltag seinen Job hundertprozentig zufriedenstellend erledigt. Als Alternativen stehen zahlreiche Antriebsvarianten vom reinen Verbrenner über (bald) Plug-in- bis zum Vollhybrid bei den Händlern. Nur der "Electric" fehlt. Angesichts des Realverbrauchs des Mildhybriden drängte sich die Frage auf, ob sich nicht mehr Benzin einsparen ließe, wenn der Fahrer vor jedem Fahrtantritt eine Minute meditieren würde und sich dergestalt entspannter ins Verkehrsgetümmel würfe. Ohne Yoga-Matte im Kofferraum mussten wir etwas knapp acht Liter Verbrauch zur Kenntnis nehmen – bei zugegebener Saukälte und hohem Anteil an Stadtverkehr. Sei's drum: Hardcore-Ökomobilisten werden bei Hyundai künftig mit eigener Elektroplattform bedient; in Sachen Komfort, Fahrkultur und Design braucht sich der 48-V-Hybrid nicht zu verstecken.

 

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